7 wenig bekannte Fakten die einen Smoothie zum Fatburner machen

Manche Smoothies machen dick, andere helfen sogar beim Abnehmen. Wie Du hier die Spreu vom Weizen trennen kannst, das erkläre ich Dir in diesem Artikel.

Grundsätzlich gibt es 7 Faktoren, die einen Smoothie zum regelrechten Fatburner machen. Als Fausformel gilt: Je mehr ein Smoothie von diesen Faktoren erfüllt, desto besser hilft er Dir beim Abnehmen.

 

1. Niedriger GI / GLYX

GI und GLYX sind Abkürzungen für glykämischer Index“. Der glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Je höher der Wert ist, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel an. Je höher der Blutzuckerspiegel, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet. Je mehr Insulin, desto mehr Hunger bekommt man und desto geringer ist die Fettverbrennung. Umgekehrt sorgen niedrig-glykämische Lebensmittel für eine geringere Insulinausschüttung, was die Fettverbrennung unterstützt und Heißhunger unterbindet.

Je nach Wirkung hat man alle Lebensmittel mit einer Zahl zwischen 1 und 100 indexiert. Grob kann man folgendes sagen: Mit einem GI bis 55 hält das Lebensmittel schlank. Dazu zählen unter anderem grüne Blätter, Gemüse, saures Obst wie z. B. Beeren, Grapefruits, Zitronen, Limetten, Äpfel sowie roher Kakao. Bei einem GLYX zwischen 55 und 75 muss man schon aufpassen und sollte nicht ganz so viel davon verzehren. Das gilt beispielsweise für Bananen, exotische Früchte, Nudeln, Reis oder Pellkartoffeln. Lebensmittel mit einem Wert von über 75 sind Dickmacher: Weizenbrot, Cornflakes, Kekse, Süßes, Kuchen, Junkfood, Softdrinks, Bier sowie die meisten Smoothies aus dem Supermarktregal.

Übrigens: Eine Liste, die Lebensmittel anhand ihres glykämischen Index einordnet, ist Teil des kostenlosen Coaching-Bundles zur 7 Tage Smoothie Challenge. Das Bundle kannst Du Dir hier herunterladen. Alle Infos zum entsprechenden Podcast-Kurs findest Du hier.

2. Gesunde Fette

Lange wurde uns das Märchen erzählt, dass jegliches Fett dick und depressiv macht sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorruft. Doch die wissenschaftliche Studienlage zeigt inzwischen sehr deutlich, dass das nur für bestimmte Fette zutreffend ist. Es gilt für die sogenannten gesättigten Fettsäuren, die in Kuhmilch, Käse und sonstigen Milchprodukten, Wurst und Fleisch sowie fetten, industriell hergestellten Produkten wie Gebäck, Pommes, Keksen und Fertiggerichten enthalten sind. Diese schlechten Fette führen zu Entzündungen – die Vorstufe fast aller chronischen Erkrankungen.

Bei den ungesättigten Fettsäuren ist hingegen das genaue Gegenteil der Fall: Eine Ernährung, die reich ist an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, wie sie u. a. in Avocados, Nüssen (z. B. Hasel-, Para- und Walnüssen), Samen (z. B. Chia-, Hanf-, Lein- und Sesamsamen), Kernen (z. B. Mandeln, Kürbis- und Sonnenblumenkernen) und hochwertigen Pflanzenölen (z. B. Kokosöl, Olivenöl und Walnussöl) enthalten sind, bringt enorme gesundheitliche Vorteile und hilft sogar beim Abnehmen. Das hat vier Gründe:

  1. Gesunde Zellwände aus hochwertigen Fetten sind besser in der Lage, Insulin zu metabolisieren, was eine bessere Regulation des Blutzuckers und damit des Fettstoffwechsels bewirkt.
  2. Gesunde Fette verbessern die Fettverbrennung und verringern Hunger sowie die Einlagerung von neuen Fettzellen.
  3. Gesunde Fette normalisieren das Appetithormon Leptin.
  4. Gesunde Fette erhöhen die Thermogenese – sie sorgen also dafür, dass Kalorien als Wärme verpuffen.

 

Gesunde Fette machen schlank, ungesunde machen dick. Klick um zu Tweeten

 

3. Hochwertiges Protein

Eiweiß macht satt und schlank. So konnte mittlerweile durch zahlreiche Studien bewiesen werden, dass Menschen immer dann mehr Gewicht verlieren und länger satt sind, wenn ihre Mahlzeiten mehr hochwertige Proteine enthalten. Erhöht man seine tägliche Proteinration, verliert man das viszerale – das gefährliche Bauchfett: Man verbessert damit sowohl den Fett- als auch den Zuckerstoffwechsel und beugt Entzündungen, Diabetes sowie Übergewicht vor.

Doch Achtung: Es sollten pflanzliche Proteine sein, da tierische Proteine nachgewiesenermaßen Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und Adipositas fördern können. Hochwertiges pflanzliches Eiweiß findest Du zum Beispiel in Hanf- und Chiasamen, Cashew-, Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Mandeln, Walnüssen, Pistazien, Quinoa, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Sprossen sowie in Spirulina- und Chlorella-Algen. Hochwertiges Eiweiß ist ferner in Moringa, Mungbohnen, Brokkoli, Pilzen sowie in diversen Kohlsorten enthalten.

 

4. Sättigung durch Magendehnung

Der größte Sättigungsreiz entsteht durch einen gedehnten Magen; um es einfach zu machen: voll = satt. Klar ist natürlich, dass wir diese Füllung durch wertvolle Lebensmittel bewirken wollen. Bei einem Fatburner-Smoothie sollten es möglichst Lebensmittel sein, die weniger als eine Kilokalorie pro Gramm liefern. Mein Geheim-Tipp lautet deshalb: Iss Chiasamen! Kommen diese einmal (im Magen und Darm) mit Flüssigkeit in Verbindung, quellen sie auf und ver-größern ihr Volumen innerhalb von knapp 10 Minuten um das 9- bis 12-Fache.

 

5. Genialer Serotoninspender

Das Hormon Serotonin macht satt, glücklich und lässt nachts besser schlafen. Deshalb sollte uns ein Fatburner-Smoothie mit B-Vitaminen und der Aminosäure Tryptophan versorgen – beide werden benötigt, damit unser Körper Serotonin bilden kann. Sie sind vor allem in Grünkohl und Petersilie, Avocados, Cashew- und Kürbiskernen, Mandeln, Hasel- und Walnüssen, Chia- und Hanfsamen, Amaranth, Datteln, rohem Kakao, Kurkuma, Nelken, Weizengras, Moringa sowie in Chlorella- und Spirulina-Algen enthalten.

 

6. Stimulation eines guten Darmmilieus

Ist der Darm gesund, ist auch der Mensch gesund – das wussten schon die alten Chinesen. Denn Tatsache ist: Wird die Ökologie auf der 300 bis 500 Quadratmeter großen Darmschleimhaut gestört, kommt es zu Erkrankungen, die scheinbar nichts miteinander gemein haben; Depressionen und Angstzustände ebenso wie Entwicklungsstörungen und Lernschwierigkeiten, aber auch Allergien und Übergewicht – ja sogar Krankheiten wie Diabetes, Parkinson oder Alzheimer.

Und da man bei Studien mit übergewichtigen Menschen festgestellt hat, dass in ihrer Darmflora grundsätzlich weniger Vielfalt herrscht und schlechte Bakteriengruppen überwiegen, sollten Fatburner-Smoothies ausreichend Eiweiß und Ballaststoffe enthalten, welche die Darmflora positiv beeinflussen. Diese sind z. B. in Chiasamen, Erdmandeln, Kokosmehl oder Gerstengraspulver enthalten. Eine gute Bakterienbesiedelung beeinflussen wir indirekt auch dadurch, indem wir bei den Fatburner-Smoothies auf Kuhmilch und Gluten verzichten sowie hin und wieder Fermentiertes wie beispielsweise Soja- oder Kokos-Joghurt einbauen.

 

7. Es sind Superfoods enthalten

Ein Fatburner-Smoothie sollte auf alle Fälle Lebensmittel enthalten, die das Immunsystem stärken, Entzündungen entgegenwirken, die Entgiftung fördern und mittels enthaltener Antioxidantien die Selbsheilungskräfte des Körpers unterstützen. Solche Lebensmittel nennt man heute neudeutsch auch „Superfoods“. Als Superfoods werden Nahrungsmittel bezeichnet, die über eine überdurchschnittlich hohe Konzentration an Nährstoffen – Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Proteine, Amino- und gute Fettsäuren, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Antioxidantien – verfügen. Dazu zählen beispielsweise Heidel- und Goji-Beeren, Hanf- und Chiasamen, Spirulina- und Chlorella-Algen, Datteln, Weizengras, Ingwer, Kurkuma, Vanille, roher Kakao, Moringa, Kokosnüsse, Zimt, Essig aber auch Brennnesseln, Gänseblümchen und Löwenzahn.

 

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Von | 2017-05-23T15:52:45+00:00 19. Mai 2017|

FASTEN

 

Bei Celebrities und Hollywoodstars wie Sarah Jessica Parker, Alicia Silverstone, Gwyneth Paltrow und Béyonce liegt es voll im Trend: Fasten – die völlige oder teilweise Enthaltung von Speisen, bestimmten Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg.

1 Ihrem Vorbild sowie dem Hippokratischen Rat folgend, fasten mittlerweile auch regelmäßig Millionen Menschen in Deutschland, um ihren Körper auf allen Ebenen von überflüssigem und u. U. auch toxischem Ballast zu befreien. Dabei sind die Möglichkeiten des Fastens vielfältig: Laut einer Forsa-Studie verzichten die Allermeisten während des Fastens auf Alkohol, Süßigkeiten sowie andere zuckerhaltige Speisen, Fleisch und Zigaretten.

Einige Wenige schalten den Fernseher öfter ab, verzichten auf Handy und Computer, oder nutzen häufiger öffentliche Verkehrsmittel und Fahrrad.2. Die Profifaster aus Hollywood & Co. gehen jedoch noch einen Schritt weiter: Sie verzichten auf feste Nahrung und Kaffee, trinken reichlich kaltgepresste Obst- und Gemüsesäfte und reinigen den Darm. Einige meditieren zudem und machen Yoga. Der Trend geht eindeutig zum 360° Reboot – ein ganzheitlicher Reboot, der nicht nur den Aspekt der Nahrung erfasst, sondern auch die beiden anderen Säulen der Gesundheit (Bewegung und mentale Balance) – das Ganze am besten Online!

 

FASTEN UND HEILEN: ALTES WISSEN UND NEUE FORSCHUNG

FASTEN IN DER FASTENZEIT – TRADITION VERSUS NEUZEIT

Als Fastenzeit wird in der römisch-katholischen Kirche der 40-tägige Zeitraum des Fastens und Betens bezeichnet, der traditionell am Aschermittwoch beginnt und der Vorbereitung auf das „Hochfest Ostern“ dienen soll. Nach dem „sündigen“ Karneval sollen sich die Menschen bewusst machen, dass sie im Prinzip jederzeit tot umfallen können und sich dann – laut propagiertem Glaube der Amtskirche – vor Gott verantworten müssten.

Heute fasten immer noch sehr viele Menschen innerhalb der traditionellen Fastenzeit. Sie tun es jedoch immer seltener, um durch das Fasten (und Büßen) den damals als externe Wesenheit begriffenen Gott zu bewegen, den Untergang von ihnen abzuwenden. Jetzt steht die Wirkung im Vordergrund: Entgiftung & Detox, Altes los und hinter sich lassen, Glücksrausch, purzelnde Pfunde, innere Ruhe, emotionale Balance, schöne Ausstrahlung sowie neue Energie.

 

WAS PASSIERT BEIM FASTEN?

Fasten ist die Existenz des menschlichen Organismus ohne Zufuhr von fester Nahrung von außen. Durch das Fasten schaltet der Organismus schrittweise die Stoffwechselprozesse um. Wie genau der Stoffwechsel umgestellt wird, hängt von der Fastenform ab. Beim Voll- oder Wasserfasten wird ganz auf die Zufuhr von Nährstoffen verzichtet und auf „Ernährung von Innen“ und zur Lebenserhaltung durch eigene Ressourcen umgeschaltet. Hier beginnt der Körper schon nach kurzer Zeit, die Fettdepots aufzulösen und sie als Energiequellen zu nutzen.

Beim Saftfasten ist das ein wenig anders. Hier verzichtet man genauso wie beim Vollfasten auf feste Nahrung, doch gleichzeitig werden dem Körper sogar wesentlich mehr Nähstoffe als üblich zugeführt. Und da für das Verdauen des Saftes nahezu keine Energie benötigt wird, kann der Körper diese vollumfänglich für Reparatur-, Aufräum- und Regenerationsarbeiten verwenden. Zudem fängt er dann relativ rasch an, sich von krankem Gewebe, Giftstoffen und Schlacken zu befreien. Als Konsequenz können die Organe wieder besser ihre Funktion erfüllen. Das Immunsystem läuft wieder auf Hochtouren und die Haut bekommt wieder einen jugendlichen Glanz.

