Systemische Aufstellungen Organisationsaufstellungen 2017-09-08T00:20:32+00:00

SYSTEMISCHE AUFSTELLUNGEN & ORGANISATIONSAUFSTELLUNGEN

 

Effektive Diagnose und Lösung von komplexen oder mysteriösen Problemen

Ob schwierige Fusionen, Teamkonflikte oder Nachfolgeregelung – die Nachfrage nach systemischen Aufstellungen von Organisationen und Businessthemen hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Es ist davon auszugehen, dass dies den veränderten Rahmenbedingungen – also der zunehmenden Komplexität, Dynamik, Unvorhersehbarkeit und Mehrdeutigkeit der heutigen Wirtschaftswelt – geschuldet ist.

Denn gerade in Situationen mit einer prekären Informationslage – zu wenig oder zu viel und sich widersprechenden Informationen – kann die systemische Aufstellung trumpfen, indem sie das stillschweigende bzw. implizite Wissen aktiviert. Sie ermöglicht innerhalb weniger Stunden einen Überblick über komplexe Strukturen und Zusammenhänge, bringt deren meist verborgenen Hintergründe ans Tageslicht und hilft effektiv bei mysteriösen Problemstellungen. Im Gegensatz zu sonstigen Analyse- und Lösungstools ist die systemische Aufstellung zudem umfassender sowie in Punkto Zeit- und Kostenaufwand vergleichsweise preisgünstig.

Wenn „mehr vom Gleichen“ nicht weiterhilft

Der Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick sagte einmal: „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem einen Nagel.“ Getreu diesem Motto versuchen wir Menschen allzu oft auch im Businessalltag, Probleme mit den uns bekannten Problemlösungsansätzen wie z. B. durch Gespräche zu beheben und wundern uns dann nicht selten, wenn die „Sache“ ein paar Tage später wieder auf dem Tisch liegt.

Ein Beispiel: Ein bestimmter Kunde reklammiert immer und immer wieder ein bestimmtes Produkt. Der Verkäufer glaubt, dass es ganz egal sei, was er macht: Irgendwie sei der Kunde nie zufrieden. Seltsamerweise treten diese Probleme aber auch immer nur bei diesem Kunden auf. Der Verkäufer kann sich das nicht erklären und ist mittlerweile ratlos. Der Verkäufer ist schon fast geneigt, sich von dem Kunden zu verabschieden, da er bei ihm schon draufzahlt.

So geht das schon seit knapp einem halben Jahr und der Verkäufer wird fast schon verrückt. Der Kunde „nervt“ den Verkäufer immer mehr und Letzterer wünscht sich insgeheim, der Kunde würde nicht mehr wiederkommen. Aber irgendwie scheinen sich beide Parteien auch wieder auf eine gewisse Weise durch scheinbar „magische“ Kräfte, die vom Verstand und der Logik nicht erfasst werden können, gegenseitig anzuziehen.

Mittels einer systemischen Aufstellung dieser konkreten Beziehung werden dann gänzlich neue Erkenntnisse darüber zu Tage gefördert, weshalb sich der Kunde so verhält, warum der Verkäufer so reagiert und was die wirkliche Ursache dieses „Problems“ ist. Unsichtbare Dynamiken können so sichtbar und anschließend aufgelöst werden.

Was kann man alles aufstellen?

Systemische Aufstellungen und Organisationsaufstellungen eignen sich im Grundsatz für alle Problemsituationen, die „chronisch“ erscheinen und keine nachvollziehbaren Ursachen haben. Die Aufstellungsarbeit kann ferner dafür genutzt werden, wenn man beispielsweise nicht weiß, ob ein Produkt oder eine Geschäftsidee angenommen werden oder eine neue Strategie erfolgreich sein könnte.

Die folgende Auflistung zeigt Fragestellungen, die durch systemische Organisationsaufstellungen geklärt werden können:

Auf der Unternehmensebene:

  • wiederholte Trainingsmaßnahmen, die nicht den gewünschten Erfolg bringen
  • Motivationsprobleme
  • Hohe Kündigungs- und Krankheitsraten von Mitarbeitern
  • Problematische Beziehungsstrukturen bzw. Arbeitsbeziehungen (z. B. Mobbing)
  • Führungsschwierigkeiten von Unternehmensführung und Management
  • Problematische Kundenbeziehungen
  • Überprüfung von Aufgaben- und Zielorientierung
  • Identifizierung und Aufarbeitung von ungeklärtem Ballast aus der Vergangenheit
  • In Familienbetrieben:  Störungen, die aus der Reinszenierung von Familienthemen resultieren
  • Nachfolgeregelung
  • Startups, Kooperationen
  • Unternehmenskäufe, – zusammenschlüsse, Fusionen
  • Umsatzeinbrüche und Absatzschwierigkeiten
  • Überprüfung und Finetuning der Organisationsform, des Geschäftsmodells und jeglicher Strategie (z. B. Expansion)
  • Wechsel der Unternehmensleitung

