#026 Geführte Meditation zur inneren Oase der Ruhe, Entspannung und neuen Energie

Getreu dem Motto von Erich Kästner „Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es“, liegt die Wahrheit immer in der Praxis. Und da es uns allen in diesen Tagen nicht wirklich schadet, einmal eine kleine Pause einzulegen, zu entspannen und neue Kraft zu tanken, bekommst Du heute von mir eine wundervolle geführte Meditation zu Deiner inneren Oase der Ruhe. Ich wünsche Dir viel Freude damit.

Von | 2017-11-08T21:25:30+00:00 9. November 2017|

#017 Rosinen-Meditation

In dieser Folge bekommst Du von mir die Anleitung zur Rosinen-Meditation – eine tolle und sehr wirkungsvolle Achtsamkeitsübung für Einsteiger.

Vorbereitung

Für diese Achtsamkeitsübung brauchst Du 3 Rosinen, etwas zum Schreiben und ca. 30 bis 45 Minuten Zeit. Wenn Du zufällig allergisch gegen Rosinen sein solltest oder Du sie einfach nicht ausstehen kannst, dann weiche bitte auf etwas Ähnliches aus, also zum Beispiel Cranberries oder ein anderes Trockenobst.

Wasch Dir noch einmal kurz die Hände und such Dir dann bitte ein ruhiges Plätzchen. Stell sicher, dass Du nicht gestört oder abgelenkt werden kannst. Nimm entweder auf einem Sitzkissen oder einem Stuhl platz, ganz wie es für Dich passt. Leg Dir auf alle Fälle die 3 Rosinen und Deine Schreibsachen so zurecht, damit Du in der Übung jederzeit ganz leicht auf sie zugreifen kannst.

Schließe nun Deine Augen, atme 3 bis 4 mal tief durch und erlaube Dir, Dich zu entspannen und ganz im Hier und Jetzt anzukommen.

1. Rosine

Öffne kurz die Augen, nimm die erste Rosine in die Hand und schließe Deine Augen wieder. Beginne nun, die Rosine mit Deiner ganzen Aufmerksamkeit langsam zwischen Deinen Fingern hin und her wandern zu lassen und ertaste sie dabei so neugierig wie ein Kind.

Wie fühlt sich die Oberfläche an? Ist sie rau oder glatt … oder eventuell etwas klebrig? Ist die Konsistenz weich oder eher fest?

Führe die Rosine dann zu Deiner Nase und rieche an ihr. Wie riecht sie? Kannst Du unterschiedliche Nuancen wahrnehmen? An was erinnert Dich der Geruch? Erinnert er Dich vielleicht an Holz, Erde, Sonne, Leder oder Karamell? Hast Du zu diesen Gerüchen möglicherweise auch Assoziationen – Erinnerungen an Weihnachten, an Deine Oma, an die Küche in Deinem Elternhaus oder vielleicht an Christstollen? Was lösen diese Erinnerungen in Dir aus? Wehmut oder Freude? Überkommt Dich eventuell sogar ein Lächeln? Bemerke all diese Dinge einfach nur. Achte darauf, was in Dir geschieht und wie Du darauf reagierst.

Dann öffne bitte wieder Deine Augen und schau Dir die Rosine nun ganz genau an. Und zwar so, als ob Du vorher noch nie eine Rosine gesehen hättest: Wie ist ihre Oberfläche beschaffen? Welche Struktur hat sie? Wie bricht sich das Licht auf der Oberfläche? Wie ist die Farbigkeit? Gibt es eventuell feine Farbunterschiede oder Schattierungen? Halte die Rosine ggf. auch einmal gegen das Licht: Was kannst Du jetzt sehen? Erinnert Dich das unter Umständen an irgendetwas?

Führe die Rosine nun zu einem Deiner Ohren. Bewege und knautsche die Rosine ein wenig zwischen Deinen Fingern: Was kannst Du dabei hören?

Führe die Rosine jetzt zu Deinem Mund und beginne, sie mit Deinen Lippen zu ertasten. Wenn Du magst, schließe dabei auch wieder Deine Augen. Was fühlst Du? Kannst Du die Struktur der Rosine wahrnehmen? Was passiert dabei in Deinem Mund? Entsteht vielleicht mehr Speichel? Geschieht eventuell auch etwas in Deinem Kopf? Hast Du ggf. Assoziationen, z. B. von einem bestimmten Gericht, Kuchen oder Gebäck? Beobachte einfach nur, was geschieht.

Öffne nun den Mund und leg die Rosine bewusst auf die Zunge. Schließe danach den Mund und beginne damit, die Rosine mit der Zunge zu erforschen. BItte noch nicht draufbeißen, erst einmal nur mit der Zunge wahrnehmen. Wie schmeckt sie? Schmeckt sie wie erwartet oder anders … vielleicht schmeckst Du sogar gar nichts? Erscheint sie Dir groß oder klein … hart oder weich … kalt oder warm? Verändert sich die Wahrnehmung eventuell mit der Zeit? Erhöht sich der Speichelfluss?

Beiß nun bewusst ein- oder zweimal auf die Rosine. Wie verändert sich jetzt der Geschmack in Deinem Mund? Verändert sich der Speichelfluss? Bemerke ggf., ob sich in Dir der Impuls regt, weiterkauen zu wollen und die Rosine endlich zu essen. Wenn ja, dann nimm diesen Impuls wahr, ohne jedoch auf ihn zu reagieren. Koste einfach nur weiterhin den Geschmack der Rosine.