 

SINNESTÄUSCHUNG „HUNGER“ (BEIM SAFTFASTEN)

Ein eventuelles Hungergefühl beim Saftfasten ist quasi nur eine Sinnestäuschung: Das Signal „Ich bin hungrig“ wird fast ausschließlich durch die Tatsache ausgelöst, dass der Magen leer ist. Das Faktum, dass man gleichzeitig aber überdurchschnittlich viele Nährstoffe zu sich nimmt, bleibt dabei völlig außen vor. Bis unser System das ganz verstanden hat und sich nicht mehr von einem leeren Magen täuschen lässt, können u. U. ein paar Tage ins Land gehen.

 

VIER KLASSISCHE FASTENARTEN

Beim Vollfasten (auch Wasserfasten oder Nulldiät genannt) wird nur Wasser und Tee getrunken – sonst nichts. Einen Tick weniger „streng“ ist das Heilfasten nach dem Mediziner Otto Buchinger (1878 bis 1966). Bei diesem Ansatz sind neben Wasser und Tee auch Gemüsebrühe und etwas Fruchtsaft erlaubt. Manche leiten das Heilfasten durch eine gründliche Darmreinigung mit Glauber- bzw. Bittersalz oder Einläufen ein. Beim Suppenfasten ist dreimal am Tag ein bis zwei Teller warme Suppe vorgesehen.

Die F. X. Mayr-Fastenkur besteht aus einem Drei-Stufen-Plan zur Darmsanierung aus „Schonung, Säuberung und Schulung“ – eingeleitet durch eine detaillierte Diagnostik des Darms. Die erste Stufe ist ein Tee-Wasser-Fasten, das mit einer Darmreinigung durch Bittersalz und Einläufe beginnt. Die zweite Stufe besteht aus der Milch-Semmel-Diät. Die dritte Stufe besteht aus einer basischen Schonkost mit viel Gemüse, reifem Obst, frischen Kräutern, wenig Fett und Salz (und selten Fleisch).

 

DAS MODERNE SAFTFASTEN DER CELEBRITIES UND HOLLYWOODSTARS

Als grobe Faustformel gilt: Beim modernen, basenorientierten Fasten verzichten wir auf alles, was den Körper sauer macht – Fleisch, Fisch, Milchprodukte, prozessierte Nahrungsmittel, Weißmehl, Kaffee, Zucker und zuckerhaltige Speisen, Nikotin, Alkohol und Stress. Stattdessen nehmen wir 1,5 bis 2,5 l kaltgepresste Obst- und Gemüsesäfte (möglichst grüne Säfte) zu uns, ergänzt z. B. von einer Cashewmylch, einer Goldenen Mylch oder einer Gemüsesuppe – alles natürlich in Bio-Qualität. Daneben soll genügend Quellwasser (mindestens 1 l; ohne Kohlensäure), gefiltertes Wasser, frisches Kokosnusswasser (nicht erhitzt!) oder Kräutertee getrunken werden.

Das dahinterstehende Prinzip ist einfach: Mit den Säften soll der übersäuerte Körper mit Nährstoffen geflutet und die Nährstoffdepots des Körpers wieder aufgefüllt werden. Durch das Trinken der vorgenannten Saftmenge heben wir den Körper Zug um Zug ins basische Milieu (und in einem basischen Milieu können widerum kleine oder auch große Krankheiten wie z. B. Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen weder fortbestehen noch entstehen). Gelöste Giftstoffe sollen zudem über die reichlich zugeführte Flüssigkeit aus dem Körper ausgeschieden werden.

Flankierende Maßnahmen wie z. B. Spazierengehen an der frischen Luft, Basenbäder, Darmreinigung (Colon-Hydro-Therapie), spezielle Massagen, Yoga, Meditation sowie geistige Reinigung und Sinnsuche können den Entgiftungs- und Verjüngungsprozess unterstützen und zudem auf eine ganzheitliche Ebene heben. Alles in allem könnte man deshalb sagen, dass das moderne, basenorientierte Fasten von der Gerson-Therapie inspiriert ist.

 

INTERMITTIERENDES FASTEN

Beim intermittierenden Fasten wechselt man zwischen Zeiten der normalen Nahrungsaufnahme und der Nahrungskarenz. Man isst quasi in bestimmten Zeitabständen. Durch das intermittierende Fasten sollen die Risiken für altersbedingte Krankheiten reduziert werden, das Abnehmen soll leichter gelingen und es kann zur Folge haben, dass man länger lebt. Es gibt hauptsächlich zwei Formen des intermittierenden Fastens:

  1. Ein Fastentag pro Woche
  2. Tägliche Fastenperioden – man isst nur während 4, 6 oder 8 Stunden des Tages

Eine Person, die die zweite Variante des intermittierenden Fastens schon seit knapp 30 Jahren praktiziert ist Wim Hof. Er isst immer nur nach 18 Uhr.

 

FÜR WEN IST FASTEN GEEIGNET? WER SOLLTE FASTEN? WER NICHT?

Fasten ist grundsätzlich erst einmal für jeden gesunden Menschen geeignet. Das Fasten – insbesondere das Saftfasten – kann von jedem Erwachsenen als reine Gesundheitsprävention durchgeführt werden. Saftfasten ist ganz besonders für Dich geeignet, wenn Du chronisch unter Stress stehst, Dich ständig überlastet und erschöpft fühlst oder einen hohen Alkohol-, Kaffee- und/oder Nikotinkonsum hast. Auch wenn Konzentrationsstörungen, ständige Müdigkeit, häufige Kopfschmerzen oder eine erhöhte Infektankfälligkeit zu beobachten sind, würde Dir das Fasten bzw. Saftfasten sicher sehr gut tun.

Schwangere Frauen, stillende Mütter und Diabetiker zählen jedoch zur Risikogruppe und sollten deshalb auf das Fasten verzichten. Menschen, die unter Psychosen, Depressionen und ernsten Vorerkrankungen leiden, sollten aufs Fasten ebenso verzichten bzw. nur nach Rücksprache mit ihrem Arzt fasten.

 

WER FASTET HEUTE – STUDIE IM AUFTRAG DER DAK-KRANKENKASSE

Üblicherweise wird mehr in Westdeutschland gefastet als in den neuen Bundesländern. Auch kann ein Nord-Süd-Gefälle festgestellt werden: In Bayern haben 61 % der Befragten schon einmal mehrere Wochen auf Alkohol, Süßes oder Konsumgüter verzichtet. Auffällig ist auch, dass Fastenbefürworter tendenziell einen höheren Schulabschluss oder studiert haben und überwiegend weiblich (62 %) sind. Besonders beliebt soll das Fasten in der Gruppe der 30- bis 44-Jährigen sein, sagt Ernährungswissenschaftlerin Silke Willms. Diese Altersgruppe soll oft besonders großem Stress durch die Doppelbelastung von Karriere und Familie ausgesetzt sein.3

 

SCHALTE DEN TURBO EIN: MIT YOGA UND ATEMÜBUNGEN DEN KÖRPER BEIM ENTGIFTEN UNTERSTÜTZEN

Durch das Yoga bewegst Du Deinen Körper in alle Richtungen, eingelagerte Giftstoffe lösen sich dadurch leichter, Deine Organe werden massiert und zudem mit nährstoffreichem Blut versorgt. Dein Stoffwechsel wird angeregt. Kommst Du bei den Übungen hin und wieder sogar ins Schwitzen, können Giftstoffe und Schlacken auch wunderbar über die Haut abtransportiert werden. Da ein großer Teil der Entgiftung bzw. der Ausscheidung unserer Stoffwechselschlacken, Säuren und Toxine über die Atmung laufen kann, ist die Praxis uralter, yogischer Atemtechniken zur Unterstützung der Entgiftungskur eine sehr clevere Idee (z. B. mit der Wim-Hof-Methode).

 

GEISTIGES FASTEN – AUCH MENTAL UND EMOTIONAL ENTGIFTEN

Fasten ist in Asien bzw. im Buddhismus, Hinduismus und Jainismus schon seit Jahrtausenden fest eingebunden. Der Fokus liegt dort aber schon seit jeher auf der geistigen Reinigung. Indianer nordamerikanischer Stämme nutzen das Fasten im Streben nach Visionen für ihren weiteren Lebensweg. Wenn auch Du beim Fasten in Dir aufräumen, zur Ruhe kommen oder nach Deiner Lebensvision suchen möchtest, so kannst Du in dem Buch „Die Aktivierung des Weltinnenraums – Was Sie in sich selbst bewegen, bewegen Sie in der Welt.“ von Mike Kaiser wertvolle Unterstützung finden. Hier geht’s zur Leseprobe. Kaufen kann man das Buch hier.

 

FASTEN – WAS MAN NOCH ALLES LASSEN KÖNNTE

Durch ein Fasten in den folgenden Bereichen kannst Du die Wirkung noch verstärken:

  1. Handy- bzw. Smartphone-Fasten.
  2. Tablet- bzw. Computer-Fasten.
  3. Fernseh- und Radio-Fasten.
  4. Auto-Fasten (dafür ÖPNV nutzen, auf das Fahrrad umsteigen oder zu Fuß gehen).
  5. Schweigen – für einige Stunden am Tag, einen Tag lang oder während der ganzen Saftkur.

GEHIRNFORSCHER GERALD HÜTHER: FASTEN MACHT HIGH

Nicht selten berichten Menschen vom Fasten, dass sie regelgerecht vom Glück berauscht oder völlig euphorisch – ja ekstatisch – seien. Der bekannte Gehirnforscher und Neurobiologe Prof. Dr. Gerald Hüther meint: „Zu Recht, denn für Hochgefühle beim Fasten gibt es inzwischen sogar fundierte wissenschaftliche Erklärungen!“

Hüther hat untersucht, wie Hormone und Botenstoffe auf den Nahrungsentzug reagieren. Dabei fand er heraus, wie wichtig es ist, dass die Entscheidung zum Fasten freiwillig getroffen wird. Nur unter dieser Voraussetzung nämlich stuft das Bewertungszentrum in der Hirnrinde die Situation als ’nicht bedrohlich‘ ein und verzichtet auf die Produktion von Stresshormonen, sagt Hüther. Stattdessen nimmt nach etwa drei Fasten-Tagen die Ausschüttung von Serotonin zu und sorgt für innere Harmonisierung und Zufriedenheit. Der Kopf kommt zur Ruhe, Energie wird frei. Manche kommen in einen wahren Glücksrausch. Wer fastet, schläft oft wenig und fühlt sich trotzdem erholt.

Man fühlt sich verbundener mit sich selbst und allem was ist sowie gelassener und offener. Nicht nur Geschmack oder Duft werden intensiver wahrgenommen, alle Sinne und die gesamte Wahrnehmung sind beim Fasten geschärft. Selbst wer mit Gott und Glauben nichts zu tun hat, ahnt in dieser Zeit der Enthaltsamkeit, warum alle großen Religionen auch Fasten-Programme kennen: Ich brauche bescheiden wenig für diese Ausgeglichenheit und innere Ruhe, so die heilsame Erkenntnis. Und wer das erkennt, hat weniger Angst, kann Loslassen und mit mehr Gelassenheit auch größere Veränderungen im eigenen Leben anschieben.

Diese neurobiologischen Effekte können zwar erst seit relativ kurzer Zeit wissenschaftlich erklärt werden, unabhängig davon sind sie aber vielen Kulturen altbekannt: sie wenden das Fasten ganz gezielt z. B. zur Erlangung transzendentaler Bewusstseinszustände an. 4

 

FASTEN KANN SCHMERZLINDERNDE UND STIMMUNGSAUFHELLENDE WIRKUNG HABEN

Andreas Michalsen vom Immanuel Krankenhaus Berlin untersuchte Fasten als eine Methode zur Stimmungsverbesserung bei chronischen Schmerzen. Studien konnten bereits herausfinden, dass Fasten über einen Zeitraum von 7-21 Tagen wirksam bei der Behandlung von rheumatischen Erkrankungen und chronischen Schmerzsyndromen eingesetzt werden kann. Michalsen konnte mittels experimenteller Forschung belegen, dass Fasten die Konzentration von Serotonin, endogenen Opioiden und Endocannabinoiden im Gehirn erhöht, was mit einer gesteigerten Aufmerksamkeit und verbesserten Stimmungslage korreliert.

Die durch das Fasten hervorgerufene neuroendokrine Aktivierung und erhöhte Produktion neurotrophischer Stoffe kann ebenfalls zur verbesserten Stimmungslage beitragen. Die Untersuchung ergab, dass Heilfasten durch seine schmerzlindernde und stimmungsaufhellende Wirkung die herkömmliche Therapie chronischer Schmerzpatienten als mögliche Behandlungsmethode sinnvoll ergänzen kann. 5

 

FASTEN KANN BLUTDRUCK NORMALISIEREN

Alan Goldhamer befasste sich gemeinsam mit einigen Kollegen in der amerikanischen Studie mit der gesundheitsfördernden Wirkung von Fasten bei Bluthochdruck. Für die Studie erhielten 174 Probanden mit einem systolischen Blutdruck über 140 mmHg, diastolischen über 90 mmHg oder beidem ein medizinisch betreutes Fastenprogramm. Dieses bestand aus einem zwei- bis dreitägigen Vorfasten mit einer Ernährung aus Obst und Gemüse, darauf folgend etwa zehn bis elf Tage lang Wasserfasten und schließlich einer sechs- bis siebentägigen Umgewöhnung auf eine fettarme, vegane Diät.

