Weizengras Anleitung Anbau Inhaltsstoffe Wirkung

Weizengrassaft gehört zu den ältesten Heilmitteln dieser Welt. Schon im Jahr 4000 vor Christus sollen ihn die Mesopotamier verwendet haben. Der babylonische König Nebukadnezar soll Weizengrassaft getrunken haben, um seine physische und mentale Gesundheit zu fördern. Aber auch Kelten, indianische Schamanen, chinesische Heiler sowie die Priesterärzte der Essener sollen in der Vergangenheit die Kraft des grünen Saftes genutzt haben. Sogar die berühmte Hildegard von Bingen soll ihn zu Heilzwecken eingesetzt haben.1 2

Weizengras Inhaltsstoffe

Weizengras enthält …

  • Vitamine A, C, D, E, B1, B2, B6 , B12 und Folsäure
  • 91 Mineralien und Spurenelemente: z. B. Eisen, Calcium, Magnesium, Kupfer, Kalium, Mangan, Natrium, Selen, Zink etc.
  • 80 lebenswichtige Enzyme
  • Carotinoide: Lycopin, Lutein und Zeaxanthin 3
  • Chlorophyll 4
  • Cholin
  • Ballaststoffe
  • Hohe Bioverfügbarkeit aller Vitalstoffe
  • Gluten < 0,01 g/100 g 5

Weizengras im Vergleich …

Pro Kalorie hat Weizengras:

  • 44% mehr Kalzium als Kuhmilch
  • 2 mal soviel Magnesium wie Bananen
  • 2 mal so viel Eisen wie Spinat

Wirkung: Weizengras wird nachgesagt, … 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16

  • Den Körper basisch zu machen und für eine ausgewogene Säure-Basen-Balance zu sorgen
  • Die Verdauung zu fördern und den Darm zu reinigen
  • Eine entschlackende, belebende und erfrischende Wirkung zu haben Die Qualität und die Reinheit des Blutes zu verbessern
  • Mehr Sauerstoff ins Blut zu bringen, was die Zellteilung beschleunigen, Stoffwechselprozesse optimieren und die Gehirnleistung verbessern soll (Chlorophyll)
  • Das Immunsystem zu stärken, eine antibakterielle Wirkung zu haben und zudem verjüngend zu wirken (Chlorophyll)
  • Eine gute Energiequelle zu sein (pflanzliches Eiweiß)
  • Chronische Darmerkrankungen zu lindern
  • Stark antioxidativ zu wirken und DNA sowie Zellmembrane vor oxidativen Schäden zu schützen
  • Die Augen vor freien Radikalen (altersabhängige Makuladegeneration AMD) und Katarakten (wie z. B. dem grauen Star) zu schützen (Lutein und Zeaxanthin)
  • Das Risiko für bestimmte Krebs- und Herz-Kreislauf- Erkrankungen zu senken (Carotinoide)
  • Osteoporose und Diabetes mellitus entgegenzuwirken sowie das Immunsystem zu stärken (Lycopin, das eine 100 mal potentere antioxidative Wirkung als Vitamin E und eine 2 mal so hohe antioxidative Wirkung wie Beta-Carotin haben und deshalb einer der stärksten Radikalfänger überhaupt sein soll)