Jetzt kannst Du die Rosine zerkauen, aber mach dabei ganz langsam. Beobachte ganz aufmerksam, wann die Rosine aufhört eine Rosine zu sein! Wenn Du die Rosine schlucken möchtest, achte bitte darauf, wie Deine Zunge den Schluckvorgang vorbereitet, indem sie alle Einzelteile zusammensammelt.

Wenn Du die Rosine runterschluckst, dann beobachte bitte ganz genau, bis zu welcher Stelle Du die Rosine nach dem Schlucken noch spüren kannst: Wo hört für Dich die Wahrnehmung von der Rosine auf?

Nimm nach dem Schluckvorgang wahr, wie die Zunge den Mund reinigt – ein Vorgang, den wir selten bewusst erleben. Nimm beispielsweise wahr, wie die Zunge von Speichel überflutet wird und sie sich auf diese Weise selbst reinigt. Beobachte, wie sich jetzt der Geschmack in Deinem Mund verändert.

Öffnen nun für einen Moment die Augen, aber bleib in diesem meditativen Zustand. Nimm Deine Schreibsachen zur Hand. Gib Dir etwas Zeit und Muse, über Deine Wahrnehmungen nachzudenken und sie zu reflektieren … Deine Beobachtungen, inneren Bilder und Gefühle bei den einzelnen Schritten zu sortieren und sie anschließend aufzuschreiben.

Stell Dir dabei folgende Fragen: Hast Du auf diese Weise schon einmal eine Rosine erforscht und gegessen? Was konntest Du wahrnehmen und wie hast Du das empfunden? Was hat Dich ggf. überrascht? Welche Gedanken oder Erinnerungen kamen auf? Welche Gefühle waren damit verbunden? Gab es Momente der Ungeduld, der Langeweile, des Widerstands oder vielleicht auch der Gier? Natürlich solltest Du auch alle die Erkenntnisse aufschreiben, nach denen ich jetzt nicht explizit gefragt habe.

2. Rosine

Nun lade ich Dich ein, Dich der zweiten Rosine zu widmen. Wähle eine der zwei noch vorhandenen Rosinen aus und iss diese so, wie Du bisher Rosinen gegessen hast. Gib Dir danach wieder etwas Zeit zum Reflektieren und schreib Deine Erkenntnisse anschließend wieder auf: Wie hast Du diese Rosine erlebt? Konntest Du sie so essen wie gewöhnlich, oder gab es einen Unterschied zu den üblichen Erfahrungen? Was war anders als sonst?

3. Rosine

Wende Dich jetzt bitte der dritten Rosine zu. Iss diese Rosine nun in Deinem eigenen Tempo in Achtsamkeit. Wähle selbst, welche Sinne Du nutzen willst. Halte anschließend Deine Erfahrungen wieder schriftlich fest. Stell Dir zudem die Frage, welche Auswirkungen diese Erfahrung für Dein Privatleben und Deinen Geschäftsalltag haben könnte: Welche Vorteile hätte es, wenn Du all Deine Aktivitäten mit mehr Achtsamkeit ausführen würdest?

Von | 2017-10-08T18:44:21+00:00 10. Oktober 2017|

#013 Erfolgsfaktor Emotionale Intelligenz

In dieser Folge geht’s um den Erfolgsfaktor Emotionale Intelligenz bzw. Emotionale Kompetenz. Ich spreche darüber, wie Erfolg von Emotionaler Intelligenz abhängig ist, was die grundlegenden fünf Erfolgsfaktoren dieses EQ sind und wie Du Deine Emotionale Kompetenz fördern kannst.

Hier geht’s zu meinem Buch „Die Aktivierung des Weltinnenraums“: Link. Hier findest Du eine Leseprobe: Link.

Hier findest Du das Buch „Emotionale Intelligenz“ von Daniel Goleman: Link.

Wenn Du mehr über das Thema „Achtsamkeit“ erfahren möchtest, dann hör Dir ggf. auch die Folgen #007, #008 und #009 dieses Podcasts an.

Wenn Du mehr über das Thema „Lebendige, evolutionäre Organisationen“ wissen willst, dann sieh Dir ggf. dieses Interview von mir an:
1. Teil – Overview, 2. Teil – 1. Säule „Mindset“, 3. Teil – 2. Säule „Sinn“, 4. Teil – 3. Säule „Ganzheit“, 5. Teil – 4. Säule „Selbstführung“, 6. Teil – Schlusswort.

Hier findest Du Infos über die Meditationsmethode „Vipassana“: Link.

Von | 2017-09-25T22:42:46+00:00 26. September 2017|

#009 Megatrend Achtsamkeit – Teil 2

Diese Folge ist der zweite Teil der Reihe „Megatrend Achtsamkeit“. In dieser Folge geht es um Praxis, Praxis, Praxis. Du kannst zwei Achtsamkeitstest machen und bekommst zudem drei Einsteiger-Achtsamkeitsübungen an die Hand.

