Über Mike Kaiser

Hi, ich bin Mike Kaiser (aka Dr. Reboot). Hier kannst Du mehr über mich erfahren: http://superchargeyourlife.de/ueber-mich

#007 Megatrend Achtsamkeit (Teil 1)

Diese Folge ist der erste Teil der Reihe „Megatrend Achtsamkeit“ und es geht um die Grundlagen von Achtsamkeit: Was ist Achtsamkeit? Wo liegen die Ursprünge von Achtsamkeit? Was sind die 3 zentralen Dinge, die Achtsamkeit im Kern ausmachen? Wie funktioniert Achtsamkeit überhaupt? Zudem bekommst Du die Gelegenheit, eine Ein-Minuten-Achtsamkeitsübung auszuprobieren.

Das Thema Achtsamkeit ist in aller Munde. Wenn Du den Begriff „Mindfulness“ googelst, dann erhältst Du aktuell knapp 76 Mio. Treffer. Achtsamkeit hat es auf die Titelseite des Time Magazine geschafft. Auch in Deutschland widmen sich mittlerweile ganze Magazine wie z. B. die Happinezz und die Flow diesem Thema. Es gibt unzählige Bücher zum Thema und mittlerweile auch eine Reihe von Achtsamkeits-Apps. Zudem entdecken mittlerweile auch mehr und mehr Unternehmen das Potenzial von Achtsamkeit für sich – darunter große Konzerne wie Google, SAP und BASF.

Der Trendforscher Matthias Horx schreibt in seinem Zukunftsreport 2016: „Wenn selbst Mercedes seinen Mitarbeitern Mail-Zwangspausen und digitalen Urlaubs-Absentismus verordnet, dann ist das Thema Achtsamkeit in der Mitte der Wirtschaft angekommen. […] Bei diesen Programmen geht es nicht nur um Yoga oder Rückengymnastik. Es geht um die kognitive Selbst-Wirksamkeit.

Was ist Achtsamkeit?

Eventuell fangen wir sogar besser mit dem an, was Achtsamkeit NICHT ist:

Achtsamkeit ist weltanschaulich neutral – es hat nichts mit Religion oder Esoterik zu tun. Es bedeutet nicht, in einer idealisierten Welt zu leben, permanent gut drauf zu sein oder sogar den Kopf auszuschalten (denn das genaue Gegenteil ist dabei der Fall). Es bedeutet auch nicht, dass man ab sofort Bäume umarmen sollte. Es ist keine Entspannungstechnik, obwohl Entspannung tatsächlich ein Nebeneffekt von Achtsamkeit ist. Es ist nichts, was man erst Jahrzehnte praktizieren müsste, bevor man in den Genuss der Ergebnisse kommt. UND … GANZ WICHTIG: Achtsamkeit ist nichts, was man sich durch lesen aneignen könnte – Achtsamkeit muss erfahren werden, denn erst durch das Erleben kommt das Verstehen. Es gilt hier: Feeling is understanding!

So, und jetzt kommen wir zu dem, was Achtsamkeit ist:

Kurz und knackig auf den Punkt gebracht ist Achtsamkeit eine Form von wacher Konzentration, bei der man bewusst beobachtet, was im gegenwärtigen Moment ist, und zwar ohne das Beobachtete zu beurteilen. Achtsamkeit könnte man damit als eine Art mentale Meta-Kompetenz – als Bodybuilding fürs Gehirn – bezeichnen, da sie nachweislich die neuronale Struktur unseres Gehirns verändert. Sie hilft uns Menschen bei der Selbstregulierung – hin zu einem optimalen mentalen Zustand, bei dem wir frei von Angst sind und uns sicher, komfortabel und emotional ausgeglichen fühlen. Durch Achtsamkeit nehmen wir mehr wahr und wir sind viel aufmerksamer.

