#012 Holacracy Interview mit Dennis Wittrock

In dieser Folge führe ich ein Interview mit Dennis Wittrock zum Thema Holacracy – eine neue und innovative Form, wie man Unternehmen organisieren kann.

Diesen Fragen gehen wir auf den Grund:

  1. Was ist Holacracy? Was unterscheidet Holacracy von anderen Möglichkeiten, eine Organisation zu führen?
  2. Ist Holacracy die Antwort auf die Digitalisierung und die Herausforderung „Industrie 4.0“?
  3. Wer entscheidet und kontrolliert in einer holokratischen Struktur?
  4. Woher kommt Holocracy?
  5. Ist die Holokratie das Aus für den Manager?
  6. Ist Holocracy hierarchisch, oder nicht?
  7. Wo liegen die Vorteile von Holocracy?
  8. Wie wird bei Holacracy kommuniziert?
  9. Wie wird bei Holacracy entschieden?
  10. Weshalb kann Holacracy „scheitern“?
  11. Welche deutschen Unternehmen setzen Holacracy erfolgreich ein?
  12. Wo liegen die Schnittmengen von Holacracy, New Work und den integralen Ansätzen von Ken Wilber?
Von | 2017-09-20T17:54:06+00:00 21. September 2017|

#011 Bedienungsanleitung für’s Gehirn (Teil 1: Das Mindset)

Diese Folge ist der erste Teil der Reihe „Bedienungsanleitung für’s Gehirn“ und es geht konkret um das Thema „Mindset“ … vor allem um die Fragen: Was ist ein Mindset? Und: Wie funktioniert das Mindset?

Auf den Menschen strömt ständig eine überwältigende Anzahl an Reizen aus seinem Umfeld ein. Diese werden über die bekannten fünf Sinne aufgenommen: Sehen, Hören, Fühlen, Riechen und Schmecken. Aus dem übergroßen Angebot an Reizen sucht sich der Mensch nach bestimmten Kriterien diejenigen heraus, die er als wichtig erachtet. Die Reize passieren also einen Wahrnehmungsfilter.

Wie stark dieser Wahrnehmungsfilter wirkt, wird deutlich, wenn man sich das Verhältnis der von den Sinnesorganen aufgenommenen Informationen zu der Menge der Informationen vergegenwärtigt, die im Bewusstsein tatsächlich ankommt:

Das Auge sendet pro Sekunde mindestens 10 Millionen Bits ans Gehirn, die Haut 1 Million, das Ohr 100.000, der Geruchssinn weitere 100.000 und der Geschmackssinn ungefähr 1.000 Bits. Alles in allem sind das mehr als 11 Millionen Bits/Sekunde. Doch der Mensch erlebt viel weniger – sein Bewusstsein setzt sehr viel weniger Bits um. Aus den Messungen ergibt sich, dass der bewusste Teil des Arbeitsspeichers um die 40 Bits/Sekunde erlebt.

Dies zeigt, dass die Bandbreite des Bewusstseins viel geringer ist als die Gesamtheit aller Sinneswahrnehmungen: Der Mensch erlebt viel mehr, als er bewusst erfasst. Gerade mal 0,0004% der Informationen schaffen es in das menschliche Bewusstsein. Ein verschwindend geringer Teil. Der Unterschied ist also riesig.

Wir wissen nun, dass die menschliche Wahrnehmung sehr eingeschränkt ist und dass externe Reize einen Wahrnehmungsfilter passieren. Aber wovon hängt die Auswahl derjenigen Reize ab, die es ins Bewusstsein schaffen?

Die Antwort lautet: Sie hängt vom Mindset des Menschen ab – von seinen Überzeugungen, seinen Glaubenssätzen, seinen Werten und seinen Entscheidungen, die er in seiner Vergangenheit bewusst oder unbewusst getroffen hat. Sie sind es, die wie ein Filter wirken und darüber entscheiden, welche Informationen der Mensch in sein Bewusstsein hineinlässt. Bei diesem Filtervorgang werden Informationen

  1. generalisiert
  2. getilgt
  3. verzerrt

Hier geht’s zum Achtsamkeitstest

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Von | 2017-09-14T19:18:16+00:00 19. September 2017|

#008 Erfahrungsbericht: Achtsamkeit und Führung von Christian Weiher

In dieser Folge berichtet Christian Weiher von seiner Erfahrung, die er durch die Teilnahme an einem achtsamkeitsbasierten Führungskräfteentwicklungsprogramm gemacht hat.