Zur Orientierung:

5:52 Erster Selbsttest
6:58 Zweiter Selbsttest
11:02 Erste Achtsamkeitsübung
14:56 Zweite Achtsamkeitsübung
18:25 Dritte Achtsamkeitsübung

Erster Achtsamkeitstest

Zweiter Achtsamkeitstest

Der zweite Selbsttest besteht aus 13 Aussagen, mit denen Du überprüfen kannst, wie achtsam Du bist. Vergib bitte für jede Aussage Punkte auf einer Skala von 1 bis 6, wobei 1 „fast immer“ und 6 „fast nie“ bedeutet:

  1. Manchmal ergreifen mich irgendwelche Gefühle und erst später fällt mir das auf.
  2. Mir gehen Dinge zu Bruch oder ich verschütte Sachen, weil ich unaufmerksam bin.
  3. Ich finde es schwer, mich auf eine Sache im gegenwärtigen Moment zu konzentrieren.
  4. Ich neige dazu, schnell von A nach B zu eilen. Dabei registriere ich oft nicht die Dinge, an denen ich vorbeilaufe.
  5. Ich neige dazu, körperliche Beschwerden oder ungemütliche Gefühle so lange zu übergehen, bis sie irgendwann so stark sind, dass ich sie einfach beachten muss.
  6. Ich vergesse manchmal den Namen eines Gesprächspartners schon wenige Minuten nachdem er mir das erste Mal genannt wurde.
  7. Ich habe das Gefühl, auf Autopilot durchs Leben zu laufen.
  8. Ich konzentriere mich so auf mein Ziel, dass ich völlig den Bezug zu dem verliere, was gerade passiert.
  9. Ich führe oft wiederkehrende Aufgaben völlig automatisch durch … und bin mit meinen Gedanken gleichzeitig ganz wo anders.
  10. Ich höre manchmal mit dem einen Ohr einer Person zu, und mache gleichzeitig noch etwas völlig anderes.
  11. Wenn ich eine längere Strecke fahre, dann wunder ich mich manchmal, wie ich dort hingekommen bin.
  12. Ich beschäftige mich in Gedanken häufig mit der Vergangenheit oder der Zukunft.
  13. Meistens esse ich nur beiläufig … und unterhalte mich dabei parallel mit anderen Menschen, lese, chatte, beantworte E-Mails oder ähnliches.

Addiere nun Deine Punkte: Je höher das Ergebnis, desto achtsamer gehst Du bereits durch Dein Leben.

Erste Achtsamkeitsübung: 5-Sinne-Übung

Diese total einfache Übung kann jedermann und jede Frau jederzeit an jedem Ort praktizieren. Du brauchst nur wenige Minuten, um Dich mit dieser Übung voll und ganz ins Hier und Jetzt zu holen. Alles was Du tun musst ist, unterschiedliche Dinge in Deiner Umgebung wahrzunehmen:

Schritt 1:
Als erstes solltest Du Dir 5 Dinge in Deiner Umgebung suchen, die Du mit Deinen Augen sehen kannst. Schau Dich um und wähle etwas aus, was Du normalerweise eher nicht bemerken würdest, also z. B. einen Schatten, eine Spalte oder irgendein spezielles Detail einer Sache.

Schritt 2:
Als zweites sollst Du 4 Dinge achtsam beobachten, die Du nur fühlen kannst – Dinge wie z. B. den Stoff Deiner Hose, das Gefühl oder wie der Wind, der über Dein Gesicht weht.

Schritt 3:
Als drittes bitte ich Dich nun 3 Dinge wahrzunehmen, die Du nur hören kannst. Das kann z. B. das Zwitschern eines Vogels, der Rasenmäher vom Nachbarn, das Brummen des Kühlschranks oder der Verkehrslärm einer nahegelegenen Straße sein.

Schritt 4:
Als viertes bring nun Deine Aufmerksamkeit zu 2 Dingen, die Du gerade riechen kannst, auf die Du aber sonst nicht sonderlich achtest. Das können angenehme, aber auch unangenehme Dinge sein. Wenn Du gerade draußen bist, dann kann das der Duft irgendeiner Pflanze sein oder der Geruch eines nahegelegenen Fast Food Restaurants.

Schritt 5:
Als fünftes und letztes bitte ich Dich, Deine Aufmerksamkeit auf eine Sache zu lenken, die Du in diesem Moment schmecken kannst. Das kann ein Schluck eines Getränks, der Geschmack eines Bonbons oder einfach nur der Geschmack des Windes sein, der sich in Deinem Mund fängt, wenn Du draußen unterwegs bist und Deinen Mund für einen Augenblick öffnest.

Diese vergleichsweise schnelle und einfache Übung bringt Dich ganz schnell in einen achtsamen Zustand. Du kannst sie überall machen, Du brauchst keine Hilfsmittel und sie benötigt lediglich 2 bis 3 Minuten. Wenn Du also mal keine Zeit für eine längere Meditation findest, Du eine kurze Pause in einem Meeting oder die Zeit sinnvoll nutzen willst, während Du auf einen Bus oder den Teekocher wartest, dann ist diese Übung bestens dafür geeignet.

Zweite Achtsamkeitsübung: Essensmeditation

Auch das Essen bietet eine tolle Gelegenheit, um Achtsamkeit zu trainieren:

Beginne damit, dass Du Deine Mahlzeit vor Dir auf den Tisch stellst, Du Dich hinsetzt und zuerst eine Achtsamkeitspause einlegst. Schließe ggf. Deine Augen und nimm als erstes 2 oder 3 tiefe Atemzüge. Spür in Dich hinein und nimm eine energetische Verbindung zu der Mahlzeit vor Dir auf. Bedanke Dich für alle Dinge und Lebewesen, die Dir diese Mahlzeit ermöglicht haben. Bedanke Dich bei der Sonne, dem Regen, der Erde und allen lieben Menschen, deren Hände direkt oder indirekt an der Zubereitung Deiner Mahlzeit beteiligt waren. Spüre diese Dankbarkeit in Dir.