Achtsam sein bedeutet, innerlich einen Schritt zurückzutreten, damit man das Bild vom größeren Ganzen besser sehen kann. Es kultiviert das Handeln durch Nicht-Handeln und das Loslassen. Achtsamkeit verringert reflexhaftes, automatisiertes Verhalten und begünstigt das Lösen von Selbstsabotage-Programmen.

Und zuletzt noch zwei Punkte, warum Achtsamkeit gerade für Führungskräfte und Unternehmer von enormer Bedeutung sein dürfte: Achtsamkeit verbessert die Qualität von Entscheidungen, da man für Unstimmigkeiten, die bislang vielleicht gerne unter den Tisch gekehrt wurden, sensibler wird. Zudem werden Entscheidungen nicht mehr ausschließlich auf der Basis von bereits Gewusstem, sondern zunehmend auch auf der Basis von Neuem getroffen. Durch die Anwendung von Achtsamkeit bestimmt man den eigenen Kurs immer seltener durch den Blick in den Rückspiegel, sondern dadurch, das man nach vorne schaut.

Wo kommt Achtsamkeit her?

Achtsamkeitsübungen, wie wir sie heute mittlerweile an jeder Straßenecke vermittelt bekommen, gehen zurück auf uralte buddhistische Methoden, welche auf den Veden aus der Zeit zwischen ca. 3.000 bis 600 v. Chr. basieren und von Buddha (Siddhartha Gautama) um 500 v. Christus in Nordindien erstmals breiter gelehrt wurden.

In der Gegenwart wurde Achtsamkeit vor allem durch die Arbeit von Jon Kabat-Zinn populär. Er verknüpfte 1979 Vipassana-Meditationsübungen mit Yogaübungen zu einem 8-wöchigen Programm, welches er „MBSR – mindfulness based stress reduction“ nannte und dessen Auswirkungen er vielfach wissenschaftlich untersuchen lies.

Was sind die drei zentralen Erfolgsfaktoren von Achtsamkeit?

1. Erfolgsfaktor: Raus aus dem Autopiloten-Modus und ankommen im Jetzt

Unser Gehirn ist im Vergleich zu anderen Organen ein wahrer Energiefresser. Es ist für fast 20% des gesamten Energieverbrauchs unseres Körpers verantwortlich. Und genau deshalb liebt unser Gehirn die Effizienz: Alles, was automatisiert werden kann, wird automatisiert, denn so lässt sich Energie sparen. Das hat Vor- und Nachteile, denn einerseits ist es enorm praktisch, wenn man nicht jedes Mal neu überlegen muss, wie man einen Wasserhahn auf- und zudrehen muss, da wirst Du mir sicher zustimmen. Andererseits bekommen wir so nichts von unseren unbewussten Programmen mit, mit denen wir uns sehr häufig auch noch selbst sabotieren.

Gleichzeitig produziert unser Kopf einen ständigen Strom von Gedanken – rund 60.000 pro Tag. Man kann also durchaus behaupten, dass wir schon allein mit Denken völlig im Stress sind. Die Krux ist hier, dass wir aufpoppende Gedanken aufgreifen, sie weiterspinnen und die so entstehende mentale Kettenreaktion sehr sehr oft in ein regelrechtes Gedankengewitter ausartet. UND: Während all das im Bewusstsein passiert, organisiert unser Unterbewusstsein das „Tagesgeschäft“ vollautomatisch. Ein Beispiel: Während wir uns in unserem Bewusstsein gedanklich z. B. mit der Vorstandspräsentation vom Vormittag beschäftigen, kümmert sich parallel dazu das Unterbewusstsein darum, dass wir uns beim Einschänken eines Kaffees nichts auf die Hose kippen.

Damit soll eins deutlich werden: Der Autopilot bestimmt wo es langgeht, während wir mit unseren Gedanken permanent entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit unterwegs sind – wir vom letzten Urlaub träumen, uns für einen schlechten Ausgang eines Verkaufsgesprächs verurteilen oder Ziele für die Zukunft schmieden.

