Wer glaubt, dass Milch gesund macht, der irrt. Viele wissenschaftliche Studien beweisen das. Die Milchindustrie will davon jedoch nichts wissen. Warum? Allein im Jahr 2012 machte die Milchindustrie mit Milch und Milchprodukten wie Joghurt, Käse & Co. einen Umsatz in Höhe von 22,9 Milliarden Euro.

1. Damit hat sie ein großes Interesse an einer weißen Weste. Zudem sollen großangelegte Marketing-Kampagnen dafür Sorge tragen, dass sich daran so schnell nichts ändert.

DIE KALZIUM-LÜGE

Milch gilt, insbesondere wegen des vermeintlich hohen Calcium-Gehalts, als besonders gesundes Lebensmittel. Vor allem für die Knochen soll sie gut sein. Doch sowohl die „Health Professionals Follow-up Studie (HPFS)“, an der knapp 43.000 Männer teilgenommen haben, als auch die zwölfjährige „Nurses’ Health Studie“ mit 75.000 untersuchten Frauen, konnten zeigen, dass Milchkonsum keinen positiven Effekt auf die Widerstandsfähigkeit von Knochen hat. Im Gegenteil: Je mehr Milch getrunken wurde, desto höher war das Risiko von Knochenbrüchen. Fazit: Milch kann Calcium-Mangel nicht beheben, sondern trägt dazu bei und steigert damit die Gefahr von Osteoporose.2 3 4

 

MILCH ÜBERSÄUERT DEN KÖRPER UND SCHADET DEN KNOCHEN – PFLANZLICHE PROTEINE BAUEN SIE HINGEGEN AUF

Milch und alle daraus hergestellten Produkte übersäuern den menschlichen Körper. Wer zu viel davon zu sich nimmt, dessen Körper versucht die Übersäuerung auszugleichen, indem er basische Mineralien wie Calcium aus den körpereigenen Depots wie den Knochen oder Zähnen zieht. Wer seinem Körper hingegen vorwiegend pflanzliche Proteine zur Verfügung stellt, baut seinen Organismus auf. So konnte eine Studie, die 2001 im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde, zeigen, dass Frauen, die mehr pflanzliche als tierische Proteine aßen, in geringerem Ausmaß an Hüftfrakturen und Knochenabbau litten. Bei denen, die mehr tierische als pflanzliche Proteine zu sich nahmen, kam es häufiger zu diesen Problemen.5 Dieses Ergebnis spricht dafür, dass wir möglichst auf tierische Milchprodukte verzichten sollten. Viel sinnvoller ist es, das nötige Calcium aus pflanzlichen Quellen zu beziehen.

 

DIE GRÖSSTEN UND BESTEN CALCIUM LIEFERANTEN

Die Milchindustrie lässt uns glauben, die Milch wäre der Calcium-Lieferant schlechthin. Doch das ist schlicht kontrafaktisch. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt der Calcium-Bedarf eines Erwachsenen bei 1.000 mg pro Tag.6 100 ml Vollmilch enthalten ca. 120 mg Calcium. Doch auch 100 g Blattspinat (110 mg), Brokkoli (100 mg) und Fenchel (110 mg) können einen ähnlichen Calcium-Gehalt vorweisen. Grünkohl hat mit 210 mg Calcium pro 100 g schon fast doppelt so viel wie Milch. Frische Kräuter wie Brennnessel oder Löwenzahn liegen mit 200 mg bzw. 158 mg auch deutlich darüber. Die unangefochtenen Spitzenreiter sind die Ölsaaten. Leinsamen hat einen Calcium-Gehalt von 230 mg, Chiasamen beinhalten 500 mg und Sesam liegt bereits bei 780 mg pro 100 g. Der absolute Spitzenreiter ist allerdings Mohn; sein Calcium-Anteil liegt bei 1.460 mg – zwölf Mal mehr als bei der Milch!7 8

 

MENSCHEN SIND NICHT FÜR DEN KONSUM VON KUHMILCH GEMACHT

Für gewöhnlich trinken Menschen lediglich in den ersten 6 bis 12 Lebensmonaten Muttermilch. Doch die meisten trinken anschließend ein Leben lang die Babynahrung eines riesigen Wiederkäuers, obwohl der Konsum von Kuhmilch genetisch für uns Menschen nicht vorgesehen war. Weltweit – so schätzen Experten – sind 75 Prozent der Menschen nach dem Abstillen nicht in der Lage, Laktose (Milchzucker) im Darm zu spalten und Milch zu verdauen. Während in Südostasien 98 Prozent der Bevölkerung das Enzym Laktase fehlt, sind es in Südamerika 70 Prozent. In Deutschland sind es 15-20 Prozent – aber nur deshalb, weil wir mit der Einführung der Viehwirtschaft in Europa mehrheitlich durch Mutation ein Gen entwickelt haben, das die Laktosespaltung im Darm ermöglicht.9 Deshalb muss man richtigerweise feststellen, dass eine Laktoseintoleranz eigentlich der Normalzustand ist. Solltest Du nach dem Verzehr von Milch oder Milchprodukten an Blähungen, Bauchkrämpfen, Durchfall oder Kopfschmerzen leiden, dann sind das sehr wahrscheinlich Symptome einer Laktoseintoleranz. Jedoch fehlt Dir nichts. Im Gegenteil, Du bist völlig normal. Du brauchst nur noch Dein Ernährungsverhalten zu normalisieren, indem Du Zug um Zug auf Milchprodukte verzichtest und sie durch viel effektivere Calcium-Lieferanten ersetzt.