Öffne dann wieder Deine Augen und beginne langsam und achtsam zu essen. Beachte dabei, dass Du jeden Bissen mindestens 25 Mal kaust, bevor Du ihn hinunterschluckst. Konzentriere Dich bitte voll und ganz auf die eine Sache, die Du gerade tust: essen. Beobachte ganz genau, was von Augenblick zu Augenblick in Deinem Mund passiert und registriere alle unterschiedlichen Temperaturen oder Geschmacksnuancen. Wichtig ist: Du redest dabei nicht, Du schaust nicht in Dein Smartphone, Du liest keine Zeitung und Du denkst dabei auch nicht an die kommenden Meetings. Nur essen, sonst nichts.

Wenn Du fertig bist, dann hältst Du noch einmal ganz kurz inne und spürst Deine Sättigung und bedankst Dich für genau diese Sättigung. Gleichzeitig kannst Du auch noch einmal für Dich prüfen, inwiefern Dich diese Speise tatsächlich genährt hat, oder ob es ggf. nur Füllstoffe waren, die keinen großen Nährwert gehabt haben (wie z. B. nach einem Essen in einem Fast-Food-Restaurant).

Dritte Achtsamkeitsübung: 5 Minuten lang ein Blatt beobachten

Nimm bitte ein Blatt von irgendeiner Pflanze, halte es in Deinen Händen und gib diesem Blatt 5 Minuten lang Deine volle Aufmerksamkeit. Beobachte ganz genau die Farben, die Schattierungen, die Formen, die Strukturen der Oberfläche sowie alle Muster und auch eventuelle Anomalien. Wenn sich Dein Geist mit irgendwelchen Gedanken einschaltet, dann registriere diese einfach, lass sie gehen und komm dann wieder mit Deiner Aufmerksamkeit zu dem Blatt zurück.

Von | 2017-09-11T21:05:01+00:00 12. September 2017|

#008 Erfahrungsbericht: Achtsamkeit und Führung von Christian Weiher

In dieser Folge berichtet Christian Weiher von seiner Erfahrung, die er durch die Teilnahme an einem achtsamkeitsbasierten Führungskräfteentwicklungsprogramm gemacht hat.

Aufmerksamkeits-Management zählt zu den kritischen Management-Skills des 21. Jahrhunderts… Klick um zu Tweeten

Aus dem Inhalt:

  • Change ist zunehmend die Regel. Achtsamkeitsübungen machen uns Menschen fit für diese Rahmenbedingungen.
  • Durch Achtsamkeit lassen sich Konflikte besser lösen. Zudem optimiert Achtsamkeit das Selbstmanagement in Konfliktsituationen: Die Wahrnehmung des eigenen Stresspegels wird verbessert und man bekommt ein besseres Gespür für das Gegenüber, was ungemein bei der Lösung des Konflikts hilft.
  • Das achtsamkeitsbasierte Führungsprogramm bestand aus drei Teilen: Theorie, Rollenspielen und Achtsamkeitspraxis (Atemfokussierung, Gehmeditationen, etc.)
  • Ich habe bisher viele Dinge von der Arbeit mit nach Hause genommen und ich konnte schwer abschalten: Achtsamkeit hilft mir, mit Stress besser umzugehen und effektiver abzuschalten.
  • Achtsamkeit hilft mir, meine Konzentrationsfähigkeit bei der Arbeit besser zu halten.
  • Achtsamkeitsübungen haben mittlerweile einen festen Platz in meinem privaten und beruflichen Alltag. Es müssen ja nicht immer 30-minütige Meditationen sein. Oftmals sind es nur eingestreute 5 Minuten oder wenige achtsame Atemzüge – und das hilft schon enorm.
  • Meine Mitarbeiter sagen mir, ich würde seit dem Programm besser zuhören.
  • Durch die Achtsamkeitsübungen kann ich mich in Konfliktfällen und Stresssituationen besser beobachten. Und allein durch dieses Heraustreten, bei dem ich mich dann z. B. frage, wie es mir geht und wo ich gerade stehe, kann ich solche Situationen besser meistern und sogar vermeiden.
  • Ich falle Menschen nicht mehr so oft ins Wort und ich bin nicht mehr so ungeduldig.
  • Die Qualität meiner Entscheidungen ist gestiegen. Ich achte bei Entscheidungen auf viel mehr Aspekte und ich bin sensibler für Ustimmigkeiten geworden. Registriere ich solche, werden die seltener weggedrückt, sondern offen angesprochen.
  • Achtsamkeit wirkt Betriebsblindheit und unproduktiven Routinen entgegen.
  • Achtsmkeit ermöglicht es mir, häufiger mit einem Anfänger-Geist „von außen“ auf die Dinge zu blicken.
  • Achtsamkeit ist eine zentrale Voraussetzung für eine gut funktionierende Lernkultur. Fehler werden somit wertungsfrei betrachtet, anstatt unter den Teppich gekehrt.
  • Achtsamkeit hilft in Veränderungsprozessen enorm.
  • Achtsamkeit ist mehr als nur eine Mangement-Ressource. Man beginnt sich auch selbst besser zuzuhören.
  • Die Reise „Achtsamkeit“ ist aber auch eine Herausforderung, denn mit dem, was man entdeckt, muss man anschließend auch umgehen.
  • Ich halte Achtsamkeit in einem Unternehmen für sehr wichtig, weil wer Dinge verändern will, der muss zunächst genau erkennen und erspüren, was es in einer speziellen Situation gerade braucht.
  • Jeder Unternehmen, das sich weiterentwickeln will, kann von Achtsamkeit profitieren.
  • Achtsamkeit sollte nicht top-down „verordnet“ werden. Das wird schlecht funktionieren. Achtsamkeit kann nur dann wirklich erfolgreich sein, wenn es „von unten“ gewachsen ist.
  • Achtsamkeit ist kein Wellness- oder Feel-Goog-Trip. Man muss auch bereit sein, sich mit seinen Schattenseiten auseinanderzusetzen – was aber am Ende sehr gewinnbringend ist.