On top führt dieser Funktionsmodus dazu, dass wir vollkommen mit unseren Gedanken identifiziert sind. Doch da, wo das Leben und die Realität stattfinden – im Hier und Jetzt, im gegenwärtigen Augenblick – da sind wir fast nie. Achtsamkeit ändert genau das: Achtsamkeit beendet den Autopiloten-Modus und bringt uns zurück ins Hier und Jetzt.

2. Erfolgsfaktor: Nicht anhaften & nicht urteilen

Normalerweise ist es so, dass uns unsere Gedanken und Gefühle mitreißen – ja, manchmal sogar wie ein Tsunami regelrecht überrollen, ohne dass wir dagegen irgendetwas tun könnten. Dabei wird all das, was uns da so in den Sinn kommt, bewertet und in Schubladen gepackt.

Wenn wir beispielsweise an das bevorstehende Bewerbungsgespräch am nächsten Tag denken, dann kommen sofort die nächsten Gedanken auf: Was ziehe ich an? Bin ich auch gut vorbereitet? Was ist, wenn sie mich nicht nehmen? Ist es eher gut, wenn ich das Gespräch pro-aktiv führe, oder eher negativ? Gleichzeitig werden möglicherweise unsere Hände feucht, unser Herzschlag beschleunigt sich, u. v. m. Diese Kaskade wiederholt sich bei uns tagtäglich viele tausend Mal – natürlich in ganz unterschiedlicher Ausprägung. Der Haken an der Sache ist nur, dass wir in den meisten Fällen schlicht keine Kontrolle über unsere Gedanken und unsere Gefühle haben. Und, dass die oftmals destruktiven Gedankenketten unser sympathisches Nervensystem triggern und unser Stresslevel erhöhen.

Achtsamkeit ändert genau das, weil wir bei Achtsamkeitsübungen alles beobachten, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt – ohne uns von dem Beobachteten verstricken zu lassen und ohne das Beobachtete zu bewerten. So kann es dann beispielsweise sein, dass wir einen aufkommenden Gedanken wie z. B. „Die Zeit könnte ich jetzt echt besser nutzen, als hier doof rumzusitzen“ registrieren, ihn aber dann auch wieder – ohne ihn zu bewerten oder ihm zu folgen – einfach wieder wie eine Wolke davonziehen lassen und einfach nur weiterhin das tun, was wir gerade tun, nämlich sitzen und beobachten.

3. Erfolgsfaktor: Veränderung der Haltung, des Mindsets und der Kultur

Mit fortschreitender Achtsamkeitspraxis geht eine positive Veränderung des Mindsets und der Kultur einher – also der Glaubensmuster, der Werte und der persönlichen Überzeugungen. Das haben Dr. Ulrich Ott und Dieter Vaitl vom Institut für Psychobiologie und Verhaltensmedizin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen bewiesen. In meinem Buch „Die Aktivierung des Weltinnenraums – Was Sie in sich selbst bewegen, bewegen Sie in der Welt“ berichte ich darüber ausführlich (Hier geht’s zum Buch. Hier geht’s zur Leseprobe). Gegenstand ihrer Studie, die im Oktober 2010 veröffentlicht wurde, war die Untersuchung von Menschen, die an dem sogenannten einjährigen „Timeless Wisdom Training” teilgenommen hatten. Durch das Programm fühlten sich die Teilnehmer am Ende authentischer und bei ihren Aktivitäten orientierten sie sich anschließend zunehmend an ideellen Werten wie beispielsweise dem Sinn.