Nahezu 90 % der Probanden erreichten im Zuge der Studie einen Blutdruckwert niedriger als 140/90 mmHg, durchschnittlich konnte der Blutdruck um 37/13 mmHg gesenkt werden. Die Einnahme von Antihypertensiva konnte von den 6,3 % des Sample, die zuvor Medikamente nahmen, nach der Behandlung erfolgreich eingestellt werden. Die Studie belegt damit, dass Wasserfasten eine wirksame Methode zur Normalisierung des Blutdrucks darstellt. 6

 

FASTEN KANN GEDÄCHTNIS UND KONZENTRATION VERBESSERN

Abdulaziz Farooq und weitere Wissenschaftler vom Aspetar Orthopaedic and Sports Medicine Hospital in Doha (Qatar) wollten die neurologischen und psychologischen Wirkungen des Fastens ergründen. Dazu wurden im Jahr 2010 achtzehn junge muslimische Menschen ausgewählt, die zwischen neun und fünfzehn sind. Sie wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, die jüngeren (9-12 Jahre) und die Jugendlichen (13-15 Jahre).

Die Jungs wurden von den Ärzten vor der Fastenzeit, während der ersten und letzten Woche des Ramadans und danach untersucht. Zudem wurde ihr Schlafmuster, die Ernährung sowie ihre Bewegungen aufgenommen und festgehalten, um die Ergebnisse genauestens auswerten zu können. Bei jedem Klinikbesuch mussten sie verschiedene Tests machen. So mussten sie z. B. Aufgaben lösen, die das Gedächtnis oder aber das räumliche Denkvermögen beanspruchten.

In der ersten Woche des Fastens stellte sich nur bei den kleineren Jungs ein Körperfettverlust heraus, der relativ gering war. Dafür war die Eiweißaufnahme höher als sonst und gegen Ende der Ramadan-Zeit konnte eine hohe Reduzierung von Hämoglobin festgestellt werden. Während der vierten Woche litten alle Teilnehmer unter starkem Schlafmangel, da bei ihnen die durchschnittliche Schlafdauer auf 1,8 Stunden gesunken war. Auffällig war dann allerdings, dass genau in dieser Periode die Gedächtnis- und Konzentrationsleistungen signifikant besser waren! 7

 

FASTEN KANN ARTHROSE ENTGEGENWIRKEN

Wissenschaftler vom Kompetenzzentrum Naturheilverfahren (Klinik für Innere Medizin II) und des Instituts für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik des Universitätsklinikums Jena sowie des Immanuel-Krankenhauses (Charité Campus Benjamin Franklin – Abteilung für Naturheilkunde) in Berlin Wannsee führten eine Untersuchung zur Wirkung des Heilfastens auf Schmerz, Befindlichkeit und Gelenkfunktion bei Patienten mit Arthrose durch.

Es nahmen 30 Probanden (zweiundzwanzig Frauen und acht Männer) mit Fingergelenks-, Cox- und Gonarthrose teil. Sie unterzogen sich einer zweiwöchigen Fastenintervention nach Buchinger mit drei Entlastungstagen, acht Fastentagen (300 kcal) und vier Aufbautagen sowie Follow-up nach vier und zwölf Wochen. Untersucht wurden die Schmerzintensität, Anlauf-, Belastungs- und Ruheschmerz, Druckschmerzschwelle, Gelenkfunktion, gesundheitsbezogene Lebensqualität, der Western Ontario and McMasters Universities Arthrose-Index (WOMAC), Analgetika-Konsum, Body-Mass-Index, Bauchumfang, Blutdruck, Puls sowie umfangreiche serologische Parameter.

Als Ergebnis konnte eine signifikante Reduktion von Körpergewicht und BMI, Abnahme des Bauchumfangs im Fasten- und gesamten Studienzeitraum attestiert werden. Das war vielleicht ja noch zu vermuten. Verblüffend war hingegen, dass sich eine signifikante Schmerzreduktion sowie eine Befindlichkeits- und Gelenkfunktionsverbesserung einstellte. Hinzu kam, dass zeitgleich auch der Schmerzmittelverbrauch reduziert werden konnte. Entgleisungen autonomer bzw. metabolisch-serologischer Parameter wurden nicht beobachtet. 8

 

FASTEN SETZT ENORME KRÄFTE FREI, KANN DEN KÖRPER STÄRKER UND IHN GEGEN SCHADSTOFFE WIE CHEMOTHERAPEUTIKA SCHÜTZEN

Valter Longo ist Professor für Biogerontologie und Zellbiologie an der Davis School of Gerontology (University of Southern California, USA) und Direktor des Longevity Institutes in Los Angeles (USA). Longo und sein Team hatten ungefähr ab 2007 begonnen, die Auswirkungen des Fastens auf Krebs und Chemotherapie zu untersuchen. In einer der ersten Studien mit Mäusen konnten sie zeigen, dass Fasten enorme Kräfte freisetzt, den Körper stärker macht und ihn gegen Schadstoffe wie Chemotherapeutika schützt.

Der Versuchsaufbau war simpel: Sie teilten krebskranke Mäuse in zwei Gruppen auf. Die eine Gruppe fastete 60-48 Stunden vor der Gabe von Chemotherapeutika. Die zweite Kontrollgruppe ernährte sich normal. Das Ergebnis sorgte in Medizinerkreisen für Wirbel: Von 28 Mäusen der ersten Gruppe war nur eine gestorben. Bei der Kontrollgruppe waren hingegen 20 von 37 verstorben. Die Ergebnisse konnten in weiteren Studien erhärtet werden. 9 10 11

 

VORTRAG VON VALTER LONGO: ESSEN, FASTEN UND LÄNGER LEBEN

Hier geht’s zum Vortrag.

 

FASTEN KANN KREBSTUMORE SCHRUMPFEN LASSEN UND KANN CHEMOTHERAPIE EFFEKTIVER MACHEN

Man wusste nun, dass Fasten vor der Chemotherapie den Körper stärker macht und ihn vor Chemotherapeutika schützt. In Folgestudien mit Mäusen bei ähnlichem Versuchsaufbau konnte Longo zudem herausfinden, dass kurzzeitiges Fasten vor der Chemotherapie Krebstumore sogar schrumpfen lässt und Metastasen verringert.

Die Kombination von Fasten mit Chemotherapie war ohne Ausnahme viel effektiver als die Chemotherapie allein – Metastasen haben sich um 40 % stärker reduziert, so berichteten die Forscher im Fachmagazin „Science Translational Medicine“. Das hatte sich in Versuchen mit verschiedensten Krebsarten gezeigt, darunter menschlichem Brustkrebs, Eierstockkrebs und Gehirntumoren. Fünf der acht getesteten Krebsarten hatten sogar auf das Fasten alleine reagiert!

Die Forscher gewannen in ihren Studien dann auch hinweise darauf, warum sich das Fasten so positiv auswirkte: Beim Fasten veränderten sich die Gene – aber nicht von allen Zellen in gleicher Weise! Während die Gene von gesunden Zellen beim fastentypischen Nährstoffmangel in eine Art Schutzbetriebsmodus umschalteten, geschah das bei kranken Zellen nicht. Bei Krebszellen wurde dies durch Krebsgene – sogenannte Onkogene – verhindert. Stattdessen sorgten die andersartigen Informationen der Onkogene beim Fasten für ein ungebremstes Wachstum der Krebszellen.

Mehr noch: Sie wurden sogar immer aktiver und versuchten verzweifelt, den im Blut vorhandenen Nährstoffmangel zu kompensieren. Sie versuchten, neue Proteine zu erzeugen und sich zu teilen. Analysen von Zellproben zeigten, dass diese Aktivitäten der Krebszellen zu einer Kaskade von Ereignissen führten, bei der zellschädigende Moleküle – sogenannte freie Radikale – entstanden. Diese freien Radikale zerstörten die DNA der Krebszellen und führten zu ihrem Absterben. „Die Krebszellen begangen letztlich Selbstmord“, sagte Longo. 12 13 14

 

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  1. Vgl. Savacool, Julia: A Juicier You. Epicurious.com; http://www.epicurious.com/archive/healthy/news/cleanses
  2. Vgl. Umfrage: Alkohol und Süßigkeiten werden zur Fastenzeit gestrichen. Spiegel Online, 16.02.2015; http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/umfrage-zur-fastenzeit-die-meisten-verzichten-auf-alkohol-und-suesses-a-1018661.html
  3. Ebenda
  4. Vgl. Hüther, Gerald: Neurobiologische Effekte und psychische Auswirkungen des Fastens. UGB-Tagung „Fasten aktuell“, 6.-8.05.1999; https://www.ugb.de/richtig-fasten/neurobiologische-effekte-psychische-auswirkungen-fastens/
  5. Vgl. Michalsen, Andreas: Prolonged Fasting as a Method of Mood Enhancement in Chronic Pain Syndromes: A Review of Clinical Evidence and Mechanisms. Current Pain and Headache Reports, April 2010, Volume 14, Issue 2, pp 80-87; http://link.springer.com/article/10.1007/s11916-010-0104-z
  6. Vgl. Goldhamer, Alan et al.: Medically Supervised Water-only Fasting in the Treatment of Hypertension. Journal of Manipulative and Physiological TherapeuticsVolume 24, Number 5, June 2001, p 335-339; http://de.scribd.com/doc/32727377/Medically-Supervised-Water-only-Fasting-in-the-Treatment-of-Hypertension
  7. Vgl. Farooq, Abdulaziz et al.: A Prospective Study of the Physiological and Neurobehavioral Effects of Ramadan Fasting in Preteen and Teenage Boys. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, Volume 115, Issue 6, June 2015, Pages 889–897; http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S221226721500163X
  8. Vgl. Schmidt, Sebastian et al.: Unkontrollierte klinische Studie zur Wirksamkeit ambulanten Heilfastens bei Patienten mit Arthrose. Forschende Komplementärmedizin, 010;17:87–94, DOI: 10.1159/000285479; http://www.kneippaerztebund.de/fileadmin/upload/dokumente/pdf/publikationen/Prof.%20Uhlemann%20Artikel%20Heilfasten%20bei%20Arthrose.pdf
  9. Vgl. Raffaghello, Lizzia et al.: Starvation-dependent differential stress resistance protects normal but not cancer cells against high-dose chemotherapy. PNAS, cgi doi 10.1073 pnas.0708100105; http://www.pnas.org/content/early/2008/03/28/0708100105.abstract; http://www.pnas.org/content/early/2008/03/28/0708100105.full.pdf
  10. Vgl. Lee, C. und Longo, V.: Fasting vs dietary restriction in cellular protection and cancer treatment: from model organisms to patients. Oncogene (2011) 30, 3305–3316; doi:10.1038/onc.2011.91; http://www.nature.com/onc/journal/v30/n30/full/onc201191a.html
  11. Vgl. Tinkum, Kelsey L. et al.: Fasting protects mice from lethal DNA damage by promoting small intestinal epithelial stem cell survival. PNAS, Vol. 112, No. 51, E7148–E7154, doi: 10.1073/pnas.1509249112, http://www.pnas.org/content/112/51/E7148.abstract
  12. Vgl. Lee, Changhan et al.: Fasting Cycles Retard Growth of Tumors and Sensitize a Range of Cancer Cell Types to Chemotherapy. Science Translational Medicine, 2012 March 7; 4(124): 124ra27, doi:10.1126/ scitranslmed.3003293; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3608686/pdf/nihms-438726.pdf
  13. Vgl. Longo, Valter et al.: Calorie restriction and cancer prevention: metabolic and molecular mechanisms. Trends Pharmacol Sci. 2010 Feb;31(2):89-98. doi: 10.1016/j.tips.2009.11.004. Epub 2010 Jan 25; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20097433
  14. Vgl. Safdie, Fernando M. et al.: Fasting and cancer treatment in humans: A case series report. Aging (Albany NY). 2009 Dec; 1(12): 988–1007, published online 2009 Dec 31, PMCID: PMC2815756; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2815756/
Von | 2017-05-23T15:52:49+00:00 25. November 2016|

WIM HOF METHODE: Tiefes Atmen + Kältetherapie setzen ungeahnte Superkräfte frei

WAS IST DIE WIM HOF METHODE?

Die Wim Hof Methode ist im engeren Sinne eine extrem wirkungsvolle Atemübung. Korrekt praktiziert führt sie dazu, dass der Mensch regelrechte Superkräfte entwickelt, weil der Körper durch sie in seinen bestmöglichen Funktionsmodus versetzt wird. In diesem Modus ist jeder Mensch in der Lage, alle möglichen Herausforderungen viel leichter zu meistern. Deshalb sollte jeder, der aus sich die bestmögliche Version machen möchte, diese Technik unbedingt beherrschen.