Übung: Bitte vergib für die nachfolgenden Aussagen Punkte (0 = ich stimme nicht zu, 10 = ich stimme sehr zu)
– Achtsamkeit verbessert die Fähigkeit, das Bild vom größeren Ganzen zu sehen (Punkte von Christian Weiher: 10)
– Achtsamkeit verbessert das Führungsvermögen (Punkte von Christian Weiher: 8)
– Achtsamkeit verbessert die zwischenmenschlichen Beziehungen – auch im Job (Punkte von Christian Weiher: 10)
– Achtsamkeit verbessert die Widerstandskraft / Stressresistenz (Punkte von Christian Weiher: 7)
– Achtsamkeit macht die Mitarbeiter zufriedener und das Unternehmen erfolgreicher (Punkte von Christian Weiher: 6)

Achtsamkeit wird branchenübergreifend ein unverzichtbarer Bestandteil erfolgreicher und… Klick um zu Tweeten
Von | 2017-09-07T09:20:50+00:00 7. September 2017|

#007 Megatrend Achtsamkeit (Teil 1)

Diese Folge ist der erste Teil der Reihe „Megatrend Achtsamkeit“ und es geht um die Grundlagen von Achtsamkeit: Was ist Achtsamkeit? Wo liegen die Ursprünge von Achtsamkeit? Was sind die 3 zentralen Dinge, die Achtsamkeit im Kern ausmachen? Wie funktioniert Achtsamkeit überhaupt? Zudem bekommst Du die Gelegenheit, eine Ein-Minuten-Achtsamkeitsübung auszuprobieren.

Das Thema Achtsamkeit ist in aller Munde. Wenn Du den Begriff „Mindfulness“ googelst, dann erhältst Du aktuell knapp 76 Mio. Treffer. Achtsamkeit hat es auf die Titelseite des Time Magazine geschafft. Auch in Deutschland widmen sich mittlerweile ganze Magazine wie z. B. die Happinezz und die Flow diesem Thema. Es gibt unzählige Bücher zum Thema und mittlerweile auch eine Reihe von Achtsamkeits-Apps. Zudem entdecken mittlerweile auch mehr und mehr Unternehmen das Potenzial von Achtsamkeit für sich – darunter große Konzerne wie Google, SAP und BASF.

Der Trendforscher Matthias Horx schreibt in seinem Zukunftsreport 2016: „Wenn selbst Mercedes seinen Mitarbeitern Mail-Zwangspausen und digitalen Urlaubs-Absentismus verordnet, dann ist das Thema Achtsamkeit in der Mitte der Wirtschaft angekommen. […] Bei diesen Programmen geht es nicht nur um Yoga oder Rückengymnastik. Es geht um die kognitive Selbst-Wirksamkeit.

Was ist Achtsamkeit?

Eventuell fangen wir sogar besser mit dem an, was Achtsamkeit NICHT ist:

Achtsamkeit ist weltanschaulich neutral – es hat nichts mit Religion oder Esoterik zu tun. Es bedeutet nicht, in einer idealisierten Welt zu leben, permanent gut drauf zu sein oder sogar den Kopf auszuschalten (denn das genaue Gegenteil ist dabei der Fall). Es bedeutet auch nicht, dass man ab sofort Bäume umarmen sollte. Es ist keine Entspannungstechnik, obwohl Entspannung tatsächlich ein Nebeneffekt von Achtsamkeit ist. Es ist nichts, was man erst Jahrzehnte praktizieren müsste, bevor man in den Genuss der Ergebnisse kommt. UND … GANZ WICHTIG: Achtsamkeit ist nichts, was man sich durch lesen aneignen könnte – Achtsamkeit muss erfahren werden, denn erst durch das Erleben kommt das Verstehen. Es gilt hier: Feeling is understanding!

So, und jetzt kommen wir zu dem, was Achtsamkeit ist:

Kurz und knackig auf den Punkt gebracht ist Achtsamkeit eine Form von wacher Konzentration, bei der man bewusst beobachtet, was im gegenwärtigen Moment ist, und zwar ohne das Beobachtete zu beurteilen. Achtsamkeit könnte man damit als eine Art mentale Meta-Kompetenz – als Bodybuilding fürs Gehirn – bezeichnen, da sie nachweislich die neuronale Struktur unseres Gehirns verändert. Sie hilft uns Menschen bei der Selbstregulierung – hin zu einem optimalen mentalen Zustand, bei dem wir frei von Angst sind und uns sicher, komfortabel und emotional ausgeglichen fühlen. Durch Achtsamkeit nehmen wir mehr wahr und wir sind viel aufmerksamer.

Achtsam sein bedeutet, innerlich einen Schritt zurückzutreten, damit man das Bild vom größeren Ganzen besser sehen kann. Es kultiviert das Handeln durch Nicht-Handeln und das Loslassen. Achtsamkeit verringert reflexhaftes, automatisiertes Verhalten und begünstigt das Lösen von Selbstsabotage-Programmen.