Doch das ist noch lange nicht alles, denn der Shift des Mindsets, der sich durch Achtsamkeitsübungen vollzieht, ist weitaus umfassender – wie die nachfolgende Tabelle illustriert. So z. B. bewertet und analysiert der alltägliche Geist gerne, während sich der achtsame Geist dadurch auszeichnet, dass er eben nicht bewertet. Während der alltägliche Geist genau weiß, wie etwas geht, lässt sich der achtsame Geist überraschen. Während der alltägliche Geist etwas erzwingen will, lässt der achtsame Geist die Dinge lieber auf sich zukommen.

Schauen wir uns ein weiteres Gegensatzpaar noch etwas genauer an: Widerstand und Akzeptanz.

Achtsam zu sein bedeutet, den gegenwärtigen Augenblick, sich selbst oder einen bestimmten Sachverhalt so zu akzeptieren, wie er gerade ist. Das hat entscheidende Vorteile. Ein Beispiel: Viele Menschen, die tagsüber einen großen Workload zu bewältigen haben und unter Stress stehen, wachen manchmal mitten in der Nacht auf, können nicht wieder einschlafen und liegen dann u. U. sogar stundenlang wach. Was passiert da? Nun, in dem Moment, wo die Person aufwacht, geht sie in den Widerstand. Das was ist, nämlich wach sein, will sie nicht. Und das, was nicht ist, nämlich schlafen, will sie unbedingt. Dieser Widerstand führt dazu, dass sie anfängt, innerlich mit sich zu kämpfen: „Scheiße da! Ich musst jetzt wieder einschlafen! Ich werd sonst den morgigen Tag nicht überstehen!“ Und je mehr diese Person innerlich kämpft, desto mehr Stresshormone werden ausgeworfen und desto weniger kann sie einschlafen.

Wenn diese Person die Situation jedoch akzeptiert, dann unterbricht sie den Stresskreislauf, der Körper kommt wieder aus dem Kampf-Flucht-Modus heraus und beruhigt sich, das parasympathische Nervensystem wird wieder aktiver und schlussendlich kann die Person auch wieder einschlafen. Das Gute daran ist, dass dieses Prinzip auf jeden Stuck-State, also auf jeden festgefahrenen Zustand, und sehr viele Probleme übertragbar ist.

Ein weiteres Beispiel aus dem Berufsalltag: Stell Dir vor, Du hast in einem Projekt das Budget um 30.000 EUR überschritten. Das ist dann eine Tatsache – es ist bereits geschehen. Egal wie sehr Du dazu in den Widerstand gehst, Du kannst es nicht mehr rückgängig machen. Es nicht zu akzeptieren würde schlimmstenfalls dazu führen, dass Du es leugnest oder verdrängst, was dann dazu führen kann, dass Du das Budget noch weiter überziehst.

Es könnte sein, dass Du Meetings mit Deinem Vorgesetzten aus dem Weg gehst; aggressiv wirst und diese Aggression an Deinen Kollegen auslässt. Das Problem wird also nur noch größer. Akzeptanz würde anstatt dessen dazu führen, dass Du zeitnah klärende Gespräche anberaumst, Dir ermöglichst, aus Deinen Fehlern zu lernen und Dich weiterzuentwickeln. Dies zeigt: Akzeptanz ist eine zwingende Vorbedingung von Veränderung. Jeder, der sich oder eine Organisation verändern will, ist gut beraten, sich in Achtsamkeit und Akzeptanz zu üben.

Wie funktioniert Achtsamkeit?

Während wir Menschen üblicherweise im Autopiloten-Modus durch die Welt laufen und auf Reize direkt und völlig automatisch reagieren, lösen wir durch Achtsamkeitsübungen diesen Modus auf: Wir lassen eine Lücke zwischen Reiz und Reaktion entstehen, dehnen diese Lücke weiter auf und beobachten alles, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt – ohne darauf zu reagieren: Gedanken, Gefühle und sonstige Wahrnehmungen. Dadurch können Programme, die bislang unbewusst abgelaufen sind, bewusst werden, was die Voraussetzung dafür ist, um sie z. B. als destruktiv erkennen und anschließend verändern zu können. So wirst Du Dir Stück für Stück dessen gewahr, wie Gedanken, Emotionen und Verhalten die Art und Weise beeinflusst, wie Du auf das Leben reagierst.