Im weiteren Sinne besteht die Wim Hof Methode aus drei Elementen:

      1. Atemübungen
      2. Yoga- bzw. Stretching-Übungen
      3. Graduelle Kältetherapie/Eisbad sowie Meditation/mentale Konzentration auf das dritte Auge während der Kältetherapie

Die Atemübungen bilden den ersten Teil der Wim Hof Übungssequenz. Sie gleichen in gewisser Weise einer kontrollierten Hyperventilation, wenngleich der für eine Hyperventilation typische Stressauslöser fehlt. Die Wim Hof Atemübungen erhöhen die Sauerstoffversorgung des Körpers, regulieren die Schmerzrezeptoren herunter, steigern den pH-Wert und machen den Körper schlussendlich basisch.

Außerdem wird dabei nachweislich DMT (Dimethyltryptamin) ausgeschüttet! DMT wird als das spirituelle Molekül bezeichnet, welches bei Aufwacherlebnissen, Nahtoderlebnissen und Ayahuasca-Sessions in massiven Dosen freigesetzt wird. Laut Terence McKenna, der die Bekanntheit von DMT durch seine Vorträge, Bücher und Interviews auf das jetzige, noch nie da gewesene Level brachte, nannte DMT in seinem 1994er Vortrag „Rap Dancing Into the Third Millenium“ „das stärkste der Menschheit und der Wissenschaft bekannte Halluzinogen“ und „das gebräuchlichste Halluzinogen der Natur“. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass man seine eigenen Drogen durch diese Atemübung produziert.

Die anschließenden Yoga- und Stretching-Übungen halten den Körper geschmeidig. Zudem helfen sie, eventuelle Blockaden zu lösen. Durch die ersten beiden Schritte wird der Körper und der Geist optimal auf die Kälte – den dritten Teil der Übungssequenz – vorbereitet. Der Kontakt mit der Kälte führt sofort zur vollen Präsenz im Hier und Jetzt. Wer den Fluchtreflex des Reptiliengehirns nun hinter sich lässt und sich zunehmend in die Situation hinein entspannt, erreicht nicht selten einen tiefen Zustand der Meditation. Mit einiger Übung kann es durchaus vorkommen, dass die Kälte sogar als Wärme empfunden wird.

WIE FÜHLT ES SICH AN, WENN MAN DIE WIM HOF METHODE (ATEMÜBUNG) PRAKTIZIERT?

Bitte beachte die Warnhinweise am Ende dieses Beitrags, bevor Du mit den Übungen beginnst. Folgende Erfahrungen kannst Du beim Praktizieren der Wim Hof Methode machen:

        • Kribbeln in bestimmten Körperregionen wie z. B. den Händen, den Unterarmen, den Füßen oder aber auch im ganzen Körper (die Stärke ist abhängig davon, wie intensiv man atmet)
        • Benommenheit oder Schwindelgefühl – vor allem nach dem Anhalten des Atems (anfänglich bei manchen häufiger … lässt dann immer mehr nach)
        • Verbessertes Energielevel – Du fühlst Dich topfit
        • Positiver Gemütszustand – Die ausgeschütteten Hormone, Endorphine und Neurotransmitter sorgen dafür, dass Du anschließend super gelaunt bist
        • Absolute Klarheit und Aufmerksamkeit

Wenn Du die Wim Hof Methode am frühen Morgen praktizierst, dann kannst Du anschließend ganz leicht auf den Kaffee verzichten (sofern Du Kaffee trinkst und ihn z. B. reduzieren möchtest).

WER IST WIM HOF?

Wim Hof, oder auch „the Iceman“ genannt, ist ein in Holland geborener Weltrekordhalter, Abenteurer, Draufgänger, Naturbursche und ein menschliches Versuchskaninchen. Mittlerweile ist er sogar weltweit für seine Fähigkeit bekannt, extreme Kälte scheinbar mit Links auszuhalten. Ich habe ihn in 2016 zwei Mal persönlich getroffen und finde ihn sehr sympathisch. Er ist super entspannt, witzig, immer gut drauf, spielt Gitarre, läuft nahezu immer mit T-Shirt und Shorts herum und verliert sich gerne, wenn er redet. Wim Hof ist ein absolut faszinierender, charismatischer Typ. Ich mag ihn sehr.

Einige der verrücktesten Leistungen von Wim Hof, der mehr als 20 Weltrekorde hält, sind:

      • Den Mount Everest nur mit einer Short bekleidet und ohne Sauerstoffmaske (bis knapp unter den Gipfel) bestiegen
      • Barfuß und nur mit einem Short bekleidet einen Marathon oberhalb des Polarkreises in Finnland gelaufen
      • Den Gipfel des Kilimanjaro in weniger als 2 Tagen erreicht – natürlich nur in Shorts
      • Oberhalb des Polarkreises: 66 Meter unter einem Meter dicken Eis getaucht
      • Mehr als zwei Stunden regungslos in einem Eisbad gesessen
      • 2011: Einen Marathon in der Wüste Namib gelaufen – ohne Wasser

… Und das ist nicht alles!

MISSION & PHILOSOPHIE: WIM HOF’S MESSAGE

Wim Hof will der Welt zeigen, dass alle Menschen können, was er kann. Zudem will er durch wissenschaftliche Studien beweisen, dass sein Ansatz der Menschheit gute Dienste leisten kann. Ihm geht es darum zu vermitteln, dass jeder Mensch eine innere Weisheit hat. Diese kann er sich erschließen, indem er in einen intensiven Kontakt mit seiner physischen Natur tritt und dabei voll präsent ist. „Viele Probleme können allein dadurch gelöst werden, dass die Menschen diesen intensiven Kontakt mit ihrem physischen Körper wieder herstellen (anstatt oft erfolglos zu versuchen, ihre Probleme mit dem Verstand zu lösen)“, so Wim Hof. Seiner Ansicht nach ist diese Verbindung in der heutigen Zivilisation verkümmert. Aber die gute Nachricht ist: sie kann reaktiviert werden.

Folgende Mantras kann man von Wim Hof immer wieder hören:

      • Höre auf Deinen Körper, er hat die Antwort.
      • Ich bin nichts Besonderes. Was ich kann, kann jeder.
      • Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich habe Angst, nicht voll zu leben.
      • Wir alle sitzen auf einem gewaltigen Reservoir an unerschlossenen, supermenschlichen Fähigkeiten. Jeder kann sich diese erschließen.
      • Atem ist Leben.
      • Kälte ist Gott.
      • Fühlen ist Verstehen.
Ich habe keine Angst vor dem Tod, ich habe Angst, nicht voll zu leben. (Mantra von Wim Hof) Klick um zu Tweeten


WIM HOF METHODE VERSUS TUMMO

Ich habe sowohl die Wim Hof Methode von Wim Hof persönlich, als auch die Tummo-Praxis von einem anerkannten tibetischen Lama erlernt. Beide Ansätze haben durchaus Gemeinsamkeiten, liegen dann aber in der konkreten Praxis doch weit auseinander.

Während die Wim Hof Methode ihre Power in erster Linie durch die Atemübung bezieht, welche die Schmerzrezeptoren runterreguliert und man sich zudem graduell an die Kälte gewöhnt geht es bei der klassichen Tummo-Praxis vielmehr um das Visualisieren sowie das tatsächliche Empfinden von Hitze im eigenen Körper. Beide Techniken stelle ich auf dieser Seite in kostenlosen E-Kursen zur Verfügung (siehe weiter unten). Jeder kann sich also selbst ein Bild davon machen. Ich finde beide Techniken großartig und habe mittlerweile damit begonnen, beide Methoden miteinander zu verbinden.

WARUM SOLLTEST DU DIE WIM HOF METHODE PRAKTIZIEREN? WELCHE WISSENSCHAFTLICHEN BELEGE GIBT ES?

Die bisherigen wissenschaftlichen Untersuchungen der Wim Hof Methode haben gezeigt, dass deren Ausübung die Beeinflussung des autonomen Nervensystems und des Immunsystems ermöglicht. Das bedeutet, dass diese Technik von hohem Wert für die Menschheit ist. Die Methode scheint Menschen zu befähigen, ihre Gesundheit völlig eigenständig und ohne externe Faktoren positiv beeinflussen zu können. So kann der pH-Wert des Blutes und auch die Stimmung angehoben werden. Aber auch für die Leistungssteigerung (z. B. im Sport) ist sie von großer Bedeutung.

Fühlen ist Verstehen. (Mantra von Wim Hof) Klick um zu Tweeten

BEWUSSTE STEUERUNG DES „AUTONOMEN“ NERVENSYSTEMS

Jan Groothuis von der Radboud University in Nijmegen / Holland hat Wim Hof bei einem 80-minütigen Eisbad überwacht und das unmöglich geglaubte festgestellt. (Dabei sei kurz angemerkt, dass eine untrainierte Person unter diesen Bedingungen in der Regel an Unterkühlung sterben würde): Die Körpertemperatur von Hof hatte sich in der ganzen Zeit fast nicht verändert. Durch seine Methode hatte er willentlich sein autonomes Nervensystem und sein Herz-Kreislauf-System beeinflusst 1. Bislang ist man davon ausgegangen, dass so etwas unmöglich sei. Deshalb heißt das autonome Nervensystem ja auch so und nicht anders. Diese Praxis ist demnach eine wissenschaftliche Sensation – die Schulbücher müssen nun neu geschrieben werden. 2

KANN NUR WIM HOF DAS IMMUNSYSTEM BEEINFLUSSEN UND STÄRKEN?

2011 ließ sich Wim Hof freiwillig unter ärztlicher Aufsicht von Prof. Dr. Peter Pickkers an der Radboud University in Nijmegen / Holland E coli Endotoxin spritzen. Das Verabreichen dieser Substanz lässt den Körper glauben, er würde angegriffen werden, was normalerweise relativ rasch und für einige Stunden grippeartige Symptome wie Fieber, Übelkeit, Schüttelfrost und starke Kopf- und oder Muskelschmerzen hervorruft. Hof hatte lediglich leichte Kopfschmerzen und konnte damit beweisen, dass er willentlich die Reaktion auf die Bakterien und damit sein Immunsystem beeinflussen kann.

Die Forscher konnten bei ihm im Vergleich zu anderen Versuchsteilnehmern eine erhöhte Ausschüttung des Stresshormons Cortisol feststellen, welches durch eine gesteigerte Aktivität des sympathischen Nervensystems (Sympathikus = versetzt den Körper in erhöhte Leistungsbereitschaft) ausgeschüttet wird und die Immunreaktion dämpft. Entsprechend war auch das Niveau der in Hof’s Blut festgestellten Entzündungsmediatoren viel geringer. Seine Immunantwort war 50 Prozent geringer als die der anderen Probanden. Zudem konnten fast keine Grippesymptome beobachtet werden – und das alles nur durch „ein bisschen Atmen und ein wenig Meditieren“ (Ironie). 3 4

NEIN, JEDERMANN KANN DAS IMMUNSYSTEM BEEINFLUSSEN UND STÄRKEN!

Hof wollte aber nicht, dass er als Ausnahme angesehen wird. Vielmehr wollte er zeigen, dass jedermann ein solches Ergebnis erzielen könnte. Deshalb wurde das Experiment 2013 wiederholt. Wim Hof trainierte dafür 12 freiwillige Holländer 10 Tage lang. Sie trainierten die Atemtechnik und die Dritte-Auge-Meditation. Ferner setzten sie sich graduell immer länger der Kälte aus. Als Sie wieder zurück in Holland waren, bekamen diese 12 Testpersonen sowie 12 untrainierte Teilnehmer (Kontrollgruppe) die gleiche Dosis E coli Endotoxin gespritzt. Das Ergebnis war das gleiche wie bei Wim Hof! Es hat sich damit gezeigt, dass ganz „normale“ Menschen innerhalb kürzester Zeit in der Lage sind, ihr eigenes Immunsystem zu steuern! Die Wim Hof Methode könnte damit überdies ein neuer Behandlungsansatz für entzündliche Krankheiten wie z. B. Autoimmunerkrankungen darstellen. 5

Become strong, happy and healthy. (Mantra von Wim Hof) Klick um zu Tweeten

WIM HOF METHODE MOBILISIERT ENERGIERESERVEN

In der letztgenannten Studie wurde überdies festgestellt, dass der Adrenalin- bzw. Epinephrinausstoß bei den Testpersonen während der Atemübung selbst im Bett liegend ein höheres Level erreichte, als er bei Bungee-Jumpern gemessen wurde. Adrenalin wirkt aktivierend und sorgt u. a. für eine schnelle Energiebereitstellung durch Fettabbau. Außerdem aktiviert Adrenalin das Herz-Kreislauf-System. 6

WIM HOF METHODE ERHÖHT PH-WERT DES BLUTES UND MACHT BASISCH

In der Studie, in der Freiwillige die Wim Hof Methode angewendet und die gleichen Ergebnisse erzielt hatten, konnten Forscher ebenso feststellen, dass die Probanden durch die Atemtechnik den pH-Wert ihres Blutes temporär bis zum Wert von 7,75 erhöht hatten! Der Normbereich liegt bei 7,35 bis 7,45. 7

KÄLTETHERAPIE KANN DEPRESSION ENTGEGENWIRKEN

Ein weiterer interessanter Aspekt der körperlichen Reaktion auf Kälte ist, dass er dabei stoßartig das Hormon Noradrenalin (Norepinephrin) in Mäusen8 und Menschen9 erhöht. Diese „Antwort“ wird durch das sympathische Nervensystem vermittelt, dessen Hauptzweck darin besteht, den Kampf-oder-Flucht-Reflex des Körpers zu stimulieren.