Und zuletzt noch zwei Punkte, warum Achtsamkeit gerade für Führungskräfte und Unternehmer von enormer Bedeutung sein dürfte: Achtsamkeit verbessert die Qualität von Entscheidungen, da man für Unstimmigkeiten, die bislang vielleicht gerne unter den Tisch gekehrt wurden, sensibler wird. Zudem werden Entscheidungen nicht mehr ausschließlich auf der Basis von bereits Gewusstem, sondern zunehmend auch auf der Basis von Neuem getroffen. Durch die Anwendung von Achtsamkeit bestimmt man den eigenen Kurs immer seltener durch den Blick in den Rückspiegel, sondern dadurch, das man nach vorne schaut.

Wo kommt Achtsamkeit her?

Achtsamkeitsübungen, wie wir sie heute mittlerweile an jeder Straßenecke vermittelt bekommen, gehen zurück auf uralte buddhistische Methoden, welche auf den Veden aus der Zeit zwischen ca. 3.000 bis 600 v. Chr. basieren und von Buddha (Siddhartha Gautama) um 500 v. Christus in Nordindien erstmals breiter gelehrt wurden.

In der Gegenwart wurde Achtsamkeit vor allem durch die Arbeit von Jon Kabat-Zinn populär. Er verknüpfte 1979 Vipassana-Meditationsübungen mit Yogaübungen zu einem 8-wöchigen Programm, welches er „MBSR – mindfulness based stress reduction“ nannte und dessen Auswirkungen er vielfach wissenschaftlich untersuchen lies.

Was sind die drei zentralen Erfolgsfaktoren von Achtsamkeit?

1. Erfolgsfaktor: Raus aus dem Autopiloten-Modus und ankommen im Jetzt

Unser Gehirn ist im Vergleich zu anderen Organen ein wahrer Energiefresser. Es ist für fast 20% des gesamten Energieverbrauchs unseres Körpers verantwortlich. Und genau deshalb liebt unser Gehirn die Effizienz: Alles, was automatisiert werden kann, wird automatisiert, denn so lässt sich Energie sparen. Das hat Vor- und Nachteile, denn einerseits ist es enorm praktisch, wenn man nicht jedes Mal neu überlegen muss, wie man einen Wasserhahn auf- und zudrehen muss, da wirst Du mir sicher zustimmen. Andererseits bekommen wir so nichts von unseren unbewussten Programmen mit, mit denen wir uns sehr häufig auch noch selbst sabotieren.

Gleichzeitig produziert unser Kopf einen ständigen Strom von Gedanken – rund 60.000 pro Tag. Man kann also durchaus behaupten, dass wir schon allein mit Denken völlig im Stress sind. Die Krux ist hier, dass wir aufpoppende Gedanken aufgreifen, sie weiterspinnen und die so entstehende mentale Kettenreaktion sehr sehr oft in ein regelrechtes Gedankengewitter ausartet. UND: Während all das im Bewusstsein passiert, organisiert unser Unterbewusstsein das „Tagesgeschäft“ vollautomatisch. Ein Beispiel: Während wir uns in unserem Bewusstsein gedanklich z. B. mit der Vorstandspräsentation vom Vormittag beschäftigen, kümmert sich parallel dazu das Unterbewusstsein darum, dass wir uns beim Einschänken eines Kaffees nichts auf die Hose kippen.

Damit soll eins deutlich werden: Der Autopilot bestimmt wo es langgeht, während wir mit unseren Gedanken permanent entweder in der Zukunft oder in der Vergangenheit unterwegs sind – wir vom letzten Urlaub träumen, uns für einen schlechten Ausgang eines Verkaufsgesprächs verurteilen oder Ziele für die Zukunft schmieden.

On top führt dieser Funktionsmodus dazu, dass wir vollkommen mit unseren Gedanken identifiziert sind. Doch da, wo das Leben und die Realität stattfinden – im Hier und Jetzt, im gegenwärtigen Augenblick – da sind wir fast nie. Achtsamkeit ändert genau das: Achtsamkeit beendet den Autopiloten-Modus und bringt uns zurück ins Hier und Jetzt.

2. Erfolgsfaktor: Nicht anhaften & nicht urteilen

Normalerweise ist es so, dass uns unsere Gedanken und Gefühle mitreißen – ja, manchmal sogar wie ein Tsunami regelrecht überrollen, ohne dass wir dagegen irgendetwas tun könnten. Dabei wird all das, was uns da so in den Sinn kommt, bewertet und in Schubladen gepackt.

Wenn wir beispielsweise an das bevorstehende Bewerbungsgespräch am nächsten Tag denken, dann kommen sofort die nächsten Gedanken auf: Was ziehe ich an? Bin ich auch gut vorbereitet? Was ist, wenn sie mich nicht nehmen? Ist es eher gut, wenn ich das Gespräch pro-aktiv führe, oder eher negativ? Gleichzeitig werden möglicherweise unsere Hände feucht, unser Herzschlag beschleunigt sich, u. v. m. Diese Kaskade wiederholt sich bei uns tagtäglich viele tausend Mal – natürlich in ganz unterschiedlicher Ausprägung. Der Haken an der Sache ist nur, dass wir in den meisten Fällen schlicht keine Kontrolle über unsere Gedanken und unsere Gefühle haben. Und, dass die oftmals destruktiven Gedankenketten unser sympathisches Nervensystem triggern und unser Stresslevel erhöhen.