Diese Lücke eröffnet für Dich eine völlig neue Welt: Sie ermöglicht Dir, über das, was Du da so beobachtest nachzudenken, neu zu bewerten und so Deine Gefühlswelt, Dein Verhalten und Deine Entscheidungen aktiv zu verändern. Es entstehen so Schritt für Schritt neue Wahlmöglichkeiten – und mehr Wahlmöglichkeiten bedeuten gleichzeitig mehr Freiheit.

Wenn Du also Achtsamkeit praktizierst, dann ist das für Dein Gehirn wie ein Reboot – ein Neustart. Die Amygdala – ein Bereich in Deinem Gehirn, der für Emotionen, Stress und Ängste verantwortlich ist – wird weniger empfindlich. Die Kapazität Deines „Arbeitsspeichers“ nimmt zu und der linke präfrontale Kortex – der mit Glück und Entspannung zu tun hat – wird aktiver.

Mein Fazit lautet deshalb: Achtsamkeit ist nicht nur unglaublich kraftvoll, sondern auch extrem wirkungsvoll. Wer selbst am Steuer seines Lebens sitzen (und nicht nur der Illusion von Selbststeuerung erliegen) will, der sollte besser früher als später anfangen, Achtsamkeitsübungen in den privaten und geschäftlichen Alltag zu integrieren.

Von | 2017-09-04T20:11:35+00:00 5. September 2017|

Podcast „INNERER REICHTUM“ on air

YESSSS! Mein Podcast „Innerer Reichtum“ ist on air! Ab sofort ist die Folge #000 auf iTunes, Podcast.de und Stitcher.com verfügbar. In dieser Folge erzähle ich Dir ein klein wenig über mich als Gastgeber und das, was Dich künftig hier auf diesem Kanal erwartet:

In diesem Podcast geht es darum, wie wir zum Menschenmöglichen gelangen können – als Individuen, als Organisationen und als Gesellschaft. Und zwar deshalb, weil mich genau diese Frage jeden Tag aus dem Bett treibt. Ich will mit diesem Podcast inspirieren, damit wir ins Tun kommen, wir uns gemeinsam weiterentwickeln und dabei voneinander lernen. Wer, wenn nicht wir – wann, wenn nicht jetzt.

Thematisch wird es um viele unterschiedliche Dinge gehen wie z. B. Achtsamkeit, Sinn, Ganzheit, Resilienz, Gesundheit sowie um alles, was unserer Potenzialentfaltung dienlich ist.

Der Podcast heißt „Innerer Reichtum“, weil ich bei den Recherchen für mein Buch „Die Aktivierung des Weltinnenraums“ (Hier geht’s zur Leseprobe, hier kannst Du das Buch kaufen) auf ein unendlich wichtiges Experiment des iranisch-amerikanischen Physiker Shahriar Afshar gestoßen bin. Afshar hatte 2004 in einem ausgeklügelten, quantenphysikalischen Experiment gezeigt, dass von den beiden Aspekten, die Teilchen besitzen – nämlich wellenartig und teilchenartig –, der Wellenaspekt selbst dann vorhanden ist, wenn der Teilchenaspekt beobachtet wird. Wurde jedoch der Wellenaspekt beobachtet, war der Teilchenaspekt nicht vorhanden.

Damit stellte sich heraus, dass Quanten – die Teilchen, die die grundlegendsten Bausteine der materiellen Welt darstellen – mehr Wellen als Teilchen gleichen. Die Welt besteht also nicht primär aus Materie, sondern aus einem bewussten Feld elektromagnetischer Schwingungen. Mit anderen Worten: Der Geist oder das Bewusstsein ist das Primäre und die Materie das Sekundäre. Und das bedeutet: Das Innere erschafft das Äußere – nicht umgekehrt. Wer etwas im Außen wirkungsvoll verändern will, muss im Inneren anfangen.