Das ist insofern spannend, weil in einer anderen Studie gezeigt wurde, dass bei Depression immer ein niedriges Level an Noradrenalin vorherrscht bzw. eine Anhebung des Noradrenalin-Wertes die Symptome verringert.10 Eine erhöhte Ausschüttung von Noradrenalin geht einher mit erhöhtem Fokus und verbesserter Aufmerksamkeit.

Es lindert Schmerz, z. T. weil es Entzündungen verringert. Norepinephrin wirkt aber auch als Hormon: Wenn es in den Blutkreislauf freigesetzt wird, erhöht es die sogenannte Vasokonstriktion (von lat. vas ‚Gefäß‘ und constringere ‚zusammenschnüren‘; ist der medizinische Fachbegriff für Gefäßverengung). Sie hilft natürlich bei der Erklärung, warum Norepinephrin bei unserer Reaktion auf Kälte eine wichtige Rolle spielt: Durch die Erhöhung der Vasokonstriktion verringern wir die Gesamtfläche, mit der das Blut in der Lage ist, die Hitze an die Umwelt zu verlieren.

Ich bei einem meiner Eisbäder im Winter 2016:

WIE KALT SOLLTE ES SEIN, DAMIT DIESE WIRKUNG ENTSTEHT?

Es scheint alles dafür zu sprechen, dass es eine Temperaturschwelle für die Aktivierung des sympathischen Nervensystems gibt. So zum Beispiel scheint ein einstündiges Kaltwasser-Bad bei 20° C (68° F) keine Norepinephrin-Freisetzung zu aktivieren, während 1 Stunde bei 14° C (57° F) die Norepinephrin-Freisetzung um 530% und die Dopamin-Ausschüttung um 250% erhöht.11 Meiner Auffassung nach ist Dopamin ja eine sehr gute Ergänzung zu Norepinephrine.

Um eine starke Freisetzung von Norepinephrin hervorzurufen, muss man sich jedoch nicht sehr lange der Kälte aussetzen. Eine Langzeitstudie12 beim Menschen verglich Personen, die 20 Sekunden lang in kaltem Wasser bei 4,4° C (40° F) badeten, mit solchen, die dreimal pro Woche eine zweiminütige Ganzkörper-Kryotherapie bei -110°C (-166°F) durchgeführt haben. Dabei hat man festgestellt, dass in beiden Fällen das Plasma-Norepinephrin in gleichem Maß 2 bis 3-fach (200 bis 300%) erhöht war. Es zeigte sich hierbei auch, dass sich die Freisetzung von Norepinephrin durch die Gewöhnung an die Kälte nicht verminderte.

DIE ROLLE DES KÄLTSCHOCKPROTEINS

Vieles von dem, was wir heute über die physiologischen Reaktionen auf Kälte wissen, kommt aus der Forschung mit Säugetieren, die einen Winterschlaf machen. Der Winterschlaf geht mit einer tiefgreifenden metabolischen Verschiebung einher. Diese wird von der grundlegenden biologischen Notwendigkeit getragen, im Winter bestmöglich Energie zu sparen.

Wenn der Körper runtergekühlt wird, werden gleichzeitig viele Gene abgeschaltet. Die Ausnahme bilden solche Gene, die am Lipidstoffwechsel (Fettverbrennung) beteiligt sind, und solche, die man als Kälteschockproteine bezeichnet. Beim Kontakt mit Kälte wird der Ausdruck dieser beiden Kategorien von Genen erhöht und es entstehen mehr Kälteschockproteine.

Ein Kälteschockprotein, welches als RNA-Bindungsmotiv 3 (RBM3) bekannt ist, spielt im Sinne unserer Diskussion eine besonders interessante Rolle. RBM3 kann in Gehirn, Herz, Leber und Skelettmuskeln gefunden werden und es erhöht schon bei geringem Kältekontakt seine Aktivität stark.13

KÄLTE & GEHIRN: DIE REAKTIVIERUNG VON SYNAPSEN, DIE BEREITS AM RANDE DES ABGRUNDS STANDEN

Synapsen sind neuronale Verknüpfungen, über die Nervenzellen in Kontakt zu anderen Zellen – wie z. B. Sinneszellen, Muskelzellen, Drüsenzellen oder anderen Nervenzellen – stehen. Sie bilden das Fundament der nervlichen Kommunikation und sind damit maßgeblich an der Entstehung von Erinnerungen beteiligt.

Synaptische Verbindungen lösen sich allerdings unter Kälteeinfluss auf. Dieses interessante Phänomen wurde zuerst bei Studien mit überwinternden Säugetieren beobachtet. Wenn die Tiere ihre Körpertemperatur aber wieder angehoben hatten, dann regenerierten auch die Synapsen fast zu 100 Prozent! Das ist eine unglaubliche Leistung. Das Beste ist, dass dieser Effekt nicht nur auf überwinternde Tiere beschränkt ist! Er zeigte sich auch schon bei Labormäusen, welche ja keinen Winterschlaf halten.

KÄLTE REGENERIERT SYNAPSEN FAST ZU 100 PROZENT

Bei Mäusen, die mittels pharmakologischer Einflüsse sowie durch einen 45-minütigen Aufenthalt in einer 5° C (45° F) kalten Umgebung abgekühlt wurden, konnte ein Verlust an Synapsen im Hippocampus von 26% festgestellt werden. Der Hippocampus ist der Teil des Gehirns, der für Lernen und Gedächtnis verantwortlich ist. Sobald sich diese Mäuse jedoch wieder aufgewärmt hatten, konnten sie rund 93% der Synapsen, die durch die Kälte verloren gegangen waren, wieder regenerieren.14

Aber jetzt kommt die spannende Nachricht: Der Mechanismus, durch den die verlorenen Synapsen regenerieren, ist von der Steigerung der Aktivität von RBM3 – dem Kälteschockprotein – abhängig. Zufälligerweise haben wir Menschen dieses auch!

RBM3 stellt eine wesentliche Voraussetzung für die Wiederherstellung der Synapsen dar.  Dieses Kälteschockprotein spielt eine zentrale Rolle bei der Anbindung an die RNA, um die Proteinsynthese an den Dendriten zu erhöhen, welche wiederum Bestandteil der Neuronen sind, die mit den Synapsen kommunizieren. Und genau das ermöglicht es dem Kälteschockprotein RBM3, die beschädigten Neuronen zu regenerieren.

Ich bin nichts Besonderes. Was ich kann, kann jeder. (WIM HOF) Klick um zu Tweeten

ZWEI KÄLTEANWENDUNGEN IN ZWEI WOCHEN ERHÖHEN DEN SCHUTZ FÜR ACHT WOCHEN

Nach dem vorgenannten Protokoll reichte ein einmaliger, 45-minütiger Kontakt mit Kälte bei 5° C (41° F) aus, um RBM3 im Gehirn von Mäusen für 3 Tage zu erhöhen. Wenn diese Prozedur jedoch einmal wöchentlich für zwei Wochen in Folge wiederholt wurde, dann hatte sich dadurch nicht nur der Ausdruck von RBM3 nachhaltig erhöht, und zwar nicht nur für diese zwei Wochen, sondern für weitere 6 Wochen im Anschluß!15

Was wäre, wenn sich Synapsen nicht nur von Beschädigungen durch Kälte auf die gleiche Weise erholen könnten? Hier könnte es richtig spannend werden!

In einem Experiment konnte beispielsweise schon gezeigt werden, dass eine RBM3-Überexpression, welche durch den Kontakt mit Kälte herbeigeführt wurde, bei Mäusen mit Alzheimer zu einem anhaltenden synaptischen Schutz geführt, nachhaltig Verhaltensdefizite verhindert und eine signifikante Verlängerung des Lebens bewirkt hatte.16 Offensichtlich gibt es hier einige neuartige und sehr interessante Mechanismen. Und die Möglichkeit, Synapsen durch regelmäßige Kälteanwendungen effektiv zu schützen, könnte enorme Auswirkungen auf die Alzheimer-Krankheit, andere neurodegenerative Erkrankungen sowie die Hirnalterung im Allgemeinen haben. Wir dürfen also schon jetzt gespannt sein.

Sprechen wir kurz über die Relevanz von Kälteschockproteinen für den Menschen: Diese ganze RBM3-Sache ist sehr neue Forschung und wir wissen nicht, ob dieser Effekt in gleicher Weise auch beim Menschen auftreten würde. Davon mal abgesehen muss man sich in diesem Zusammenhang zudem fragen, wie sehr die Körpertemperatur gesenkt werden muss, um RMB3 zu aktivieren.

DAS ABSENKEN DER KÖRPERTEMPERATUR UM 1° C BRINGT SCHON DEN GEWÜNSCHTEN EFFEKT

Neuesten Forschungsergebnissen zufolge scheint bereits eine Reduktion der Körpertemperatur um 1° C Kälteschockproteine (inkl. RBM3) in menschlichen Astrozyten (eine Art Hirnzelle) hervorzurufen. Die gleichzeitige Zugabe bzw. Erhöhung von Melatonin kann den Effekt von RBM3 sogar noch verstärken.17

Und ich denke, dass es ein erreichbares Ziel ist, die Körpertemperatur für eine kurze Zeit um 1° C auf 36° C abzusenken, was – by the way – per Definition schon eine milde Hypothermie (Unterkühlung) darstellt (Hypothermie beginnt bei 36° C).

Beispielsweise konnten in einer Studie junge Männer, die sich für eine Stunde in „kaltem“ Wasser von 20° C aufhielten, ihre Rektaltemperatur auf 36,1° C absenken. Blieben sie hingegen für eine Stunde in 14° C „kaltem“ Wasser, so konnten sie damit ihre Temperatur sogar auf 35.6°C absenken! Dies zeigt, wie einfach man diesen leichten „Kälteschock“ herbeiführen kann.18

DIE AUSWIRKUNGEN DER KÄLTE AUF ENTZÜNDUNGEN UND IMMUNFUNKTION

Der Zweck einer Entzündung ist, die Ursache einer Zellbeschädigung zu beseitigen, tote Zellen und verbrauchtes Gewebe zu eliminieren sowie die Gewebereparatur zu initiieren. Wenn dabei aber was schiefgeht bzw. dieser Prozess abläuft, ohne dass es überhaupt eine biologische Bedrohung gibt, dann habe wir ein größeres Problem.

Seit geraumer Zeit wir von niemandem mehr bezweifelt, dass Entzündungen der Schlüsselfaktor für den Alterungsprozess darstellen.19 Alle großen Zivilisations- und „altersbedingten“ Krankheiten gehen mit Entzündungsprozessen einher (auf diesen Zusammenhang gehe ich detailliert in diesem kostenlosen Webinar ein).

Eine aktuelle Studie untersuchte eine Vielzahl von Biomarkern in alten Menschen (Alter 85-99), Hundertjährigen (100), Semisuper-Hundertjährigen (105+) und Super-Hundertjährigen (110+). Dabei stellte man fest, dass über alle genannten Altersgruppen hinweg ein niedriger Entzündungswert gegeben war und mit einer überdurchschnittlichen Überlebensfähigkeit sowie überdurchschnittlichen kognitiven Fähigkeiten korreliert ist.

Kälteanwendungen wirken Entzündungen entgegen. Klick um zu Tweeten

DURCH KÄLTE INDUZIERTES NOREPINEPHRIN REDUZIERT ENTZÜNDUNGEN

Früher haben sich die Wissenschafler mit Norepinephrin vor allem wegen seiner Rolle als Neurotransmitter beschäftigt. Aber wenn Studien zeigen, dass Norepinephrine durch die Einwirkung von Kälte um den Faktor 5 gesteigert werden kann (!!!), dann lohnt es sich, auch mal diesen Aspekt etwas mehr unter die Lupe zu nehmen.

Eine der Rollen, die Norepinephrin ebenfalls bravourös beherrscht, ist die bei der Reduzierung von Entzündungen. Norepinephrin hemmt den Entzündungsverlauf, indem es den Tumornekrosefaktor Alpha (TNF-Alpha) verringert.20 TNF-Alpha ist ein multifunktionaler Signalstoff (Zytokin) des Immunsystems, welcher bei lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt ist. Es ist ein sehr kraftvolles Molekül, das die Entzündung verstärkt.

Ein Überschuss des entzündlichen Zytokins TNF-Alpha kann bei fast jeder menschlichen Krankheit – von Typ-2-Diabetes über entzündliche Darmerkrankungen bis hin zu Krebs – gefunden werden. Um es simpel zu machen: Zu viel von diesem Zeug ist einfach schlecht. Wenn TNF-Alpha bei fast jeder menschlichen Krankheit im Übermaß vorhanden ist, es aber durch Kälteeinwirkung deutlich reduziert werden kann, dann müssen Kälteanwendungen logischerweise den Verlauf von vielen Krankheiten positiv beeinflussen!