Auf der persönlichen Ebene:

  • den bestmöglichen Platz im Unternehmen finden (inkl. gehen oder bleiben) – als Mitarbeiter, Leiter oder Berater
  • die Fähigkeit erlangen oder stärken, eine Rolle im Unternehmen auszufüllen
  • Konflikte mit Kollegen oder Vorgesetzten
  • Über- bzw. Unterforderungsgefühle klären
  • Wiederkehrende destruktive Verhaltensmuster abstellen
  • Misachtung von (ehem.) Mitarbeitern und Kollegen abstellen

Wie lauten unsere Vorannahmen?

  • Wir betrachten Organisationen als Ganzheiten.
  • Wir richten unser Augenmerk nicht auf isolierte Einheiten (Angestellte, Chef, Kunden, Abteilung …), sondern wir nehmen das Unternehmen als das komplexe Zusammenspiel seiner Elemente in den Blick
  • Für uns ist die Organisation mehr als die Summe der Beschäftigten
  • Für uns ist die Organisation ein System im Sinne der Systemtheorie, d. h. eine Menge von Elementen, die untereinander in permanenter Wechselbeziehung stehen. Jede Veränderung an jedem Ort zieht Veränderungen an allen anderen Orten nach sich.
  • Wir gehen davon aus, das die erstmalig von Bert Hellinger in Familiensystemen beobachteten Grunddynamiken in gleicher Weise auch in Organisationssystemen wirksam sind.
  • Die Systemdynamiken von Ausgleich, Bindung und Ordnung sind als Systemeigenschaften von Organisationen weder Eigenschaften noch Funktionen ihrer (einzelnen) Mitglieder und lassen sich auch nicht kausal von ihnen her erklären oder ableiten.
  • Wenn die Systemdynamiken von Ausgleich, Bindung und Ordnung Systemeigenschaften von Organisationen sind, dann sind sie konstitutiv an das Bestehen der Organisation gebunden, und umgekehrt kann das Organisationssystem nur dann und so lange bestehen, wie diese Dynamiken aufrechterhalten werden.

Wie funktioniert eine systemische Aufstellung bzw. Organisationsaufstellung?

Schritt 1: Formulierung des Anliegens

Im ersten Schritt formuliert der Klient das Anliegen – zum Beispiel: „Ich möchte herausfinden, wie ich das Team wieder auf Erfolgskurs bringen kann.“

Schritt 2: Aufnehmen und Abbilden eines Genogramms, Hypothesenbildung

Der Aufstellungsleiter stellt dem Klienten diverse Fragen zum System und erstellt auf der Basis seiner Antworten ein sogenanntes Genogramm – eine piktografische Darstellung des Systems, die dem Aufstellungsleiter zur Hypothesenbildung dient.

Schritt 3: Durchführung der Aufstellung

Der Klient sucht sich nach Anweisung des Aufstellungsleiters neutrale Stellvertreter für die involvierten Personen, Elemente oder Themen aus dem anwesenden Publikum. Diese stellt der Klient – ohne zu überlegen bzw. seinem Bauchgefühl folgend – so im Raum auf, wie es seinem inneren Bild der Wirklichkeit entspricht. Anschließend arbeitet der Aufstellungsleiter durch die Befragung der Stellvertreter die verdeckte Dynamik heraus.

Schritt 4: Auflösung der Dynamik

Sobald sich das dahinterliegende Problem gezeigt hat, kann ein Lösungsbild entwickelt, Hindernisse beseitigt, Ressourcen freigesetzt und das gemeinsame Ziel in den Fokus genommen werden.

Wie lange dauert eine systemische Aufstellung bzw. Organisationsaufstellung?

Die Länge der systemischen Aufstellung oder Organisationsaufstellung hängt von der Komplexität der Fragestellung, von der Größe des Systems sowie davon ab, wie zäh oder flüssig sich die Aufstellung vollzieht. In Zeit kann das alles zwischen 45 Minuten und 3 Stunden bedeuten. Die Regel liegt so zwischen 90 Minuten und 2 Stunden.

Benötige ich als Klient Vorkenntnisse?

Nein, Sie als Klient oder als Stellvertreter benötigen keine speziellen Vorkenntnisse.

Müssen alle vom Problem betroffenen Personen bei der Aufstellung anwesend sein?

Nein, es muss nur eine Person anwesend sein, die als Teil des Systems das Anliegen vertritt – sprich der Klient oder die Klientin.

Ich habe ein konkretes Problem, was muss ich als nächstes tun?

Bitte rufen Sie mich an (Telefon 0160/150 88 28). In einem persönlichen Telefonat können wir alle weiteren Details klären.