Das ist der eine Grund, warum der Podcast „Innerer Reichtum“ heißt. Ein weiterer Grund ist, dass die Glücksforschung Folgendes herausgefunden hat: Glück ist nur zu 10 Prozent von äußeren Aspekten wie z. B. materiellem Besitz abhängig, aber zu 90 Prozent von inneren Faktoren.1

Zudem bekommst Du das Best Of der kommenden 6 Interviews mit Calvin Hollywood, Oliver Wnuk, Dirk Kreuter, Peter Spiegel, Laura Malina Seiler und Christoph Harrach zu hören – die ich ab morgen veröffentlichen werde (jeden Tag ein Interview, also unbedingt abonieren!). Nach der Launch-Woche wird jeweils Dienstags und Donnerstags eine neue Folge erscheinen.

Hier findest Du den Podcast bei iTunes. Hier findest Du ihn bei Podcast.de. Hier findest Du den Podcast bei Stitcher.com.

  1. Vgl. Lyubomirsky, Sonja: What determines happiness. YouTube-Video, Webseite
Von | 2017-08-31T12:53:04+00:00 26. August 2017|

7 wenig bekannte Fakten die einen Smoothie zum Fatburner machen

Manche Smoothies machen dick, andere helfen sogar beim Abnehmen. Wie Du hier die Spreu vom Weizen trennen kannst, das erkläre ich Dir in diesem Artikel.

Grundsätzlich gibt es 7 Faktoren, die einen Smoothie zum regelrechten Fatburner machen. Als Fausformel gilt: Je mehr ein Smoothie von diesen Faktoren erfüllt, desto besser hilft er Dir beim Abnehmen.

 

1. Niedriger GI / GLYX

GI und GLYX sind Abkürzungen für glykämischer Index“. Der glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Je höher der Wert ist, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel an. Je höher der Blutzuckerspiegel, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet. Je mehr Insulin, desto mehr Hunger bekommt man und desto geringer ist die Fettverbrennung. Umgekehrt sorgen niedrig-glykämische Lebensmittel für eine geringere Insulinausschüttung, was die Fettverbrennung unterstützt und Heißhunger unterbindet.

Je nach Wirkung hat man alle Lebensmittel mit einer Zahl zwischen 1 und 100 indexiert. Grob kann man folgendes sagen: Mit einem GI bis 55 hält das Lebensmittel schlank. Dazu zählen unter anderem grüne Blätter, Gemüse, saures Obst wie z. B. Beeren, Grapefruits, Zitronen, Limetten, Äpfel sowie roher Kakao. Bei einem GLYX zwischen 55 und 75 muss man schon aufpassen und sollte nicht ganz so viel davon verzehren. Das gilt beispielsweise für Bananen, exotische Früchte, Nudeln, Reis oder Pellkartoffeln. Lebensmittel mit einem Wert von über 75 sind Dickmacher: Weizenbrot, Cornflakes, Kekse, Süßes, Kuchen, Junkfood, Softdrinks, Bier sowie die meisten Smoothies aus dem Supermarktregal.

Übrigens: Eine Liste, die Lebensmittel anhand ihres glykämischen Index einordnet, ist Teil des kostenlosen Coaching-Bundles zur 7 Tage Smoothie Challenge. Das Bundle kannst Du Dir hier herunterladen. Alle Infos zum entsprechenden Podcast-Kurs findest Du hier.

2. Gesunde Fette

Lange wurde uns das Märchen erzählt, dass jegliches Fett dick und depressiv macht sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorruft. Doch die wissenschaftliche Studienlage zeigt inzwischen sehr deutlich, dass das nur für bestimmte Fette zutreffend ist. Es gilt für die sogenannten gesättigten Fettsäuren, die in Kuhmilch, Käse und sonstigen Milchprodukten, Wurst und Fleisch sowie fetten, industriell hergestellten Produkten wie Gebäck, Pommes, Keksen und Fertiggerichten enthalten sind. Diese schlechten Fette führen zu Entzündungen – die Vorstufe fast aller chronischen Erkrankungen.