Zusätzlich zur Reduktion von TNF-Alpha konnte durch Studien ebenfalls gezeigt werden, dass  Norepinephrin andere bösartige Chemikalien wie zum Beispiel das Makrophagen-Entzündungsprotein-1-alpha (MIP-1α), das durch Immunzellen produziert wird, verringern sowie eine Rolle bei rheumatoider Arthritis spielen kann.21

KÄLTE WIRKT ARTHRITIS ENTGEGEN UND LINDERT SCHMERZEN

Die Verringerung einer systemischen Entzündung ist eindeutig etwas Positives. Möglich ist das bei Arthritis – wenn man Kälteanwendungen praktiziert. In einer randomisierten und kontrollierten Studie wurden Patienten mit Arthritis dreimal innerhalb einer Woche für je 23 Minuten einer Ganzkörper-Kryotherapie bei -110° C (-166° F)  ausgesetzt. Die Patienten berichteten von einer signifikanten Reduktion ihrer Schmerzen.22

Interessanterweise wurde in einer anderen Studie eine lokale Kryotherapie angewendet – also nur das betroffene Gewebe gekühlt. Hier konnte die schädliche Kollagenase-Aktivität auf Kollagen unterbunden23 sowie die Produktion von entzündlichem Prostaglandin E2 reduziert werden.24

Einige der schmerzlindernden Auswirkungen der Kälteanwendungen kann in der Tat auf eine erhöhte Norepinephrin-Ausschüttung zurückgeführt werden. So konnte beispielsweise in Studien gezeigt werden, dass mittels einer Wirbelsäuleninjektion herbeigeführten Freisetzung von Norepinephrin Schmerzen bei Tieren25 und Menschen26 gelindert werden konnten.

KÄLTE BEI GEHIRNENTZÜNDUNG UND DEPRESSION

Lasst uns noch kurz über Gehirnentzündung und Gemütsverfassung reden. Proinflammatorische Moleküle (wie TNF-Alpha und Prostaglandin E2) können die Blut-Gehirn-Schranke überwinden und die Immunzellen des Gehirns aktivieren, die als Mikroglia bekannt sind. Das ist schlecht.

Es scheint sehr wahrscheinlich zu sein, dass Eisbäder oder Ganzkörper-Kryotherapie, welche das Norepinephrin erhöhen, prinzipiell eine gute präventive Maßnahme sein können, weil sie Entzüdungen verringern und somit dem Alterungsprozess – vor allem dem des Gehirns – entgegenwirken.

Auch scheint es eine Tatsache zu sein, dass entzündliche Moleküle einen Beitrag zu Depression und Ängsten leisten, indem sie die Freisetzung von Serotonin aus Neuronen hemmen.27 Es liegt somit nahe, dass Kälteanwendungen auch hier ggf. eine Besserung der Situation herbeiführen können.

KÄLTE UND DAS IMMUNSYSTEM

All das Gerede über Kälteanwendungen (z. B. mittels Eisbäder oder Kryotherapie) und die daraus resultierende Reduktion von Entzündungen könnte manche Menschen eventuell verleiten zu denken, dass es u. U. besser sei, weniger Immunzellen zu haben, da sie ja so viel Chaos anrichten können. Doch dem ist nicht so.

Im Allgemeinen ist eine große Anzahl von Immunzellen eine gute Sache – solange sie nicht unnötig aktiv sind. Ich erwähnte bereits, dass Entzündungen als ein wichtiger Treiber des Alterungsprozesses identifiziert werden konnten. Gleichzeitig möchte ich darauf hinweisen, dass auch das Immunsystem eine solch wichtige Rolle im Alterungsprozess spielt.

Das Altern wird in der Regel durch die sogenannte Immunoseneszenz – die langsame Verschlechterung des Immunsystems im Alter – begleitet. Sie geht mit einer allgemeinen Reduktion der Immunzellen einher. Wer also lange lebt und es schafft, ein Super-Hundertjähriger (110+) zu werden, der benötigt dazu einen gesunden biologischen Bestand an Immunzellen.28 Aber nicht nur das: Für ein derart langes Leben werden viele unterschiedliche Arten von Immunzellen benötigt. Zudem müssen diese sich schön ruhig verhalten – es sei denn, es gibt einen berechtigten Grund dafür, aktiv zu sein.

WIE BEEINFLUSST KÄLTE DEN BESTAND DER IMMUNZELLEN?

Also, wie beeinflusst die Kälte den Bestand unserer Immunzellen? Nun, es scheint so zu sein, als dass Kälte ihn erhöht – zumindest den Bestand bestimmter Immunzellen. So zum Beispiel konnte bereits nachgewiesen werden, dass Kaltwasserbäder, die über einen Zeitraum von 6 Wochen und 3 mal pro Woche von gesunden Männern praktiziert wurden, die Lymphozytenzahlen erhöht haben.29

Dies deckt sich mit der Tatsache, dass gewohnheitsmäßige Winterschwimmer eine höhere Anzahl von weißen Blutkörperchen im Vergleich zu solchen Menschen haben, die eher selten im Winter draußen schwimmen gehen.30

Zudem konnte eine weitere Studie zeigen, dass die Kälteexposition in einer Klimakammer bei 5° C (41° F) die Anzahl der weißen Blutkörperchen einschließlich zytotoxischer T-Lymphozyten erhöht, welche auf das Abtöten von Krebszellen spezialisiert sind.31

Männer, die sich für 30 Minuten in einem 4° C kalten Raum aufhalten, verringern ihre Kernkörpertemperatur um etwa 0,45° C und erhöhen dabei die Anzahl und die Aktivität der natürlichen T-Killerzellen. Natürliche T-Killerzellen sind eine weitere Art von Immunzellen, die auf das Abtöten von Viren und Tumorzellen spezialisiert sind.32

All das kann eventuell dazu beitragen, die oft in der Gemeinde der Winterschwimmer geteilten Anekdote den Rücken zu stärken, dass sie weniger häufig von Erkältungen und Grippe heimgesucht werden.

Tatsächlich konnte beispielsweise schon in epidemiologischen Studien gezeigt werden, dass Winterschwimmen mit einer um 40% verminderten Wahrscheinlichkeit einhergeht, an einer Atemwegsinfektionen zu erkranken. Doch es muss noch eine Menge Arbeit geleistet werden, damit wir irgendwann noch viel besser verstehen können, wie die langfristigen Auswirkungen einer kontinuierlichen Kältetherapie auf Immunzellenzahlen und Immunfunktionen sind.33

Regelmäßige Kälteanwendungen sind mega gesund: sie reduzieren das Erkältungs- und Gripperisiko… Klick um zu Tweeten

WARNUNG

Praktiziere die Wim Hof Methode oder ähnliche Atemübungen nicht kurz vor oder während irgendwelchen Aktivitäten, bei denen sich eine Veränderung des Bewusstsein oder Bewusstlosigkeit lebensbedrohlich auswirken kann – also z. B. beim Autofahren, beim Schwimmen oder beim Tauchen. Die Wim Hof Methode oder ähnliche Atemübungen können starke Effekte haben und sollten deshalb immer in einer sicheren Umgebung und in Anwesenheit einer weiteren Person praktiziert werden. Wer Atemübungen wie die Wim Hof Methode erstmalig praktiziert, sollte dies nur unter Anleitung eines erfahrenen Begleiters, z. B. eines Yoga Lehrers, tun. Die Kältetherapie sollte grundsätzlich immer den eigenen Fähigkeiten entsprechend sein. Der Kontakt mit der Kälte muss trainiert werden und sollte nur Zug um Zug ausgeweitet werden. Bei Missachtung besteht die Gefahr der Unterkühlung (Hypothermie). Sprich immer zuerst mit Deinem Arzt, bevor Du ein solches Trainingsprogramm beginnst. Grundsätzlich solltest Du beim Trainieren nie etwas forcieren. Achte genau auf eventuelle Signale Deines Körpers: er weiß immer genau, was angemessen ist.

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  1. Ergänzende Information zum autonomen Nervensystem: Normalerweise steuert das autonome Nervensystem ganz automatisch die Atmung, die Verdauung, den Herzschlag, die Ausdehnung und das Zusammenziehen der Blutgefäße sowie die sexuelle Erregung. Es ist außerdem die primäre Instanz zur Regulierung der 3 Hauptverteidigungsstrategien Kampf, Flucht und Erstarrung
  2. Vgl. Groothuis, Jan et al.: Can meditation influence the autonomic nervous system? A case report of a man immersed in crushed ice for 80 minutes. Radboud University Nijmegen, The Netherlands, PDF
  3. Vgl. Radboud University Nijmegen Medical Centre: Research on ‚Iceman‘ Wim Hof suggests it may be possible to influence autonomic nervous system and immune response. ScienceDaily. ScienceDaily, 22 April 2011, www.sciencedaily.com/releases/2011/04/110422090203.htm
  4. Vgl. Kox, Matthijs et al.: The influence of concentration/meditation on autonomic nervous system activity and the innate immune response: a case study. Psychosom Med. 2012 Jun;74(5):489-94; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22685240; Ganzer Text: PDF
  5. Vgl. Kox, Matthijs et al.: Voluntary activation of the sympathetic nervous system and attenuation of the innate immune response in humans. PNAS May 20, 2014 vol. 111 no. 20 7379-7384, http://www.pnas.org/content/111/20/7379.full
  6. Ebenda
  7. Ebenda
  8. Vgl. Jedema, H. P., Gold, S. J., Gonzalez-Burgos, G., Sved, A. F., Tobe, B. J., Wensel, T. G., & Grace, A. A. (2008). Chronic cold exposure increases RGS7 expression and decreases α2-autoreceptor-mediated inhibition of noradrenergic locus coeruleus neurons. The European Journal of Neuroscience, 27(9), 2433–2443; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2879008/
  9. Vgl. Šrámek, P. et al.: Human physiological responses to immersion into water of different temperatures. European Journal of Applied Physiology, , Volume 81, Issue 5, pp 436–442. http://link.springer.com/article/10.1007/s004210050065
  10. Vgl. Moret, C., & Briley, M. (2011). The importance of norepinephrine in depression. Neuropsychiatric Disease and Treatment, 7(Suppl 1), 9–13; http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3131098/
  11. Vgl. Šrámek, P. et al.: Human physiological responses to immersion into water of different temperatures. European Journal of Applied Physiology, , Volume 81, Issue 5, pp 436–442. http://link.springer.com/article/10.1007/s004210050065
  12. Vgl. Scandinavian Journal of Clinical and Laboratory Investigation Vol. 68 , Iss. 2,2008; http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/00365510701516350
  13. Vgl. Williams, Daryl R. et al.: Seasonally hibernating phenotype assessed through transcript screening.
  14. Vgl. Peretti, Diego et al.: RBM3 Mediates Structural Plasticity and Protective Effects of Cooling in Neurodegeneration. Nature 518.7538 (2015): 236–239. PMC. Web. 10 Mar. 2017; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4338605/
  15. Ebenda; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25607368
  16. Ebenda; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25607368
  17. Vgl. Jackson, T.C. et al.: Cold stress protein RBM3 responds to temperature change in an ultra-sensitive manner in young neurons. Neuroscience, Volume 305, 1 October 2015, Pages 268–278; http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306452215007356
  18. Vgl. Šrámek, P. et al.: Human physiological responses to immersion into water of different temperatures. European Journal of Applied Physiology, , Volume 81, Issue 5, pp 436–442. http://link.springer.com/article/10.1007/s004210050065
  19. Vgl. Arai, Yasumichi et al.: Inflammation, But Not Telomere Length, Predicts Successful Ageing at Extreme Old Age: A Longitudinal Study of Semi-supercentenarians. EBioMedicine, Volume 2, Issue 10, October 2015, Pages 1316-1317; http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2352396415300815
  20. Vgl. Hu XX, Goldmuntz EA, Brosnan CF: The effect of norepinephrine on endotoxin-mediated macrophage activation. J Neuroimmunol. 1991 Jan;31(1):35-42; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/1845768
  21. Vgl. Haskó, G., Shanley, T. P., Egnaczyk, G., Németh, Z. H., Salzman, A. L., Vizi, E. S. and Szabó, C. (1998): Exogenous and endogenous catecholamines inhibit the production of macrophage inflammatory protein (MIP) 1α via a β adrenoceptor mediated mechanism. British Journal of Pharmacology, 125: 1297–1303; http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1038/sj.bjp.0702179/full
  22. Vgl. Hirvonen, H. E. et al.: Effectiveness of different cryotherapies on pain and disease activity in active rheumatoid arthritis. A randomised single blinded controlled trial. Clin Exp Rheumatol. 2006 May-Jun;24(3):295-301; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16870097
  23. Vgl. Harris, Edward D. et al.: The Influence of Temperature and Fibril Stability on Degradation of Cartilage Collagen by Rheumatoid Synovial Collagenase. N Engl J Med 1974; 290:1-6; http://www.nejm.org/doi/pdf/10.1056/NEJM197401032900101
  24. Vgl. Banfi, Giuseppe et al.: Effects of whole-body cryotherapy on serum mediators of inflammation and serum muscle enzymes in athletes. Journal of Thermal Biology Volume 34, Issue 2, February 2009, Pages 55–59; http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S030645650800106X
  25. Vgl. Pertovaara A., Kalmari J.: Comparison of the visceral antinociceptive effects of spinally administered MPV-2426 (fadolmidine) and clonidine in the rat. Anesthesiology. 2003 Jan;98(1):189-94; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12502996
  26. Vgl. Gordh T Jr.: Epidural clonidine for treatment of postoperative pain after thoracotomy. A double-blind placebo-controlled study. Acta Anaesthesiol Scand. 1988 Nov;32(8):702-9; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/3063048
  27. Vgl. Patrick, Rhonda et al.: Vitamin D and the omega-3 fatty acids control serotonin synthesis and action, part 2: relevance for ADHD, bipolar disorder, schizophrenia, and impulsive behavior. FASEB J. 2015 Jun;29(6):2207-22. doi: 10.1096/fj.14-268342. Epub 2015 Feb 24; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25713056
  28. Vgl. Arai, Yasumichi et al.: Inflammation, But Not Telomere Length, Predicts Successful Ageing at Extreme Old Age: A Longitudinal Study of Semi-supercentenarians. EBioMedicine, Volume 2, Issue 10, October 2015, Pages 1549–1558; http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2352396415300815
  29. Vgl. Janský, L. et al.: Immune system of cold-exposed and cold-adapted humans. Eur J Appl Physiol Occup Physiol. 1996;72(5-6):445-50; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8925815
  30. Vgl. Dugué, B. et al.: Adaptation related to cytokines in man: effects of regular swimming in ice-cold water. Clin Physiol. 2000 Mar;20(2):114-21; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10735978
  31. Vgl. Brenner, I. K. M. et al.: Immune changes in humans during cold exposure: effects of prior heating and exercise. ; http://jap.physiology.org/content/87/2/699
  32. Vgl. Lackovic, V. et al.: Activation of NK cells in subjects exposed to mild hyper- or hypothermic load. J Interferon Res. 1988 Jun;8(3):393-402; https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/2457640
  33. Vgl. Kolettis, T.M.: Winter swimming: healthy or hazardous?: Evidence and hypotheses. Medical Hypotheses, Volume 61, Issues 5–6, November–December 2003, Pages 654–656; http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306987703002706
Von | 2017-07-26T18:42:41+00:00 23. November 2016|