Aufmerksamkeits-Management zählt zu den kritischen Management-Skills des 21. Jahrhunderts… Klick um zu Tweeten

Aus dem Inhalt:

  • Change ist zunehmend die Regel. Achtsamkeitsübungen machen uns Menschen fit für diese Rahmenbedingungen.
  • Durch Achtsamkeit lassen sich Konflikte besser lösen. Zudem optimiert Achtsamkeit das Selbstmanagement in Konfliktsituationen: Die Wahrnehmung des eigenen Stresspegels wird verbessert und man bekommt ein besseres Gespür für das Gegenüber, was ungemein bei der Lösung des Konflikts hilft.
  • Das achtsamkeitsbasierte Führungsprogramm bestand aus drei Teilen: Theorie, Rollenspielen und Achtsamkeitspraxis (Atemfokussierung, Gehmeditationen, etc.)
  • Ich habe bisher viele Dinge von der Arbeit mit nach Hause genommen und ich konnte schwer abschalten: Achtsamkeit hilft mir, mit Stress besser umzugehen und effektiver abzuschalten.
  • Achtsamkeit hilft mir, meine Konzentrationsfähigkeit bei der Arbeit besser zu halten.
  • Achtsamkeitsübungen haben mittlerweile einen festen Platz in meinem privaten und beruflichen Alltag. Es müssen ja nicht immer 30-minütige Meditationen sein. Oftmals sind es nur eingestreute 5 Minuten oder wenige achtsame Atemzüge – und das hilft schon enorm.
  • Meine Mitarbeiter sagen mir, ich würde seit dem Programm besser zuhören.
  • Durch die Achtsamkeitsübungen kann ich mich in Konfliktfällen und Stresssituationen besser beobachten. Und allein durch dieses Heraustreten, bei dem ich mich dann z. B. frage, wie es mir geht und wo ich gerade stehe, kann ich solche Situationen besser meistern und sogar vermeiden.
  • Ich falle Menschen nicht mehr so oft ins Wort und ich bin nicht mehr so ungeduldig.
  • Die Qualität meiner Entscheidungen ist gestiegen. Ich achte bei Entscheidungen auf viel mehr Aspekte und ich bin sensibler für Ustimmigkeiten geworden. Registriere ich solche, werden die seltener weggedrückt, sondern offen angesprochen.
  • Achtsamkeit wirkt Betriebsblindheit und unproduktiven Routinen entgegen.
  • Achtsmkeit ermöglicht es mir, häufiger mit einem Anfänger-Geist „von außen“ auf die Dinge zu blicken.
  • Achtsamkeit ist eine zentrale Voraussetzung für eine gut funktionierende Lernkultur. Fehler werden somit wertungsfrei betrachtet, anstatt unter den Teppich gekehrt.
  • Achtsamkeit hilft in Veränderungsprozessen enorm.
  • Achtsamkeit ist mehr als nur eine Mangement-Ressource. Man beginnt sich auch selbst besser zuzuhören.
  • Die Reise „Achtsamkeit“ ist aber auch eine Herausforderung, denn mit dem, was man entdeckt, muss man anschließend auch umgehen.
  • Ich halte Achtsamkeit in einem Unternehmen für sehr wichtig, weil wer Dinge verändern will, der muss zunächst genau erkennen und erspüren, was es in einer speziellen Situation gerade braucht.
  • Jeder Unternehmen, das sich weiterentwickeln will, kann von Achtsamkeit profitieren.
  • Achtsamkeit sollte nicht top-down „verordnet“ werden. Das wird schlecht funktionieren. Achtsamkeit kann nur dann wirklich erfolgreich sein, wenn es „von unten“ gewachsen ist.
  • Achtsamkeit ist kein Wellness- oder Feel-Goog-Trip. Man muss auch bereit sein, sich mit seinen Schattenseiten auseinanderzusetzen – was aber am Ende sehr gewinnbringend ist.

Übung: Bitte vergib für die nachfolgenden Aussagen Punkte (0 = ich stimme nicht zu, 10 = ich stimme sehr zu)
– Achtsamkeit verbessert die Fähigkeit, das Bild vom größeren Ganzen zu sehen (Punkte von Christian Weiher: 10)
– Achtsamkeit verbessert das Führungsvermögen (Punkte von Christian Weiher: 8)
– Achtsamkeit verbessert die zwischenmenschlichen Beziehungen – auch im Job (Punkte von Christian Weiher: 10)
– Achtsamkeit verbessert die Widerstandskraft / Stressresistenz (Punkte von Christian Weiher: 7)
– Achtsamkeit macht die Mitarbeiter zufriedener und das Unternehmen erfolgreicher (Punkte von Christian Weiher: 6)

Achtsamkeit wird branchenübergreifend ein unverzichtbarer Bestandteil erfolgreicher und… Klick um zu Tweeten
Von | 2017-09-07T09:20:50+00:00 7. September 2017|