Bei den ungesättigten Fettsäuren ist hingegen das genaue Gegenteil der Fall: Eine Ernährung, die reich ist an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, wie sie u. a. in Avocados, Nüssen (z. B. Hasel-, Para- und Walnüssen), Samen (z. B. Chia-, Hanf-, Lein- und Sesamsamen), Kernen (z. B. Mandeln, Kürbis- und Sonnenblumenkernen) und hochwertigen Pflanzenölen (z. B. Kokosöl, Olivenöl und Walnussöl) enthalten sind, bringt enorme gesundheitliche Vorteile und hilft sogar beim Abnehmen. Das hat vier Gründe:

  1. Gesunde Zellwände aus hochwertigen Fetten sind besser in der Lage, Insulin zu metabolisieren, was eine bessere Regulation des Blutzuckers und damit des Fettstoffwechsels bewirkt.
  2. Gesunde Fette verbessern die Fettverbrennung und verringern Hunger sowie die Einlagerung von neuen Fettzellen.
  3. Gesunde Fette normalisieren das Appetithormon Leptin.
  4. Gesunde Fette erhöhen die Thermogenese – sie sorgen also dafür, dass Kalorien als Wärme verpuffen.

 

Gesunde Fette machen schlank, ungesunde machen dick. Klick um zu Tweeten

 

3. Hochwertiges Protein

Eiweiß macht satt und schlank. So konnte mittlerweile durch zahlreiche Studien bewiesen werden, dass Menschen immer dann mehr Gewicht verlieren und länger satt sind, wenn ihre Mahlzeiten mehr hochwertige Proteine enthalten. Erhöht man seine tägliche Proteinration, verliert man das viszerale – das gefährliche Bauchfett: Man verbessert damit sowohl den Fett- als auch den Zuckerstoffwechsel und beugt Entzündungen, Diabetes sowie Übergewicht vor.

Doch Achtung: Es sollten pflanzliche Proteine sein, da tierische Proteine nachgewiesenermaßen Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und Adipositas fördern können. Hochwertiges pflanzliches Eiweiß findest Du zum Beispiel in Hanf- und Chiasamen, Cashew-, Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Mandeln, Walnüssen, Pistazien, Quinoa, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Sprossen sowie in Spirulina- und Chlorella-Algen. Hochwertiges Eiweiß ist ferner in Moringa, Mungbohnen, Brokkoli, Pilzen sowie in diversen Kohlsorten enthalten.

 

4. Sättigung durch Magendehnung

Der größte Sättigungsreiz entsteht durch einen gedehnten Magen; um es einfach zu machen: voll = satt. Klar ist natürlich, dass wir diese Füllung durch wertvolle Lebensmittel bewirken wollen. Bei einem Fatburner-Smoothie sollten es möglichst Lebensmittel sein, die weniger als eine Kilokalorie pro Gramm liefern. Mein Geheim-Tipp lautet deshalb: Iss Chiasamen! Kommen diese einmal (im Magen und Darm) mit Flüssigkeit in Verbindung, quellen sie auf und ver-größern ihr Volumen innerhalb von knapp 10 Minuten um das 9- bis 12-Fache.

 

5. Genialer Serotoninspender

Das Hormon Serotonin macht satt, glücklich und lässt nachts besser schlafen. Deshalb sollte uns ein Fatburner-Smoothie mit B-Vitaminen und der Aminosäure Tryptophan versorgen – beide werden benötigt, damit unser Körper Serotonin bilden kann. Sie sind vor allem in Grünkohl und Petersilie, Avocados, Cashew- und Kürbiskernen, Mandeln, Hasel- und Walnüssen, Chia- und Hanfsamen, Amaranth, Datteln, rohem Kakao, Kurkuma, Nelken, Weizengras, Moringa sowie in Chlorella- und Spirulina-Algen enthalten.