Was ist der Unterschied zwischen Saft und Smoothie?

 

Kaum etwas wird so oft verwechselt wie Saft und Smoothie. Deshalb erkläre ich in diesem Beitrag den Unterschied zwischen diesen beiden Getränken.

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FRAGE DICH: WAS SOLL ERREICHT WERDEN?

Sowohl der Saft als auch der Smoothie hat seinen berechtigten Platz. Jedes Getränk hat seine Vor- und Nachteile. Frag Dich bei Deiner Auswahl einfach, welcher Zweck erfüllt werden soll: Möchtest Du vor allem satt werden und eine Mahlzeit ersetzen, dann ist der Smoothie die bessere Wahl. Willst Du Deinen Körper effektiv entgiften, ihn mit Nährstoffen fluten und basisch machen, dann ist der Saft das Mittel der Wahl, da man nie so viele Vitalstoffe über feste Nahrung und Smoothies zu sich nehmen kann, wie das z. B. bei einer Saftkur möglich ist (wo man 2 bis 3 Liter frisch gepressten Saft am Tag trinkt, was nach der o. g. Fausformel 3,2 bis 4,8 kg Obst und Gemüse entspricht).

 

STUDIE: SAFT HAT BIS ZU ZWEI MAL MEHR NÄHRSTOFFE ALS SMOOTHIE

Das Australian Government National Measurement Institute hat im Dezember 2013 im Auftrag der Firma Breville eine Studie durchgeführt, bei welcher man die Nährwerte von einem grünen Saft und einem grünen Smoothie verglichen hat.

Dafür bildete man zwei identische Portionen mit gemischtem Obst und Gemüse (50 g Grünkohl, 150 g Orange, 60 g Sellerie, 100 g Karotten und 100 g Apfel). Die erste Portion verarbeitete man mit einem Zentrifugenentsafter zu Saft, die zweite Portion mit einem Hochleistungsmixer zu einem Smoothie.

Das Ergebnis war eindeutig: Der Grüne Saft hatte bis zu 2 Mal mehr Nährstoffe als der Smoothie. Der Grüne Saft, welcher von dem Breville BJE410 Juicer entsaftet wurde, hatte 142 % mehr Vitamin C, 73 % mehr Alpha-Carotin, 109 % mehr Beta-Carotin und 54 % mehr Kalium als der Grüne Smoothie, bei dem die gleiche Menge an Obst und Gemüse mittels eines Mixers (Vitamix 5200) für 60 Sekunden püriert wurde. Hier geht`s zur Studie.

 

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Von | 2017-05-23T15:52:50+00:00 21. Oktober 2016|

WARUM DETOX? WARUM REBOOT? WARUM ENTGIFTUNG?

 

Die Hollywoodstars Gwyneth Paltrow und Selma Hayek schwören auf regelmäßige Entgiftungskuren und in New York und Los Angeles gibt es sie mittlerweile an jeder Straßenecke zu kaufen: GRÜNE DETOX-SÄFTE. Doch warum sollte man sich überhaupt mit Detox – also einer Entgiftung – beschäftigen? Warum brauchen Menschen heute mehr denn je einen Reboot, sprich einen Neustart des Systems?

DETOX GEWINN IM KURZÜBERBLICK

Das erreichst Du durch Detox:

  • Straffe Figur. Man sieht nicht mehr so aufgedunsen aus.
  • Gute Laune. Der Körper schüttet mehr von den Glücksbotenstoffen Serotonin und Endorphine aus.
  • Stressresistenz. Die altgewohnte Nervenstärke kehrt zurück.
  • Schöne Haut. Die gute Durchblutung verjüngt sichtbar.
  • Mehr Energie. Eine überforderte Leber macht müde, Detoxen weckt auf.
  • Endlich abnehmen. Entgiften entlastet die Entgiftungsorgane und macht Abnehmen oft erst möglich.
  • Bessere Gesundheit. Detoxen stärkt das Immunsystem und minimiert Schmerzen wie Rheuma, Migräne, Arthrose, Reizdarm
  • Optimale Verdauung. Endlich ist die Darmflora wieder in Ordnung – das macht schlank, fröhlich und gesund.
  • Bessere Blutwerte. Entzündungswerte, Blutzucker und Blutfette sinken, das drosselt das Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Heißhungerattacken können mit der Zeit verschwinden.

 

Folgende tiefere Gründe sprechen für eine regelmäßige Detox Kur:

1. KAUM JEMAND STIRBT HEUTE AN ALTERSSCHWÄCHE – ES GIBT KEINEN LOGISCHEN GRUND, WARUM WIR NICHT DOPPELT SO LANGE LEBEN

Man muss die nackte Tatsache einfach einmal einwirken lassen, dass heute 86 Prozent aller Todesfälle in Europa auf das Konto der sogenannten Zivilisationskrankheiten geht und kaum noch jemand an Altersschwäche stirbt. Das ist insofern mehr als merkwürdig, als sich der menschliche Körper alle 7 Jahre komplett erneuert und dieser Rundum-Erneuerungs-Prozess bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 81 Jahren

1 mehr als 11 mal vollzieht! Er vollzieht sich nicht 1 oder 2 Mal in dieser Zeit sondern 11 Mal. Was spricht da also vom Prinzip und der Logik her dagegen, dass sich dieser Prozess nicht auch 20, 30 oder 40 mal vollzieht?

Zu den Todesfällen sagt Günther Leiner, Präsident des European Health Forum Gastein: „Nichtübertragbare Krankheiten sind heute die zentrale Bedrohung der Gesundheit der Menschen und belasten die Gesundheitssysteme. Herz-Kreislauf- Erkrankungen, chronische Atemwegs-Erkrankungen, Diabetes und Krebs machen in den 53 Ländern der WHO-Region Europa 77 Prozent der Krankheitslast aus und sind die Ursache für 86 Prozent aller Todesfälle.“

Der vorgenannte Umstand ist zudem besonders irritierend, als die meisten von diesen Erkrankungen vermeidbar wären, wenn man den sogenannten Risikofaktoren „ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, Alkoholmisbrauch und Tabakkonsum etc.“ und der damit einhergehenden Übersäuerung angemessen entgegentreten würde.2 Den Gegenpol dazu stellt beispielsweise Normen W. Walker dar. Er war einer der bedeutendsten Gesundheitsärzte und Ernährungsforscher in den USA. Der Autor hat Bestseller wie z. B. „Frische Frucht- und Gemüsesäfte – Vitalstoffreiche Drinks für Fitness und Gesundheit“ geschrieben und den Rolls Royce der Entsafter für den Hausgebrauch entwickelt – den hydraulischen Norwalk Juicer. Walker ernährte sich überwiegend von Rohkost sowie Obst- und Gemüsesäften. Damit wurde er 116 Jahre alt.3

 

2. WIR LEIDEN UNTER FEHLERNÄHRUNG

Die Bestandteile unserer Nahrung und die Essgewohnheiten sind nicht wirklich in Hinblick auf ein langes Leben „optimiert“: Wir essen unbewusst, zu hastig und vor allem zu viel vom Falschen. Das kannst Du ja einmal an Deinen eigenen Essgewohnheiten überprüfen: Wie oft konzentrierst Du Dich zu 100% auf den Prozess des Essens? Kaust Du Dein Essen in Ruhe und lange genug? Was isst Du überwigend? Wie häufig und in welchen Mengen konsumierst Du ungesunde Lebensmittel wie Fast-Food, prozessierte Lebensmittel, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Zucker, Salz, Alkohol, Süßspeisen und Kaffee?

 

3. WIR VERHUNGERN „AN VOLLEN TÖPFEN“

Laut einer groß angelegten Studie des Schwarzwald Sanatoriums in Obertal verlieren Obst und Gemüse wegen ausgelaugten, schadstoffbelasteten und einseitig bewirtschafteten Böden in der Landwirtschaft weltweit seit 1985 drastisch an Nährstoffen: Der Verlust von Vitamin A bei Äpfeln beträgt 41 %. Paprika hat um 31 % weniger Vitamin C und Brokkoli nur noch die Hälfte an Eisen. Der US-Mediziner Al Sears schlussfolgert deshalb logisch richtig: „Sie müssen heute zehnmal so viel Obst und Gemüse essen, um die gleiche Menge an Vitaminen und Mineralstoffen wie vor 50 Jahren zu bekommen.“ 4 Dieses Defizit sollten wir irgendwie ausgleichen, wenn uns an einem langen und gesunden Leben gelegen ist.

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4. UNSERE KÖRPER SIND IN DER REGEL CHRONISCH ÜBERSÄUERT

In den Industrienationen können wir den mannigfaltigen Ursachen dieser chronischen Übersäuerung faktisch nicht mehr aus dem Weg gehen. Sie ist bedingt durch ungünstige Essgewohnheiten, industriell verarbeitete Lebensmittel, Lebensmittelzusatz- und Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Aromen, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in der konventionellen Nahrung, Tabak, Alkohol, Waschmittelzusätze und Zusätze in Körperpflegeprodukten, Medikamente, Umweltgifte,  Chemikalien, Lösungsmittel, Luftverschmutzung, elektromagnetische Strahlung, Chemtrails sowie chronischen Stress. Diese machen sich nicht selten durch vermeintlich rätselhafte Symptome wie z. B. Erschöpfung, Konzentrationsstörungen, ständige Müdigkeit, häufige Kopfschmerzen, eine erhöhte Infektanfälligkeit und in machen Fällen auch Übergewicht bemerkbar. Jetzt fragst Du Dich sicherlich zu Recht: „Warum ist „Übersäuerung“ ein so großes Problem?“

FOLGE: ÜBERSÄUERUNG IST DER STARTPUNKT VON JEDER KRANKHEIT

Das Autorenpaar Robert O. Young und Shelley Redford Young geht davon aus, dass von allen Gleichgewichtszuständen, die der menschliche Körper anstrebt und für allumfassende Gesundheit sowie ein langes Leben benötigt, das Säure-Basen-Gleichgewicht der wichtigste ist. Befinden sich Säuren und Basen in Balance, ist der Mensch gesund und er verfügt über eine hohe Leistungsfähigkeit. Bewegt sich der pH-Wert dauerhaft zu stark ins saure Milieu, nimmt die Sauerstoffversorgung und damit der Zellstoffwechsel ab. Das setzt eine regelrechte Kaskade von Reaktionen in Gang: Die Übersäuerung bzw. die niedrige Sauerstoffkonzentration begünstigt die Ansiedelung von Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Hefen, Pilzen und Parasiten. Ihre Abfallstoffe (Säuren, Alkohole und Toxine)  tragen direkt oder indirekt zu einer endlos langen Reihe von Symptomen bei.