Anleitung: Weizengras selbst anbauen

  1. Vgl. Andrews, Salette Ann: Taking a shot of wheatgrass. 7. August 2013, humanelivingnet.net/2013/08/07/taking-a-shot-of-wheatgrass-juice/
  2. Vgl. Germany goes raw: Dr. Ann Wigmore – Rohkost-Pionierin. https://germanygoesraw.de/rohkost-arzt/dr-ann-wigmore-weizengrassaft-rohkost-pionierin/
  3. Vgl. Andrews, Salette Ann: Taking a shot of wheatgrass. 07.08.2013, humanelivingnet.net/2013/08/07/taking-a-shot-of-wheatgrass-juice/
  4. Vgl. Wigmore, Ann: The Hippocrates Diet. Avery, 1984, Seite 93
  5. Vgl. Sanos GmbH: Broschüre „Sanos Weizengras Flyer“. http://www.mercatus.ch/store/img/cms/weizengras/sanos-weizengras-flyer.pdf (Abgerufen am 13.09.2017) PDF
  6. Vgl. Balance-ph.de: Basische Ernährung: Weizengras. www.balance-ph.de/weizengras.html (Abgergufen am 13.09.2017)
  7. Vgl. Weiss, Thorsten und Bor, Jenny: Superfoods. Schirner Verlag, Darmstadt 2014, 3. Auflage, S. 60f.
  8. Vgl. Simonsohn, Barbara: Moringa – Der essbare Wunderbaum. Kris-Verlag, Neuenbürg 2014, 1. Auflage, S. 63
  9. Vgl. Ben-Arye, E. et al.: Wheat grass juice in the treatment of active distal ulcerative colitis: a randomized double-blind placebo-controlled trial. Scand Journal Gastroenterol. 2002 Apr;37(4):444-9. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/11989836
  10. Vgl. Haisken, Nina: Weizengras – Wertvoller als das tägliche Brot. Yoga Aktuell, http://www.yoga-aktuell.de/yoga-und-leben/ernahrung/weizengras-wertvoller-als-das-tagliche-brot/
  11. Vgl. Döll, Prof. Dr. Michaela: Das Antioxidantienwunder. Kopp Verlag, Rottenburg 2003, S. 81f.
  12. Vgl. Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE): Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit – Eine Aktualisierung anhand des Ernährungsberichts 2008. http://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/fachinformationen/sekundaere-pflanzenstoffe-und-ihre-wirkung/
  13. Vgl. Watzl, Bernhard und Leitzmann, Claus: Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln. Hippokrates Verlag, Stuttgart 2005, 3. Auflage, S. 28.
  14. Vgl. Watzl, Dr. Bernhard und Bub, Dr. Achim: Carotinoide. Basiswissen aktualisiert, Ernährungs-Umschau 48 (2001), Heft 2, S. 71 ., PDF
  15. Vgl. Deutsches Grünes Kreuz für Gesundheit e.V.: Lycopin. http://dgk.de/fr/gesundheit/mikronaehrstoffe/lexikon/vitamine/carotinoide/lycopin.html
  16. Vgl. Watzl, Dr. Bernhard und Bub, Dr. Achim: Carotinoide. Basiswissen aktualisiert, Ernährungs-Umschau 48 (2001), Heft 2, S. 71 ., PDF
Von | 2017-09-13T14:30:53+00:00 13. September 2017|

7 wenig bekannte Fakten die einen Smoothie zum Fatburner machen

Manche Smoothies machen dick, andere helfen sogar beim Abnehmen. Wie Du hier die Spreu vom Weizen trennen kannst, das erkläre ich Dir in diesem Artikel.

Grundsätzlich gibt es 7 Faktoren, die einen Smoothie zum regelrechten Fatburner machen. Als Fausformel gilt: Je mehr ein Smoothie von diesen Faktoren erfüllt, desto besser hilft er Dir beim Abnehmen.

 

1. Niedriger GI / GLYX

GI und GLYX sind Abkürzungen für glykämischer Index“. Der glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Je höher der Wert ist, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel an. Je höher der Blutzuckerspiegel, desto mehr Insulin wird ausgeschüttet. Je mehr Insulin, desto mehr Hunger bekommt man und desto geringer ist die Fettverbrennung. Umgekehrt sorgen niedrig-glykämische Lebensmittel für eine geringere Insulinausschüttung, was die Fettverbrennung unterstützt und Heißhunger unterbindet.