 

6. Stimulation eines guten Darmmilieus

Ist der Darm gesund, ist auch der Mensch gesund – das wussten schon die alten Chinesen. Denn Tatsache ist: Wird die Ökologie auf der 300 bis 500 Quadratmeter großen Darmschleimhaut gestört, kommt es zu Erkrankungen, die scheinbar nichts miteinander gemein haben; Depressionen und Angstzustände ebenso wie Entwicklungsstörungen und Lernschwierigkeiten, aber auch Allergien und Übergewicht – ja sogar Krankheiten wie Diabetes, Parkinson oder Alzheimer.

Und da man bei Studien mit übergewichtigen Menschen festgestellt hat, dass in ihrer Darmflora grundsätzlich weniger Vielfalt herrscht und schlechte Bakteriengruppen überwiegen, sollten Fatburner-Smoothies ausreichend Eiweiß und Ballaststoffe enthalten, welche die Darmflora positiv beeinflussen. Diese sind z. B. in Chiasamen, Erdmandeln, Kokosmehl oder Gerstengraspulver enthalten. Eine gute Bakterienbesiedelung beeinflussen wir indirekt auch dadurch, indem wir bei den Fatburner-Smoothies auf Kuhmilch und Gluten verzichten sowie hin und wieder Fermentiertes wie beispielsweise Soja- oder Kokos-Joghurt einbauen.

 

7. Es sind Superfoods enthalten

Ein Fatburner-Smoothie sollte auf alle Fälle Lebensmittel enthalten, die das Immunsystem stärken, Entzündungen entgegenwirken, die Entgiftung fördern und mittels enthaltener Antioxidantien die Selbsheilungskräfte des Körpers unterstützen. Solche Lebensmittel nennt man heute neudeutsch auch „Superfoods“. Als Superfoods werden Nahrungsmittel bezeichnet, die über eine überdurchschnittlich hohe Konzentration an Nährstoffen – Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Proteine, Amino- und gute Fettsäuren, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Antioxidantien – verfügen. Dazu zählen beispielsweise Heidel- und Goji-Beeren, Hanf- und Chiasamen, Spirulina- und Chlorella-Algen, Datteln, Weizengras, Ingwer, Kurkuma, Vanille, roher Kakao, Moringa, Kokosnüsse, Zimt, Essig aber auch Brennnesseln, Gänseblümchen und Löwenzahn.

 

Hier kannst Du Dir diesen Beitrag auch anhören:

Von | 2017-05-23T15:52:45+00:00 19. Mai 2017|

Geheimrezept gegen Kopfschmerzen

Hast Du öfters Kopfschmerzen? Nimmst Du dann auch noch Schmerztabletten, um sie wegzubekommen? Dann bist Du damit nicht allein: Kopfschmerzen sind weit verbreitet – fast jedem brummt ab und an der Schädel. Knapp 70 Prozent der Deutschen leiden unter regelmäßigen Kopfschmerzen. Allerdings ist der Begriff „Kopfschmerzen“ etwas irreführend, weil der Kopf keine Schmerzrezeptoren hat und nicht wehtun kann. Was weh tut, das sind die Blutgefäße der Hirnhaut.

Die gute Nachricht ist: Du musst ab sofort keine Schmerztabletten mehr nehmen, um Deine Kopfschmerzen hinter Dir zu lassen! In meinem neuen Video zeige ich Dir, wie Du das mit einer einfachen, aber sehr wirkungsvollen Atemübung schaffen kannst. Hier geht’s zum Video! (Spieldauer: 11 Minuten)

Von | 2017-05-23T15:52:45+00:00 10. Februar 2017|