 

MILCH ERHÖHT DAS KREBS-RISIKO

Es gibt eine Reihe wissenschaftlicher Beweise, dass Milchkonsum das Krebsrisiko erhöht. So zum Beispiel konnte ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Milch und daraus hergestellten Produkten sowie dem Risiko, an Krebsarten wie Eierstockkrebs10 11 12, Brustkrebs13 oder Prostatakrebs14 erkranken zu können, hergestellt werden.

 

MILCH BEGÜNSTIGT DIABETES UND ANDERE CHRONISCHE ERKRANKUNGEN

Kuhmilch enthält im Vergleich zur Muttermilch doppelt soviel Eiweiß. Das Protein der Milch – insbesondere das A1 Beta-Casein – ist eine klebrige, für Menschen kaum verdaubare Eiweißart. Es scheint (vor allem bei Kindern) den Darm aus dem Gleichgewicht zu bringen und steht im Verdacht, Zivilisationserkrankungen wie Diabetes Mellitus Typ 115 16, Herzerkrankungen, Autismus und Schizophrenie zu begünstigen. Auch Allergien, Akne, Neurodermitis, Verdauungsprobleme, Reizdarmsyndrom sowie Infektionen der Nasennebenhöhlen und der Ohren können z. T. auf einen zu hohen Milchkonsum zurückgeführt werden.

 

ALTERNATIVEN IN HÜLLE UND FÜLLE

Je nach Vorliebe kann man Milch durch Soya-, Reis-, Mandel-, Cashew- oder Hafermilch ersetzen. Auch Käse, Joghurt und sogar Puddingersatz werden inzwischen in vielfältigen veganen Varianten angeboten. Da immer mehr Menschen auf eine vegane Ernährungsweise umstellen, kann man diese alternativen Lebensmittel heute fast in jedem Supermarkt finden.

 

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  1. Vgl. Milch Industrie Verband (MIV): Marktdaten 2012; http://www.milchindustrie.de/marktdaten/aussenhandel/
  2. Vgl. Owusu William et al.: Calcium intake and the incidence of forearm and hip fractures among men. JN The Journal of Nutrition, 1997; 127:1782-87, http://jn.nutrition.org/content/127/9/1782.long
  3. Vgl. Feskanich, Diane et al.: Milk, dietary calcium, and bone fractures in women: a 12-year prospective study. American Journal of Public Health, Juni 1997, Vol. 87 No. 6, Seite 992 ff., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1380936/pdf/amjph00505-0106.pdf
  4. Vgl. Deutsche Wirtschafts Nachrichten: Harvard: Milch von der Kuh ist nicht gesund. 28.10.2013, http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/28/harvard-milch-von-der-kuh-ist-nicht-gesund/
  5. Vgl. Sellmeyer, Deborah E. et al.: A high ratio of dietary animal to vegetable protein increases the rate of bone loss and the risk of fracture in postmenopausal women. American Journal of Clinical Nutrition, Januar 2001, Vol. 73 No. 1, S. 118-122, http://ajcn.nutrition.org/content/73/1/118.full
  6. Vgl. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: Aktualisierte Referenzwerte für Calcium. 03.02.2016, https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/calcium/
  7. Vgl. Naehrwertrechner.de: Nährwerte Mohn, abgerufen am 03. Februar 2016; http://www.naehrwertrechner.de/naehrwerte-details/H450011/Mohn/
  8. Vgl. Sachia.de: Inhaltsstoffe Chia Samen. Naturkost Übelhör GmbH & Co. KG, Leutkirch-Friesenhofen, http://www.sachia.de/inhaltsstoffe/naehrwertangaben.htm
  9. Vgl. Peschel, Petra; Vonhoff, Anna: Laktoseunverträglichkeit – Wenn Milchprodukte auf den Magen schlagen. Focus Online, 18.07.2012, http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/nahrungsunvertraeglichkeit/tid-12025/laktoseunvertraeglichkeit-wenn-milchprodukte-auf-den-magen-schlagen_aid_337584.html
  10. Vgl. Cramer, Daniel W.: Lactase persistence and milk consumption as determinants of ovarian cancer risk. American Journal of Epidemiology, 1989, Vol. 130/5, S. 904-910, http://aje.oxfordjournals.org/content/130/5/904
  11. Vgl. Fairfield, Kathleen M.: A prospective study of dietary lactose and ovarian cancer. Intern. Journal of cancer, 10. Juni 2004, Vol. 110/2, S. 271-277, http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ijc.20086/full
  12. Vgl. Larsson, Susanna C. et al.: Milk, milk products and lactose intake and ovarian cancer risk: a meta-analysis of epidemiological studies. Intern. Journal of Cancer, Januar 2006, Vol. 118/2, S. 431-441, http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ijc.21305/full
  13. Vgl. Kleinberg, David L.; Barcellos-Hoff, Mary H.: The pivotal role of insulin-like growth factor I in normal mammary development. Endocrinol Metab Clin North Am., September 2011, 40/3, S. 461 ff., http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21889714
  14. Vgl. Chan, June M. et al.: Dairy products, calcium, and prostate cancer risk in the Physicians’ Health Study. American Journal of Clinical Nutrition, Oktober 2001, Vol. 74/4, S. 549 ff., http://ajcn.nutrition.org/content/74/4/549.long
  15. Vgl. Gerstein, Hertzel C.: Cow’s Milk Exposure and Type I Diabetes Mellitus: A critical overview of the clinical literature. Diabetes Care, Januar 1994, Nr. 17/1, S. 13 ff., http://care.diabetesjournals.org/content/17/1/13.short
  16. Vgl. Wasmuth, Hermann E.; Kolb, Hubert: Cow’s milk and immune-mediated diabetes. Proceedings oft he Nutrition Society, November 2000, 59/4, 573-579, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11115792
Von | 2017-05-23T15:52:45+00:00 31. Januar 2017|

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