Je nach Wirkung hat man alle Lebensmittel mit einer Zahl zwischen 1 und 100 indexiert. Grob kann man folgendes sagen: Mit einem GI bis 55 hält das Lebensmittel schlank. Dazu zählen unter anderem grüne Blätter, Gemüse, saures Obst wie z. B. Beeren, Grapefruits, Zitronen, Limetten, Äpfel sowie roher Kakao. Bei einem GLYX zwischen 55 und 75 muss man schon aufpassen und sollte nicht ganz so viel davon verzehren. Das gilt beispielsweise für Bananen, exotische Früchte, Nudeln, Reis oder Pellkartoffeln. Lebensmittel mit einem Wert von über 75 sind Dickmacher: Weizenbrot, Cornflakes, Kekse, Süßes, Kuchen, Junkfood, Softdrinks, Bier sowie die meisten Smoothies aus dem Supermarktregal.

Übrigens: Eine Liste, die Lebensmittel anhand ihres glykämischen Index einordnet, ist Teil des kostenlosen Coaching-Bundles zur 7 Tage Smoothie Challenge. Das Bundle kannst Du Dir hier herunterladen. Alle Infos zum entsprechenden Podcast-Kurs findest Du hier.

2. Gesunde Fette

Lange wurde uns das Märchen erzählt, dass jegliches Fett dick und depressiv macht sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorruft. Doch die wissenschaftliche Studienlage zeigt inzwischen sehr deutlich, dass das nur für bestimmte Fette zutreffend ist. Es gilt für die sogenannten gesättigten Fettsäuren, die in Kuhmilch, Käse und sonstigen Milchprodukten, Wurst und Fleisch sowie fetten, industriell hergestellten Produkten wie Gebäck, Pommes, Keksen und Fertiggerichten enthalten sind. Diese schlechten Fette führen zu Entzündungen – die Vorstufe fast aller chronischen Erkrankungen.

Bei den ungesättigten Fettsäuren ist hingegen das genaue Gegenteil der Fall: Eine Ernährung, die reich ist an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, wie sie u. a. in Avocados, Nüssen (z. B. Hasel-, Para- und Walnüssen), Samen (z. B. Chia-, Hanf-, Lein- und Sesamsamen), Kernen (z. B. Mandeln, Kürbis- und Sonnenblumenkernen) und hochwertigen Pflanzenölen (z. B. Kokosöl, Olivenöl und Walnussöl) enthalten sind, bringt enorme gesundheitliche Vorteile und hilft sogar beim Abnehmen. Das hat vier Gründe:

  1. Gesunde Zellwände aus hochwertigen Fetten sind besser in der Lage, Insulin zu metabolisieren, was eine bessere Regulation des Blutzuckers und damit des Fettstoffwechsels bewirkt.
  2. Gesunde Fette verbessern die Fettverbrennung und verringern Hunger sowie die Einlagerung von neuen Fettzellen.
  3. Gesunde Fette normalisieren das Appetithormon Leptin.
  4. Gesunde Fette erhöhen die Thermogenese – sie sorgen also dafür, dass Kalorien als Wärme verpuffen.

 

Gesunde Fette machen schlank, ungesunde machen dick. Klick um zu Tweeten

 

3. Hochwertiges Protein

Eiweiß macht satt und schlank. So konnte mittlerweile durch zahlreiche Studien bewiesen werden, dass Menschen immer dann mehr Gewicht verlieren und länger satt sind, wenn ihre Mahlzeiten mehr hochwertige Proteine enthalten. Erhöht man seine tägliche Proteinration, verliert man das viszerale – das gefährliche Bauchfett: Man verbessert damit sowohl den Fett- als auch den Zuckerstoffwechsel und beugt Entzündungen, Diabetes sowie Übergewicht vor.

Doch Achtung: Es sollten pflanzliche Proteine sein, da tierische Proteine nachgewiesenermaßen Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes und Adipositas fördern können. Hochwertiges pflanzliches Eiweiß findest Du zum Beispiel in Hanf- und Chiasamen, Cashew-, Kürbis- und Sonnenblumenkernen, Mandeln, Walnüssen, Pistazien, Quinoa, Erbsen, Kichererbsen, Linsen, Sprossen sowie in Spirulina- und Chlorella-Algen. Hochwertiges Eiweiß ist ferner in Moringa, Mungbohnen, Brokkoli, Pilzen sowie in diversen Kohlsorten enthalten.