Achtsamkeit ändert genau das, weil wir bei Achtsamkeitsübungen alles beobachten, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt – ohne uns von dem Beobachteten verstricken zu lassen und ohne das Beobachtete zu bewerten. So kann es dann beispielsweise sein, dass wir einen aufkommenden Gedanken wie z. B. „Die Zeit könnte ich jetzt echt besser nutzen, als hier doof rumzusitzen“ registrieren, ihn aber dann auch wieder – ohne ihn zu bewerten oder ihm zu folgen – einfach wieder wie eine Wolke davonziehen lassen und einfach nur weiterhin das tun, was wir gerade tun, nämlich sitzen und beobachten.

3. Erfolgsfaktor: Veränderung der Haltung, des Mindsets und der Kultur

Mit fortschreitender Achtsamkeitspraxis geht eine positive Veränderung des Mindsets und der Kultur einher – also der Glaubensmuster, der Werte und der persönlichen Überzeugungen. Das haben Dr. Ulrich Ott und Dieter Vaitl vom Institut für Psychobiologie und Verhaltensmedizin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen bewiesen. In meinem Buch „Die Aktivierung des Weltinnenraums – Was Sie in sich selbst bewegen, bewegen Sie in der Welt“ berichte ich darüber ausführlich (Hier geht’s zum Buch. Hier geht’s zur Leseprobe). Gegenstand ihrer Studie, die im Oktober 2010 veröffentlicht wurde, war die Untersuchung von Menschen, die an dem sogenannten einjährigen „Timeless Wisdom Training” teilgenommen hatten. Durch das Programm fühlten sich die Teilnehmer am Ende authentischer und bei ihren Aktivitäten orientierten sie sich anschließend zunehmend an ideellen Werten wie beispielsweise dem Sinn.

Doch das ist noch lange nicht alles, denn der Shift des Mindsets, der sich durch Achtsamkeitsübungen vollzieht, ist weitaus umfassender – wie die nachfolgende Tabelle illustriert. So z. B. bewertet und analysiert der alltägliche Geist gerne, während sich der achtsame Geist dadurch auszeichnet, dass er eben nicht bewertet. Während der alltägliche Geist genau weiß, wie etwas geht, lässt sich der achtsame Geist überraschen. Während der alltägliche Geist etwas erzwingen will, lässt der achtsame Geist die Dinge lieber auf sich zukommen.

Schauen wir uns ein weiteres Gegensatzpaar noch etwas genauer an: Widerstand und Akzeptanz.

Achtsam zu sein bedeutet, den gegenwärtigen Augenblick, sich selbst oder einen bestimmten Sachverhalt so zu akzeptieren, wie er gerade ist. Das hat entscheidende Vorteile. Ein Beispiel: Viele Menschen, die tagsüber einen großen Workload zu bewältigen haben und unter Stress stehen, wachen manchmal mitten in der Nacht auf, können nicht wieder einschlafen und liegen dann u. U. sogar stundenlang wach. Was passiert da? Nun, in dem Moment, wo die Person aufwacht, geht sie in den Widerstand. Das was ist, nämlich wach sein, will sie nicht. Und das, was nicht ist, nämlich schlafen, will sie unbedingt. Dieser Widerstand führt dazu, dass sie anfängt, innerlich mit sich zu kämpfen: „Scheiße da! Ich musst jetzt wieder einschlafen! Ich werd sonst den morgigen Tag nicht überstehen!“ Und je mehr diese Person innerlich kämpft, desto mehr Stresshormone werden ausgeworfen und desto weniger kann sie einschlafen.

Wenn diese Person die Situation jedoch akzeptiert, dann unterbricht sie den Stresskreislauf, der Körper kommt wieder aus dem Kampf-Flucht-Modus heraus und beruhigt sich, das parasympathische Nervensystem wird wieder aktiver und schlussendlich kann die Person auch wieder einschlafen. Das Gute daran ist, dass dieses Prinzip auf jeden Stuck-State, also auf jeden festgefahrenen Zustand, und sehr viele Probleme übertragbar ist.

Ein weiteres Beispiel aus dem Berufsalltag: Stell Dir vor, Du hast in einem Projekt das Budget um 30.000 EUR überschritten. Das ist dann eine Tatsache – es ist bereits geschehen. Egal wie sehr Du dazu in den Widerstand gehst, Du kannst es nicht mehr rückgängig machen. Es nicht zu akzeptieren würde schlimmstenfalls dazu führen, dass Du es leugnest oder verdrängst, was dann dazu führen kann, dass Du das Budget noch weiter überziehst.

Es könnte sein, dass Du Meetings mit Deinem Vorgesetzten aus dem Weg gehst; aggressiv wirst und diese Aggression an Deinen Kollegen auslässt. Das Problem wird also nur noch größer. Akzeptanz würde anstatt dessen dazu führen, dass Du zeitnah klärende Gespräche anberaumst, Dir ermöglichst, aus Deinen Fehlern zu lernen und Dich weiterzuentwickeln. Dies zeigt: Akzeptanz ist eine zwingende Vorbedingung von Veränderung. Jeder, der sich oder eine Organisation verändern will, ist gut beraten, sich in Achtsamkeit und Akzeptanz zu üben.

Wie funktioniert Achtsamkeit?