Die meisten Krankheiten, besonders chronische und degenerative Krankheiten, folgen auf wuchernde, sich vermehrende Mikroorganismen. Zwischen den Extremen Fußpilz und AIDS liegen die auf Hefen- und Pilzwucherung basierenden Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Atheriosklerose (Arterienverkalkung), Osteoporose, chronische Müdigkeit und Entzündungen. Allgemeine Zeichen eines Wachstums sind Schmerzen, Infektionsneigung, Funktionsstörungen der Nebenniere oder Schilddrüse, Verdauungsstörungen, Durchfall, Heißhungerattacken, Koliken, Blähungen, Depressionen, Hyperaktivität, Erkältungen und grippale Infekte, trockene und juckende Haut, Gelenkschmerzen, schlechter Atem, Geschwüre, Kolitis, Sodbrennen, Reizbarkeit, verschwollene Augen, Stimmungsschwankungen, Pilzinfektionen der Scheide, Zysten und Tumore, Akne, niedriger Blutzucker, Kopfschmerzen, Trägheit, Schlaflosigkeit, Über- und Untergewicht, Muskelschmerzen, schlechtes Gedächtnis, Allergien, Zahnfleischschwund oder Blaseninfektion.5

Dieser Ursache-Wirkungs-Zusammenhang wurde so auch schon 1931 von Dr. Otto Warburg bestätigt, der für diese Entdeckung den Nobelpreis der Medizin erhalten hat. Warburg hatte herausgefunden, dass Krebs (und andere Zivilisationskrankheiten) nur in einer anaeroben (sauerstoffarmen) oder sauren Umgebung gut gedeihen kann. 6

 

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In dem nachfolgenden Video bestätigt das auch Dr. Rüdiger Dahlke in einem Interview über „Krebs“ (ab Min. 11:00):

Damit wird gleichzeitig klar, dass wir die Übersäuerung und deren Folgen – also all diese Krankheiten – durch unseren Lebensstil selbst verschulden. Die gute Nachricht ist deshalb: Sobald wir diese Tatsache erkannt haben, können wir selbst (!!!) die Weichen neu stellen; wir können unseren Lebensstil verändern und dadurch für ein ausgeglichenes Säure-Basen-Milieu sorgen! Sobald wir den Körper mit mehr Sauerstoff versorgen und den pH-Wert angehoben haben, müssen auch die eventuell vorhandenen Beschwerden und Krankheiten verschwinden. 7

FOLGE: EIN ÜBERSÄUERTER KÖRPER IST NICHT LEISTUNGSFÄHIG

Ein positives Säure-Basen-Verhältnis ist einer der wichtigsten Faktoren für Höchstleistungen in Sport und Alltag“, sagt Brendan Brazier, kanadischer Triathlet und Ironman sowie Pionier für vegane Ernährung. 8 Verbessert sich hingegen die Sauerstoffsättigung und damit der pH-Wert 9, steigt die körperliche und mentale Leistungsfähigkeit 10. Das bedeutet: Wer körperliche und auch mentale Top-Leistungen erbringen möchte, der sollte dafür sorgen, dass sein Körper basisch ist.

Roger Bannister veröffentlichte bereits in den 1950ern eine ausführliche Studie zu diesem Thema, bevor er die Meile zum ersten Mal in vier Minuten lief. Bannisters Ergebnisse zeigen, dass man mit zusätzlich eingeatmetem Sauerstoff schneller und weiter laufen kann. Bei einem Versuch auf dem Laufband lief Bannister mit einem Tempo von 10 km/h und einer 14-prozentigen Steigung. Bei normalem Sauerstofflevel (21 %) lief er 8:45 Minuten bis zur Erschöpfung. Bei einem Sauerstoffanteil von 66 Prozent rannte er doppelt so weit ohne gänzlich erschöpft zu sein. 11

WOMIT KANN ICH MEINEN KÖRPER BASISCH MACHEN?

Daraus leitet/leiten sich folgende Frage(n) unumgänglich logisch ab: Womit kann ich meinen Körper aus eigener Kraft (!)  basisch machen? Wie kann ich ggf. die Selbstheilungskräfte reaktivieren und den optimalen „Betriebszustand“ Zug um Zug wieder herstellen sowie bestmöglich halten? Welche Techniken gibt es? Welche Ernährungsform ist die förderlichste? Welche Nahrungsmittel sind dafür am besten geeignet? Folgende Antworten habe ich in knapp 2 Jahrzenten intensiven Forschens gefunden:

A) SPEZIELLE ATEMÜBUNGEN MACHEN DEN KÖRPER BASISCH

Hierzu werde ich hoffentlich schon bald einen gesonderten  Artikel veröffentlichen.

B) GRÜNES GEMÜSE (UND OBST) – VOR ALLEM IN FORM VON SÄFTEN UND SMOOTHIES – MACHEN BASISCH

Betrachten wir eine beliebige Tabelle (Nahrungsmitteltabelle – IPEV Institut für Prävention und Ernährung, Ismaning; Lebensmittel-Liste für die basische Ernährung – vital.de), welche Nahrungsmittel anhand ihrer Auswirkungen auf den Säure-Basen-Haushalt klassifiziert, so zeigt sich folgendes: Lebensmittel, die eine mittlere bis stark basenbildende Wirkung haben, sind vor allem grünes Gemüse (Grünkohl, Spinat, Blattsalate, Löwenzahn, Gurke, Fenchel etc.), Kräuter (Petersilie, Thymian, Pfefferminze, Ingwer etc.) sowie sonnengereiftes Obst (Äpfel, Ananas, Birnen, Datteln, Zitronen, Limetten etc.) und Kokosnüsse. Zudem empfehlen dann auch sogenannte Ernährungsexperten, dass wir täglich ca. 80 % basische bzw. basenbildende Lebensmittel zu uns nehmen sollen und 20 % säurebildende. Folge ich diesem Prinzip, kann ich damit meinen gesundheitlichen Zustand und meine Lebenserwartung verbessern.12

Eine Tabelle mit Lebensmitteln, die einen hohen Chlorophyllgehalt haben, findest Du in diesem Artikel.

Basische Überversorgung mit Säften während einer Saftkur: Den Körper mit Nährstoffen fluten

Möchte ich meinen Körper nun sehr schnell ins basische Milieu heben (z. B. weil die Nährstoffdepots leer sind, die Biochemie des Körpers aus dem Gleichgewicht geraten ist, lebenswichtige Organe nicht mehr gut funktionieren und bereits Krankheiten das Leben einschränken), dann sollte ich den Mangel beseitigen, indem ich meinen Körper über einen gewissen Zeitraum mit basischen Lebensmitteln überversorge. Das ist am einfachsten umsetzbar, wenn ich große Mengen von den vorgenannten basenbildenden Lebensmitteln in Form von frischen Säften zu mir nehme.

Der Clou ist dabei der folgende: Im frisch gepressten Saft sind alle gewünschten Nährstoffe enthalten. Gleichzeitig sind im Saft keine Ballast- bzw. Feststoffe mehr enthalten (im Gegensatz zum Smoothie). Das hat zur Folge, dass ich über das Trinken dieses Saftes tagtäglich die Vitalstoffe von 4-5 kg Obst und Gemüse zu mir nehmen kann, ohne dass meine Verdauung dadurch irgendwie groß beansprucht werden würde (Man bedenke: Bei der Verdauung von fester Nahrung wird normalerweise knapp 1/3 der über die Nahrung aufgenommenen Energie für den Verdauungsprozess selbst benötigt). Gleichzeitig landen die so aufgenommenen Nährstoffe im Handumdrehen im Blut. Aber man stelle sich im Gegenzug einmal vor, jeden Tag mehr als 4 oder 5 kg Obst und Gemüse essen zu müssen (z. B. in gekochter Form). Diese Menge könnte man unmöglich jeden Tag herunter bekommen.

So werden Entgiftung und Selbstheilung aktiviert

OK. Ich flute also über die überwiegend grünen Säfte meinen Körper mit reichlich Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen wie z. B. Chlorophyll und hebe ihn sukzessive ins basische Milieu. Gleichzeitig faste ich – verzichte also während dessen auf feste Nahrung. Das führt dazu, dass der Organismus schrittweise die Stoffwechselprozesse umstellt.

Mit der Umstellung des Stoffwechsels beginnt der Detox-Prozess. Da für das Verdauen des Saftes nahezu keine Energie benötigt wird, kann der Körper diese nun vollumfänglich für Reparatur-, Aufräum- und Regenerationsarbeiten verwenden! Zudem fängt der Körper dann relativ rasch mit der Entgiftung an. Er befreit sich von krankem Gewebe, Giftstoffen und Schlacken. Als Konsequenz können die Organe wieder besser ihre Funktion erfüllen. Das Immunsystem läuft wieder auf Hochtouren und die Haut bekommt wieder einen jugendlichen Glanz.

Die Gerson Therapie stand Pate

Der von mir hier dargestellte Ansatz folgt den zentralen Prinzipien der Gerson Therapieeiner der ältesten und bekanntesten alternativen Methoden zur Behandlung von Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Arthritis und Autoimmunerkrankungen. Sie wurde von dem deutschen Arzt Max Gerson entwickelt.

Eine bewegende Erfolgsgeschichte

Eine Frau, die ihren Brustkrebs mit diesem Ansatz in dem Heilungszentrum „Sananda-Wasi” in Peru überwunden hat, ist Bonnie Dean aus Canada. Ihre Geschichte hat mich als Mitgründer von Sananda-Wasi und Saftcraft inspiriert, mich tiefer mit dem Themengebiet auseinanderzusetzen. Ein Video von Bonnie’s bewegender Erfolgsstory findest Du hier:

ANMERKUNG

Das hier ist kein Aufruf, sich bei einer Krebsdiagnose nicht behandeln zu lassen. Es geht viel mehr hauptsächlich darum, dass man sich Informationen aus verschiedenen Quellen holt und sich nicht nur auf die Aussagen der Schulmedizin verlässt. Es geht um das eigene Leben – Überleben. Und genau deswegen sollte man auch dementsprechend eigenverantwortlich damit umgehen, also die Verantwortung nicht zur Gänze an andere abschieben. Letztendlich ist es immer Deine eigene Entscheidung, welche Methode der Behandlung Du für Dich auswählst. Denn niemand außer Dir selbst wird die Konsequenzen dafür tragen müssen.

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  1. In Deutschland im Jahr 2015, gemäß Angaben der Weltbank: http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN
  2. Vgl. derStandard.at: 86 Prozent sterben an chronischen Erkrankungen. 5. Juli 2011; http://derstandard.at/1308680428544/Zivilisationskrankheiten-86-Prozent-sterben-an-chronischen-Erkrankungen
  3. Vgl. Walker, Norman W.: Frische Frucht- und Gemüsesäfte – Vitalstoffreiche Drinks für Fitness und Gesundheit. Goldmann, München 1995, 22. Auflage, S. 5
  4. Vgl. 1985 Pharmakonzern Geigy (Schweiz), 1996/2002 Lebensmittellabor Karlsruhe/Sanatorium Oberthal; http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/obst-gemuese-verlieren-a-naehrstoffen
  5. Vgl. Young, Robert O., Redford Young, Shelley: Die pH-Formel für das Säure-Basen-Gleichgewicht. Mosaik/Goldmann, München 2003, 2. Auflage, S. 32 ff.
  6. Vgl. Behrends, Sabine: Späte Anerkennung für einen Querdenker. Berliner Zeitung, 11.02.2006; http://www.berliner-zeitung.de/archiv/krebs-ist-eine-stoffwechselentgleisung–sagte-otto-warburg-bereits-1924–nun-zeigt-sich–dass-er-vielleicht-recht-hatte-spaete-anerkennung-fuer-einen-querdenker,10810590,10361530.html
  7. Vgl. Schwalfenberg, Gerry K.: The alkaline diet: Is there evidence that an alkaline ph diet benefits healt?. Journal of Environmental and Public Health. 2012;2012:727630. doi:10.1155/2012/727630, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3195546/
  8. Vgl. Brazier, Brendan: The Alkaline Advantage How pH Promotes Optimal Health and Performance. T. Colin Campbell Center for Nutrition Studies, 22. Oktober 2012, http://nutritionstudies.org/alkaline-advantage-ph-promotes-optimal-health-performance/
  9. Vgl. Kox, M. et al.: Voluntary activation of the sympathetic nervous system and attenuation of the innate immune response in humans. PNAS, 20. Mai 2014, Vol. 111 No. 20, S. 7379-7384, http://www.pnas.org/content/111/20/7379.full.pdf?with-ds=yes
  10. Vgl. Schwalfenberg, Gerry K.: The alkaline diet: Is there evidence that an alkaline ph diet benefits healt?. Journal of Environmental and Public Health. 2012;2012:727630. doi:10.1155/2012/727630, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3195546/
  11. Vgl. Bannister, Roger: The effects on the respiration and performance during exercise of adding oxygen to the inspired air. The Journal of Physiology, Vol. 125, Issue 1, 28. Juli 1954, Seiten 118-137, http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1113/jphysiol.1954.sp005145/pdf
  12. Vgl. Schwalfenberg, Gerry K.: The alkaline diet: Is there evidence that an alkaline ph diet benefits healt?. Journal of Environmental and Public Health. 2012;2012:727630. doi:10.1155/2012/727630, http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3195546/
Von | 2017-05-25T21:29:38+00:00 20. Oktober 2016|