 

4. Sättigung durch Magendehnung

Der größte Sättigungsreiz entsteht durch einen gedehnten Magen; um es einfach zu machen: voll = satt. Klar ist natürlich, dass wir diese Füllung durch wertvolle Lebensmittel bewirken wollen. Bei einem Fatburner-Smoothie sollten es möglichst Lebensmittel sein, die weniger als eine Kilokalorie pro Gramm liefern. Mein Geheim-Tipp lautet deshalb: Iss Chiasamen! Kommen diese einmal (im Magen und Darm) mit Flüssigkeit in Verbindung, quellen sie auf und ver-größern ihr Volumen innerhalb von knapp 10 Minuten um das 9- bis 12-Fache.

 

5. Genialer Serotoninspender

Das Hormon Serotonin macht satt, glücklich und lässt nachts besser schlafen. Deshalb sollte uns ein Fatburner-Smoothie mit B-Vitaminen und der Aminosäure Tryptophan versorgen – beide werden benötigt, damit unser Körper Serotonin bilden kann. Sie sind vor allem in Grünkohl und Petersilie, Avocados, Cashew- und Kürbiskernen, Mandeln, Hasel- und Walnüssen, Chia- und Hanfsamen, Amaranth, Datteln, rohem Kakao, Kurkuma, Nelken, Weizengras, Moringa sowie in Chlorella- und Spirulina-Algen enthalten.

 

6. Stimulation eines guten Darmmilieus

Ist der Darm gesund, ist auch der Mensch gesund – das wussten schon die alten Chinesen. Denn Tatsache ist: Wird die Ökologie auf der 300 bis 500 Quadratmeter großen Darmschleimhaut gestört, kommt es zu Erkrankungen, die scheinbar nichts miteinander gemein haben; Depressionen und Angstzustände ebenso wie Entwicklungsstörungen und Lernschwierigkeiten, aber auch Allergien und Übergewicht – ja sogar Krankheiten wie Diabetes, Parkinson oder Alzheimer.

Und da man bei Studien mit übergewichtigen Menschen festgestellt hat, dass in ihrer Darmflora grundsätzlich weniger Vielfalt herrscht und schlechte Bakteriengruppen überwiegen, sollten Fatburner-Smoothies ausreichend Eiweiß und Ballaststoffe enthalten, welche die Darmflora positiv beeinflussen. Diese sind z. B. in Chiasamen, Erdmandeln, Kokosmehl oder Gerstengraspulver enthalten. Eine gute Bakterienbesiedelung beeinflussen wir indirekt auch dadurch, indem wir bei den Fatburner-Smoothies auf Kuhmilch und Gluten verzichten sowie hin und wieder Fermentiertes wie beispielsweise Soja- oder Kokos-Joghurt einbauen.

 

7. Es sind Superfoods enthalten

Ein Fatburner-Smoothie sollte auf alle Fälle Lebensmittel enthalten, die das Immunsystem stärken, Entzündungen entgegenwirken, die Entgiftung fördern und mittels enthaltener Antioxidantien die Selbsheilungskräfte des Körpers unterstützen. Solche Lebensmittel nennt man heute neudeutsch auch „Superfoods“. Als Superfoods werden Nahrungsmittel bezeichnet, die über eine überdurchschnittlich hohe Konzentration an Nährstoffen – Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Proteine, Amino- und gute Fettsäuren, Enzyme, sekundäre Pflanzenstoffe sowie Antioxidantien – verfügen. Dazu zählen beispielsweise Heidel- und Goji-Beeren, Hanf- und Chiasamen, Spirulina- und Chlorella-Algen, Datteln, Weizengras, Ingwer, Kurkuma, Vanille, roher Kakao, Moringa, Kokosnüsse, Zimt, Essig aber auch Brennnesseln, Gänseblümchen und Löwenzahn.

 

Hier kannst Du Dir diesen Beitrag auch anhören:

Von | 2017-05-23T15:52:45+00:00 19. Mai 2017|