Während wir Menschen üblicherweise im Autopiloten-Modus durch die Welt laufen und auf Reize direkt und völlig automatisch reagieren, lösen wir durch Achtsamkeitsübungen diesen Modus auf: Wir lassen eine Lücke zwischen Reiz und Reaktion entstehen, dehnen diese Lücke weiter auf und beobachten alles, was sich im gegenwärtigen Moment zeigt – ohne darauf zu reagieren: Gedanken, Gefühle und sonstige Wahrnehmungen. Dadurch können Programme, die bislang unbewusst abgelaufen sind, bewusst werden, was die Voraussetzung dafür ist, um sie z. B. als destruktiv erkennen und anschließend verändern zu können. So wirst Du Dir Stück für Stück dessen gewahr, wie Gedanken, Emotionen und Verhalten die Art und Weise beeinflusst, wie Du auf das Leben reagierst.

Diese Lücke eröffnet für Dich eine völlig neue Welt: Sie ermöglicht Dir, über das, was Du da so beobachtest nachzudenken, neu zu bewerten und so Deine Gefühlswelt, Dein Verhalten und Deine Entscheidungen aktiv zu verändern. Es entstehen so Schritt für Schritt neue Wahlmöglichkeiten – und mehr Wahlmöglichkeiten bedeuten gleichzeitig mehr Freiheit.

Wenn Du also Achtsamkeit praktizierst, dann ist das für Dein Gehirn wie ein Reboot – ein Neustart. Die Amygdala – ein Bereich in Deinem Gehirn, der für Emotionen, Stress und Ängste verantwortlich ist – wird weniger empfindlich. Die Kapazität Deines „Arbeitsspeichers“ nimmt zu und der linke präfrontale Kortex – der mit Glück und Entspannung zu tun hat – wird aktiver.

Mein Fazit lautet deshalb: Achtsamkeit ist nicht nur unglaublich kraftvoll, sondern auch extrem wirkungsvoll. Wer selbst am Steuer seines Lebens sitzen (und nicht nur der Illusion von Selbststeuerung erliegen) will, der sollte besser früher als später anfangen, Achtsamkeitsübungen in den privaten und geschäftlichen Alltag zu integrieren.

Von | 2017-09-04T20:11:35+00:00 5. September 2017|

Podcast „INNERER REICHTUM“ on air

YESSSS! Mein Podcast „Innerer Reichtum“ ist on air! Ab sofort ist die Folge #000 auf iTunes, Podcast.de und Stitcher.com verfügbar. In dieser Folge erzähle ich Dir ein klein wenig über mich als Gastgeber und das, was Dich künftig hier auf diesem Kanal erwartet:

In diesem Podcast geht es darum, wie wir zum Menschenmöglichen gelangen können – als Individuen, als Organisationen und als Gesellschaft. Und zwar deshalb, weil mich genau diese Frage jeden Tag aus dem Bett treibt. Ich will mit diesem Podcast inspirieren, damit wir ins Tun kommen, wir uns gemeinsam weiterentwickeln und dabei voneinander lernen. Wer, wenn nicht wir – wann, wenn nicht jetzt.

Thematisch wird es um viele unterschiedliche Dinge gehen wie z. B. Achtsamkeit, Sinn, Ganzheit, Resilienz, Gesundheit sowie um alles, was unserer Potenzialentfaltung dienlich ist.

Der Podcast heißt „Innerer Reichtum“, weil ich bei den Recherchen für mein Buch „Die Aktivierung des Weltinnenraums“ (Hier geht’s zur Leseprobe, hier kannst Du das Buch kaufen) auf ein unendlich wichtiges Experiment des iranisch-amerikanischen Physiker Shahriar Afshar gestoßen bin. Afshar hatte 2004 in einem ausgeklügelten, quantenphysikalischen Experiment gezeigt, dass von den beiden Aspekten, die Teilchen besitzen – nämlich wellenartig und teilchenartig –, der Wellenaspekt selbst dann vorhanden ist, wenn der Teilchenaspekt beobachtet wird. Wurde jedoch der Wellenaspekt beobachtet, war der Teilchenaspekt nicht vorhanden.

Damit stellte sich heraus, dass Quanten – die Teilchen, die die grundlegendsten Bausteine der materiellen Welt darstellen – mehr Wellen als Teilchen gleichen. Die Welt besteht also nicht primär aus Materie, sondern aus einem bewussten Feld elektromagnetischer Schwingungen. Mit anderen Worten: Der Geist oder das Bewusstsein ist das Primäre und die Materie das Sekundäre. Und das bedeutet: Das Innere erschafft das Äußere – nicht umgekehrt. Wer etwas im Außen wirkungsvoll verändern will, muss im Inneren anfangen.

Das ist der eine Grund, warum der Podcast „Innerer Reichtum“ heißt. Ein weiterer Grund ist, dass die Glücksforschung Folgendes herausgefunden hat: Glück ist nur zu 10 Prozent von äußeren Aspekten wie z. B. materiellem Besitz abhängig, aber zu 90 Prozent von inneren Faktoren.1

Zudem bekommst Du das Best Of der kommenden 6 Interviews mit Calvin Hollywood, Oliver Wnuk, Dirk Kreuter, Peter Spiegel, Laura Malina Seiler und Christoph Harrach zu hören – die ich ab morgen veröffentlichen werde (jeden Tag ein Interview, also unbedingt abonieren!). Nach der Launch-Woche wird jeweils Dienstags und Donnerstags eine neue Folge erscheinen.

Hier findest Du den Podcast bei iTunes. Hier findest Du ihn bei Podcast.de. Hier findest Du den Podcast bei Stitcher.com.

  1. Vgl. Lyubomirsky, Sonja: What determines happiness. YouTube-Video, Webseite
Von | 2017-08-31T12:53:04+00:00 26. August 2017|